ArchivDeutsches Ärzteblatt50/1996Versichertenkarte: Verzicht auf jegliche Gestaltung

SPEKTRUM: Leserbriefe

Versichertenkarte: Verzicht auf jegliche Gestaltung

Leeser, Brigitte

Zu dem "Seite eins"-Beitrag "350 000 DM für den 'da Vinci-Mann'" in Heft 44/1996
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS . . . Da erhält eine Werbeagentur den vermutlich lukrativen Auftrag, für die gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung ein Kärtchen zu gestalten. Es ist anzunehmen, daß schon dieser Auftrag entsprechend honoriert worden ist. Die Agentur entwirft ein kümmerliches Flickwerk aus bereits vorhandenen Motiven und erhält in einem gerichtlichen Vergleich für die Urheberrechte an diesem dürftigen Machwerk aus Plagiaten 350 000 DM zugesprochen, einen Betrag, für den normale Sterbliche in der Regel mehrere Jahre arbeiten müssen. Was ist das für eine perverse Gesellschaft, in der eine derart geringe geistige Leistung durch die Rechtsprechung so unmäßig aufgewertet wird? Mich würde die Begründung für eine so hohe Vergleichszahlung, für die indirekt die Krankenversicherten zur Kasse gebeten werden, interessieren. Mein Vorschlag: Verzicht auf jegliche Gestaltung der Karte, das ist billiger und schadet angesichts permanenter Reizüberflutung nicht.
Brigitte Leeser, Brunnenstraße 15/16, 28203 Bremen
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote