VARIA: Personalien

Geburtstage

Dtsch Arztebl 2004; 101(36): A-2411

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Walter Kannengießer Foto: privat
Walter Kannengießer
Foto: privat
Walter Kannengießer, Journalist und langjähriger Mitarbeiter des Deutschen Ärzteblattes, ist am 13. August 75 geworden.
Kannengießer stammt aus einer Journalistenfamilie und volontierte nach dem Abitur bei einer Osnabrücker Tageszeitung. Danach studierte er in Münster Volkswirtschaftslehre und Publizistik; er schloss als Diplom-Volkswirt ab und stieg wieder in den praktischen Journalismus ein, zunächst als Redakteur regionaler Tageszeitungen und schließlich ab 1963 als Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) seiner jahrzehntelangen beruflichen Heimat. Kannengießer berichtete von Anfang an für die FAZ aus Bonn, zuletzt als Leiter der Bonner Wirtschaftsredaktion. Das Auf und Ab der Wirtschafts- und Sozialpolitik der (alten) Bundesrepublik hat er erlebt, analysiert und beschrieben, ja, durch seine Analysen und Kommentare mit geprägt. Kannengießer war nie der um kurzfristige journalistische Erfolge bemühte Journalist, ihn zeichneten vielmehr Beständigkeit und Klarheit in der Aufbereitung der Fakten und deren Bewertung aus. Doch schrieb er nie ohne innere Anteilnahme, und die war geprägt durch klare ordnungspolitische Vorstellungen. Diesen ist er bis heute treu geblieben.
Für das Deutsche Ärzteblatt schreibt Walter Kannengießer seit Jahren als freier Mitarbeiter. Insbesondere der Freiberuflichkeit der Ärzteschaft ist er verbunden. In seinen Artikeln im Deutschen Ärzteblatt konzentriert er sich auf die Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik, darunter vor allem auf die Rentenpolitik.
Kannengießer ist vielfältig ausgezeichnet worden, so mit bekannten Journalistenpreisen wie etwa dem Theodor-Wolff-Preis. Auch viele der Ärzteschaft verbundene Organisationen haben ihn geehrt, etwa der Marburger Bund, die Arbeitsgemeinschaft der Berufsständischen Versorgungseinrichtungen und der Bundesverband der Freien Berufe.
Walter Kannengießer ist dem Deutschen Ärzteblatt nach wie vor eng verbunden, und die Redaktion hofft, dass er auch weiterhin mitarbeitet – als ein unbestechlicher, klar blickender, wohl informierter und erfahrener Beobachter der sozialpolitischen Szene. Norbert Jachertz

Prof. Dr. med. Hanns Peter Wolff, em. Ordinarius für Innere Medizin der Universität Mainz, Salzburg, wurde am 28. August 90 Jahre alt.
Der 1914 in der damaligen deutschen Kolonie Tsingtau in China geborene Wissenschaftler war zunächst am Institut für Physik und am Institut für Biochemie der Universität München tätig. Von 1944 bis 1951 arbeitete er an der I. Medizinischen Universitätsklinik in München, wo er sich mit einer Arbeit über die physiko-chemische Analytik und klinische Bedeutung von Spurenmetallen habilitierte. Danach arbeitete er als Oberarzt an der Medizinischen Universitäts-Poliklinik in Marburg sowie in gleicher Funktion erneut an der Münchener Universitätsklinik, ehe er 1961 zum Ordinarius für Innere Medizin an der Universität des Saarlandes in Homburg/ Saar berufen wurde, um dort die medizinische Universitäts-Poliklinik aufzubauen. 1968 folgte Wolff einem Ruf an die erste Medizinische Klinik der Universität Mainz, deren Leitung er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1980 innehatte.
Wolff hat sich auch in wissenschaftlichen Fachgesellschaften engagiert. So war er 1964/65 und 1974/75 Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V., ein Jahr später als Vorsitzender der Gesellschaft für Nephrologie e.V. ist er in den wissenschaftlichen Beirat der Bundes­ärzte­kammer berufen worden, dessen Vorsitzender er von 1977 bis 1986 war. Während des 90. Deutschen Ärztetages in Karlsruhe erhielt Prof. Wolff die Paracelsus-Medaille der deutschen Ärzteschaft. Er ist Träger des Bundesverdienstkreuzes. EB
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