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Lexikon: Härtefall

Dtsch Arztebl 2004; 101(36): A-2416 / B-2036 / C-1960

EB

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LNSLNS Versicherte der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) sollen durch Zuzahlungen nicht finanziell überlastet werden. Sie leisten daher nur Zuzahlungen bis zur Belastungsgrenze. Die bisherige vollständige Befreiung von Zuzahlungen wurde durch das GKV-Modernisierungsgesetz zum 1. Januar 2004 abgeschafft. Die Belastungsgrenze beträgt zwei Prozent der jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt; bei chronisch Kranken beträgt sie ein Prozent. Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss definiert, wer als chronisch krank gilt. Wird die Belastungsgrenze vor Ablauf des Jahres erreicht, erstellt die Krankenkasse eine Bescheinigung, dass für den Rest des Jahres keine Zuzahlungen mehr zu leisten sind. Bei Ermittlung der Belastungsgrenze wird das jährliche Einkommen aller im Haushalt lebenden Familienangehörigen zusammengerechnet. Von diesem Betrag werden Freibeträge für die Angehörigen abgezogen. 2004 sind das für den Ehegatten 4 347 Euro und für jedes Kind 3 648 Euro. Alle Zuzahlungen, auch zum Beispiel für stationäre Behandlung, werden berücksichtigt. EB
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