ArchivDeutsches Ärzteblatt7/1996Postoperative Mesalamin-Prophylaxe bei Morbus Crohn

MEDIZIN: Referiert

Postoperative Mesalamin-Prophylaxe bei Morbus Crohn

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LNSLNS Über 80 Prozent aller Patienten mit einer Enterocolitis granulomatosa Crohn müssen im Laufe ihres Lebens operiert werden. Die postoperative Rezidivrate beträgt 3,4 bis 16 Prozent pro Jahr. Der Einsatz der 5Aminosalizylsäure zur Verhinderung eines Rezidivs ist bislang nicht einheitlich beurteilt worden.
Die Autoren gaben insgesamt 163 Patienten im Rahmen einer plazebokontrollierten Studie zweimal 1,5 g Mesalamin oder Plazebo innerhalb von acht Wochen nach einem resezierenden Eingriff und beobachteten die Patienten 72 Monate lang. Unter der Erhaltungstherapie mit 5-Aminosalizylsäure traten signifikant weniger Rezidive auf als in der Kontrollgruppe. Nur in einem Fall kam es zu einer 5-ASA-induzierten Pankreatitis.
Die Autoren kommen zu der Empfehlung, daß drei Gramm Mesalamin bei Patienten, die wegen eines Morbus Crohn reseziert werden mußten, postoperativ zur Rezidivprophylaxe eingesetzt werden sollten. W


McLeod R S, Wolff B C, Steinhart A H W et al: Prophylactic Mesalamine Treatment Decreases Postoperative Recurrence of Crohn’s Disease. Gastroenterology 1995; 109: 404–413.
Departments of Surgery, Medicine, Pathology, Radiology, Preventive Medicine, and Biostatistics, University of Toronto, Ontario, Kanada

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