ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2004Wildwechsel: Im Herbst steigt die Unfallgefahr

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Wildwechsel: Im Herbst steigt die Unfallgefahr

Dtsch Arztebl 2004; 101(49): [71]

rco

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Wild vor der Kühlerhaube: Wer jetzt ausweicht, riskiert nicht nur sein Leben, sondern auch den Teilkaskoschutz. Foto: Allianz Versicherung/GP
Wild vor der Kühlerhaube: Wer jetzt ausweicht, riskiert nicht nur sein Leben, sondern auch den Teilkaskoschutz.
Foto: Allianz Versicherung/GP
Im Herbst kommt es häufig zu Wildunfällen: Rund 200 000 Wildtiere lassen jährlich auf der Straße ihr Leben. Wenn für das beschädigte Fahrzeug eine Teil- oder Vollkaskoversicherung besteht, ist der Schaden durch den direkten Zusammenstoß mit einem Haarwild abzüglich der vereinbarten Selbstbeteiligung gedeckt. Zum Haarwild zählen Hirsch, Hase, Reh, Fuchs und Wildschwein.
Was passiert, wenn das Auto bei einem Ausweichmanöver im Graben endet? Die Teilkaskoversicherung ersetzt den Schaden unter dem Stichwort „Rettungskosten“ nur, wenn der Rettungsversuch objektiv sinnvoll war – anders ausgedrückt: nur dann, wenn auch ein Zusammenprall mit dem Tier zu einer starken Beschädigung des Fahrzeugs geführt hätte. Nach der aktuellen Rechtsprechung wird dies nur bei Unfällen mit Tieren angenommen, die relativ groß sind (Reh, Hirsch, Wildschwein). Allerdings: Die Beweislast liegt hier beim Geschädigten.
Nicht davon betroffen ist die Vollkaskoversicherung. Sie springt im Allgemeinen für die Folgen eines selbst verschuldeten Unfalls ein, solange dieser nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig begangen wurde – zum Beispiel bei Fahrten unter Drogeneinfluss. rco
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