ArchivDeutsches Ärzteblatt50/1996Krankenhausarzt: Chef bringt das Opfer

SPEKTRUM: Leserbriefe

Krankenhausarzt: Chef bringt das Opfer

Plettner, Ulrich

Zu dem Beitrag "Betriebsführung im Krankenhaus: Arzt oder (und) Manager?" von Dr. med. Herbert Anheier in Heft 43/1996
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LNSLNS Dem Beitrag wird jeder Kliniker zustimmen, faßt er doch die Beweggründe und Ideale zusammen, wofür wir einst angetreten waren. Doch leider hat sich die Krankenhauslandschaft erheblich gewandelt und erfordert, daß speziell der (leitende) Chefarzt sich auf die neuen Bedingungen auch in Zukunft einstellt. Glücklich das Haus, wo dies in vertrauensvoller Zusammenarbeit zwischen ärztlicher und VerwaltungsDirektion geschieht.
Ich möchte bei aller Zustimmung zu Anheiers Darstellung die Verantwortung tragenden Kollegen in den Krankenhäusern aufrufen, sich der Partnerschaft im Management zu stellen, um die Existenz und Entwicklung des Krankenhauses mit seinen Arbeitsplätzen zu sichern. Selbstverständlich darf das Wohl des Patienten nicht geschmälert werden, doch auch dies – und zwar an erster Stelle – ist organisatorisch mit Hilfe befähigter ärztlicher Mitarbeiter zu meistern. Allerdings bringt das Opfer für so einschneidende Veränderungen der Chef.
Dr. med. Ulrich Plettner, Chirurgische Klinik am Diakonissenkrankenhaus, Gropiusallee 3, 06846 Dessau
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