ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2005Neue EU-Länder: Krankenschein gilt nicht in allen Staaten

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Neue EU-Länder: Krankenschein gilt nicht in allen Staaten

rco

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LNSLNS Der Kran­ken­ver­siche­rungsschutz in den zehn neuen EU-Beitrittsländern ist oft unzureichend: Denn nicht alle Länder akzeptieren den Auslandskrankenschein der deutschen Krankenkassen. Da empfiehlt es sich, eine Auslandsreise-Kran­ken­ver­siche­rung abzuschließen, damit der Patient nicht auf den Kosten sitzen bleibt. Bei einer Reise in die drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen und in die Slowakei ist eine private Absicherung sogar Pflicht. Die Behörden führen stichpunktartige Kontrollen durch. Wer nach Polen reist, sollte sich ebenfalls privat absichern, weil das mit Polen bestehende Sozialversicherungsakommen keine Leistungen für Besucher und Touristen beinhaltet.
Doch auch in Ländern, in denen der Krankenschein akzeptiert wird, muss der Patient die Arzt- und Medikamentenkosten erst einmal vorstrecken. Die Krankenkasse erstattet dann oft nur einen Teil der Kosten. Außerdem werden die Behandlungskosten im Ausland sehr oft nach den höheren Privatsätzen abgerechnet. Krankenrücktransporte oder Ambulanzflüge werden von den gesetzlichen Krankenkassen grundsätzlich nicht übernommen. Hier können leicht Kosten in zweistelliger Euro-Summe anfallen, die der gesetzlich Krankenversicherte aus eigener Tasche bezahlen muss. Aber auch für privat Krankenversicherte hat die Auslandsreise-Kran­ken­ver­siche­rung einen Vorteil: Da er seine Vollversicherung nicht in Anspruch nimmt, behält der Versicherte sein Anrecht auf Beitrags-Rückerstattung, die je nach schadenfreier Zeit und Gesellschaft zwischen einem und sechs Monatsbeiträgen schwankt. rco
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