ArchivDeutsches Ärzteblatt49/1996Irreführende Zinssätze

VARIA: Wirtschaft - Berichte

Irreführende Zinssätze

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LNSLNSLNSLNS Wer Zinsen auf sein Gehaltskonto erhält, der kann sich sein Sparbuch schenken. Verzinste Konten sind nicht nur bequemer, sie locken auch mit höheren Erträgen. Allerdings lohnt es sich, genau hinzuschauen. Bei manchen Konten sind die tatsächlichen Erträge erheblich geringer, als es auf den ersten Blick scheint.
Einige Anbieter verzinsen nicht das gesamte Guthaben, sondern nur das Geld, das über einen bestimmten Sockelbetrag hinausgeht. Der offizielle Zinssatz hat dann mit der tatsächlichen Rendite oft nichts mehr zu tun. Dies zeigt folgendes Beispiel: Eine Bank zahlt 3,5 Prozent Zinsen, läßt aber einen Sockel von 2 000 DM unverzinst. Ein Guthaben von 4 000 DM bringt dann im Jahr 70 DM, also lediglich 1,75 Prozent. Und selbst bei einem Guthaben von 10 000 DM schrumpft die Rendite auf 2,8 Prozent. Bankkunden, die an ein verzinstes Girokonto denken, sollten sich also von hohen Nominalzinsen nicht blenden lassen. Darüber hinaus sollten sie auch die Gebühren und Kosten des Girokontos berücksichtigen. per
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