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LNSLNS Als Psychotherapeut arbeite ich in einer Praxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie mit einem beträchtlichen Anteil erwachsener Patienten. Der Behandlungsschwerpunkt liegt auf der Therapie der ADHS. Neben anderen Methoden werden viele der Patienten mit Methylphenidat (zum Beispiel Ritalin) mediziert, bei welchem seit etlichen Monaten die Kostenübernahme seitens der GKV für erwachsene Patienten nicht mehr möglich ist. Als (letzte) Alternative empfahlen zahlreiche Kassen die Verschreibung von Atomoxitin. Nach einem Gerichtsurteil des Bundessozialgerichts vom Mai 2004 steht nun in den Sternen, ob dieses Medikament, das importiert werden muss, da in Deutschland die Zulassung noch aussteht, weiter verschreibungswürdig ist. Zumindest verlangen die Apotheken nunmehr von all unseren erwachsenen Patienten, dass sie die vollen Kosten für Atomoxitin übernehmen, was bei einem Preis von circa 130 Euro für 30 Tabletten nur für die betuchteren Patienten möglich ist. Ich verstehe meine Patienten, die sich fragen müssen: „Kann ich mir diese Krankheit noch leisten?“
Dipl.-Psych. Joachim A. Mörcke-Langen, Edithstraße 10,
16540 Hohen Neuendorf
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