ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/1996Homöopathie: Bitte aufwachen!

SPEKTRUM: Leserbriefe

Homöopathie: Bitte aufwachen!

Schmuckermeier, Verena

Zu der Glosse "Seehofers Schirmherrschaft" von Dr. med. Wolfgang Grote in Heft 46/1996 erreichte uns eine Vielzahl von Leserbriefen. Hier eine charakteristische Zusammenstellung:
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LNSLNSLNSLNS Es scheint bisher spurlos an Ihnen vorübergegangen zu sein, daß in letzter Zeit ein Beweis um den anderen für die Wirksamkeit der Homöopathie geliefert wurde . . .
Als homöopathische Ärztin bin ich einiges an Angriffen auf meine ärztliche Kunst gewöhnt, aber in diesem Artikel haben Sie beide den Bogen überspannt. Vom Deutschen Ärzteblatt dürfte man eigentlich ein höheres Maß an Objektivität erwarten. Schließlich handelt es sich bei der Homöopathie um eine anerkannte Teilgebietsbezeichnung. Diese zu erwerben setzt ein hohes Maß an persönlichem Einsatz und Idealismus voraus, um letztendlich wesentlich schlechter bezahlt zu sein als alle anderen Fachgebiete der Medizin. Merkantile Gründe oder absichtliches Vorgaukeln von Hoffnung waren bestimmt von keinem meiner homöopathischen Kollegen die Gründe, sich der Homöopathie zu verschreiben. Vielmehr stehen meistens persönliche Erfahrungen von Krankheit und Leid bei sich selbst oder in der eigenen Familie im Vordergrund der Entscheidung. Wenn Sie einmal erlebt hätten, wie Ihnen oder einem Mitglied Ihrer Familie bei einem schulmedizinisch nicht zu heilenden Leiden auf homöopathische Art und Weise geholfen worden wäre, würden Sie jetzt anders über die Homöopathie sprechen . . . Es wäre schön, wenn Sie aus Ihrem schulmedizinischen Schlafzustand von selbst aufwachen würden, noch bevor unzählige Patienten unnötigerweise jahrelang leiden müssen.
Dr. med. Verena Schmuckermeier, Eichenstraße 27, 84137 Vilsbiburg
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