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Lexikon: Telematik

Dtsch Arztebl 2004; 101(44): A-2984 / B-2524 / C-2408

EB

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LNSLNS Telematik ist ein Kunstwort, zusammengesetzt aus Telekommunikation und Informatik. Im Gesundheitswesen kann Telematik für Wissenstransfer, administrative Prozesse, Kommunikation und Kooperation bei Behandlungsverfahren genutzt werden. Beispiele hierfür sind die Implementierung von Leitlinien, elektronischen Patientenakten und Patienteninformationssystemen. Für die Gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung bestimmt das GKV-Modernisierungsgesetz, dass bisher auf Papierform basierende Informations- und Kommunikationsprozesse so umfassend wie möglich in elektronischer Form erfolgen sollen (SGB V § 67). Zusätzlich sieht es ab 2006 die Einführung einer elektronischen Gesundheitskarte vor. Diese kann neben dem elektronischen Rezept unter anderem auch einen elektronischen Arztbrief übermitteln. Darüber hinaus können Krankenkassen seit Anfang des Jahres auch Finanzierungsmöglichkeiten für elektronische Gesundheitsakten vorsehen. Ein wichtiger Anwendungsbereich der Telematik ist die Telemedizin, mit der trotz räumlicher Trennung Telediagnostik, Telekonsultation und telemedizinische Notfalldienste möglich werden. Voraussetzung für den Ausbau telematischer Infrastrukturen sind IT-Standards und eine Sicherheitsinfrastruktur. Um diese Standards abzustimmen, arbeiten die Spitzenorganisationen der Leistungserbringer und der gesetzlichen und privaten Krankenkassen im „Aktionsforum Telematik im Gesundheitswesen“ mit Experten aus Ministerien, Wissenschaft und Industrie zusammen. EB
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