ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/1996Verjährungsfristen zum Jahresende

VARIA: Wirtschaft - Berichte

Verjährungsfristen zum Jahresende

rco

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LNSLNS Zum Jahresende werden sich wieder einige Schuldner besonders freuen können. Mit dem Jahreswechsel verjähren ihre Schulden. Nach Schätzung der Schimmelpfeng GmbH in Frankfurt verfallen jährlich Millionenbeträge, weil Forderungen nicht rechtzeitig geltend gemacht werden. Deshalb sollte die Verjährung von Forderungen aus den Jahren 1992 und 1994 unbedingt rechtzeitig durch Anerkenntnis des Schuldners, gerichtliche Mahnbescheide oder Klageeinreichung verhindert werden. Auch wenn bereits mehrfach schriftlich gemahnt wurde: Mahnungen alleine unterbrechen die Verjährungsfrist nicht.
Etwa neun von zehn Ansprüchen unterliegen in Deutschland der zweijährigen oder der vierjährigen Verjährungsfrist. Geschäftsleute und Freiberufler müssen gegenüber Privatpersonen meist eine zweijährige, gegenüber anderen Geschäftsleuten eine vierjährige Verjährungsfrist beachten. Bei diesen kurzen Fristen beginnt die Verjährungsfrist mit Ablauf des Jahres, in welchem der Anspruch entstanden ist.
Aus dem Jahre 1992 verjähren zum 31. Dezember 1996 unter anderem: l Ansprüche von Kaufleuten und Handwerkern bei Leistungen für den Gewerbebetrieb eines Schuldners;
l Ansprüche auf Rückstände von Kredit- und Schuldzinsen sowie Pacht- und Mietzinsen, soweit es sich nicht um die gewerbsmäßige Vermietung beweglicher Sachen handelt; l Ansprüche auf Rückstände von Renten, Besoldung und anderen, regelmäßig wiederkehrenden Leistungen wie zum Beispiel Unterhaltszahlungen.
Zum Jahreswechsel 1996 verjähren aus 1994 folgende Forderungen:
l Ansprüche von Geschäftsleuten (Kaufleuten, Fabrikanten, Handwerkern) sowie Land- und Forstwirten für Leistungen an Privatpersonen. Auch Forderungen von Hotels und Gastwirten, Dienstleistungsunternehmen sowie Freiberuflern wie Ärzten, Rechtsanwälten, Notaren, Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern und Maklern verjähren zu diesem Zeitpunkt, Forderungen von Leasing- und Speditionsfirmen unterliegen ebenfalls der zweijährigen Verjährungsfrist;
l Ansprüche von Lohn- und Gehaltsempfängern, die in privaten Diensten stehen, auf Bezahlung ihrer Bezüge;
l Forderungen von Arbeitgebern auf Rückzahlung gewährter Vorschüsse.
Fünfjährige Fristen gelten für Gewährleistungsansprüche bei Bauwerken und für Ansprüche aus Lebensversicherungen. rco
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