ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2004Unbefriedigende Langzeitergebnisse der pneumatischen Dilatation der Achalasie

MEDIZIN: Referiert

Unbefriedigende Langzeitergebnisse der pneumatischen Dilatation der Achalasie

Dtsch Arztebl 2004; 101(41): A-2752 / B-2320 / C-2226

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LNSLNS Die Autoren aus der Deutschen Klinik für Diagnostik in Wiesbaden starteten 1992 eine prospektive Studie mit 54 konsekutiven Patienten, bei denen in den Jahren 1981 bis 1991 eine pneumatische Dilatation wegen einer Achalasie durchgeführt worden war. Die jetzt vorgelegten Daten einer Follow-up-Untersuchung bis zum Zeitraum 2002 zeigten, dass eine einmalige pneumatische Dehnung nach fünf Jahren zu einer Remissionsrate von 40 Prozent führte, nach zehn Jahren von 36 Prozent. Wiederholte Dilatationen verbesserten das Ergebnis nur geringfügig. Patienten mit einem Alter über 40 Jahren wiesen ein besseres Langzeitergebnis auf als jüngere Patienten. Bester Vorhersagewert für eine günstige Langzeitprognose war eine Senkung des Drucks im unteren Ösophagussphinkter durch die Dilatationsbehandlung auf unter 10 mm Hg. Aufgrund der unbefriedigenden Langzeitergebnisse sollten deshalb junge Patienten sowie Patienten, die auf einmalige pneumatische Dilatation nicht ansprechen, einer operativen Therapie zugeführt werden. w

Eckardt V F, Gockel I, Bernhard G: Pneumatic dilatation for achalasia: late results of a prospective follow-up investigation. Gut 2004; 53: 629–633.

Prof. Dr. V. F. Eckardt, Deutsche Klinik für Diagnostik, Aukammallee 33, 65191 Wiesbaden. E-Mail: eckardt.gastro@dkd-wiesbaden.de

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