ArchivDeutsches Ärzteblatt50/1996Muß der Erfolg einer Helicobacterpylori-Therapie überprüft werden?

MEDIZIN: Referiert

Muß der Erfolg einer Helicobacterpylori-Therapie überprüft werden?

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LNSLNS Die Sanierung der Helicobacter-pylori-Infektion ist zwischenzeitlich Standard beim Ulkuspatienten geworden, da nur durch eine antibiotisch-antisekretorische Kombinationstherapie eine Heilung der Ulkuskrankheit zu erreichen ist. Beim unkomplizierten Ulcus duodeni ist nach der vorliegenden Studie eine Überprüfung der Effizienz dieser Therapie nicht erforderlich, da eine Kontrollendoskopie relativ kostenintensiv ist und ein Atemtest nur begrenzt zur Verfügung steht. Die Autoren befragten sechs Monate nach Therapie 120 Patienten, bei denen eine Helicobacter-Therapie durchgeführt worden war, nach dyspeptischen Symptomen. Nur zwei von 80 Helicobacter-pylori-Negativen klagten noch über Sodbrennen, während Helicobacter-pyloripositive Patienten in 90,6 Prozent über epigastrische Beschwerden, Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen und Meteorismus klagten. Bei Patienten mit Ulkuskomplikationen (Blutung, Perforation), also Hochrisikopatienten, sollte der Erfolg der Eradikationstherapie immer überprüft werden. Auch für das Ulcus ventriculi, bei dem Kontrollbiopsien erforderlich sind, treffen die Empfehlungen der Autoren nicht zu. w


Phull PS, Halliday D, Price AB, Jacyna MR: Absence of dyspeptic symptoms as a test for Helicobacter pylori eradication. Brit Med J 1996; 312: 349–350
Northwick Park Hospital, Harrow, Middlesex HA1 3UJ, Großbritannien

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