ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/1996Allgemeinärzte kritisieren Vorstoß des Marburger Bundes

POLITIK: Nachrichten - Aus Bund und Ländern

Allgemeinärzte kritisieren Vorstoß des Marburger Bundes

Maus, Josef

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LNSLNS KÖLN. Als kurzsichtig und unkollegial hat der Berufsverband der Allgemeinärzte Deutschlands (BDA) die Absicht des Marburger Bundes (MB) bezeichnet, die Verlängerung der Weiterbildungszeit im Fach Allgemeinmedizin von bisher drei auf dann fünf Jahre zu verhindern. Dieser Beschluß war auf der 90. Haupt­ver­samm­lung des MB Anfang November in Köln gefallen. Der BDA verweist auf die wiederholt getroffene Feststellung des Deutschen Ärztetages, wonach die Qualität der ärztlichen Weiterbildung die Qualität der ärztlichen Versorgung der Bevölkerung bestimme. Dies gelte auch für die Allgemeinmedizin. In den längeren Weiterbildungszeiten für deutsche Allgemeinärzte sieht der BDA – anders als der Marburger Bund – keine "Inländerdiskriminierung" bei der Zulassung zum Kassenarzt. Das Zulassungsrecht stelle sicher, daß kein deutscher Allgemeinarzt wegen einer längeren Weiterbildung gegenüber einem Allgemeinarzt aus anderen EG-Mitgliedsstaaten benachteiligt werde. JM
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