ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/1996Reformvorschläge: Aus dem Leserkreis

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Reformvorschläge: Aus dem Leserkreis

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LNSLNS Auf die Frage "Wenn Sie Kriterien für eine Rationierung von Gesundheitsleistungen festlegen sollten, welche Kriterien würden Sie wählen?" antwortete eine Leserin des Deutschen Ärzteblattes aus Hamburg so: "Diese Frage betrachte ich in der Form als unethisch und durch die Geschichte überholt. Nicht interessengeleitete Aufklärung, sondern kundige Dialoge mit Patienten und ihren Angehörigen, die ohne Machbarkeitsideologie und mit Einfühlung geführt werden, könnten die Rationalisierungsdebatte positiv beeinflussen."
Die Frage gehörte zu der Leserumfrage, veröffentlicht in Heft 44 vom 1. November 1996, zu dem Thema "Kran­ken­ver­siche­rung – wo würden Sie reformieren?" Bis heute haben 4 420 Leserinnen und Leser den Fragebogen beantwortet, zum Teil auch durch weitergehende Ausführungen ergänzt. Die Fragebogenantworten und auch eine Reihe von Begleitbriefen zeugen davon, daß die sprichwörtliche ärztliche Basis höchst angetan davon war, einmal selbst ihre Meinung zu den Verhältnissen im Gesundheitswesen und der Reformdiskussion kundzutun. Die Antworten aus dem Leserkreis belegen, daß sich die Ärztinnen und Ärzte sehr stark mit diesen Fragen auseinandersetzen, eigene Auffassungen dazu entwickeln und überlegt – siehe das Eingangsbeispiel – formulieren. Alles in allem erweist sich die Leserumfrage als weit mehr als eine der üblichen Repräsentativbefragungen, bei denen vorgegebene Antworten angekreuzt werden können. Die Fragebogen werden nunmehr, wie angekündigt, vom Kieler Institut für Gesundheits-System-Forschung ausgewertet. Über die Ergebnisse wird berichtet werden. Die Redaktion des Deutschen Ärzteblattes und das Kieler Institut danken aber schon jetzt den Tausenden von Leserinnen und Lesern, die sich der Mühe unterzogen haben, die Umfrage zu beantworten. DÄ
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