ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/1996EEG belegt zerebrale Wirkung von Ginkgo-biloba-Extrakt

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EEG belegt zerebrale Wirkung von Ginkgo-biloba-Extrakt

Korzilius, Heike

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LNSLNSLNSLNS Das Ginkgo-biloba-Spezialextrakt EGb 761 führt nachweislich zu zerebralen Effekten, die der Therapie mit anderen psychotropen Substanzen entsprechen. Im Rahmen einer doppelblinden, plazebokontrollierten Studie wurden mit Hilfe des quantitativen Elektroenzephalogramms Wirkung und zerebrale Bioverfügbarkeit verschiedener Dosierungen des Ginkgo-biloba-Präparates untersucht.
Das Extrakt (Tebonin® forte, Tebonin® spezial, Schwabe Arzneimittel) führte zu deutlichen dosisabhängigen EEG-Effekten, die sich bei der 120-Milligramm- und bei der 240-Milligramm-Dosis zu verschiedenen Zeitpunkten (1, 2, 3, 7 Stunden) signifikant von Plazebo unterschieden. Das Brain-mapping zeigte ab der ersten Stunde eine Zunahme der Alpha-Aktivität, die sieben Stunden lang anhielt. Ein Vergleich mit dem EEG-Profil anderer psychotroper Substanzen ergab für alle EGb-Dosierungen eine Übereinstimmung mit dem typischen Nootropika-Profil. In einer Vergleichsstudie wurde 19 Patienten mit leichter bis mäßiger Demenz eine Einzeldosis Tacrin (40 mg) oder EGb 761 (240 mg) verabreicht. Beide Wirkstoffe führten zu EEG-Veränderungen, wie sie bei dementen Patienten nach Gabe von Nimodipin oder Piracetam nachgewiesen wurden. Von drei in den USA erhältlichen Ginkgo-Präparaten weist jedoch nur das Spezialextrakt 761 therapeutische EEG-Veränderungen auf. HK
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