ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/1996Medizin-Thriller aus Hollywood: Extrem . . . mit allen Mitteln

VARIA: Feuilleton

Medizin-Thriller aus Hollywood: Extrem . . . mit allen Mitteln

AE

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LNSLNS Was macht der junge, ambitionierte Arzt einer Notaufnahmestation, wenn unter seinen Händen ein Patient stirbt – mit unerklärlichen Laborwerten, sich in Krämpfen windend und inständig um Hilfe flehend? Was, wenn die Leiche auf dem Weg in die Pathologie verschwindet und im Krankenhauscomputer sämtliche Daten von früheren Aufenthalten gelöscht sind? In dem Hollywood-Thriller "Extrem" erlebt der junge Arzt Guy Luthan (Hugh Grant) genau das. Er beschließt, den Ursachen dieses mysteriösen Todesfalles auf den Grund zu gehen, obwohl ihn sein Vorgesetzter an seinen Nachforschungen hindert. Durch seine Hartnäckigkeit ruiniert Luthan seine Karriere und bringt sich selbst in Lebensgefahr. Denn der Tote entpuppt sich als Obdachloser, der wie viele andere von dem angesehenen Neurologen Lawrence Myrick (Gene Hackman) für Menschenversuche mißbraucht worden ist – mit Unterstützung durch das FBI und die New Yorker Polizei. Myrick will mit einem neuen Medikament namens TriPhase Querschnittsgelähmten die Fähigkeit zum Gehen zurückgeben. Und dieser Zweck heiligt für ihn alle Mittel. Wer Hugh Grant nur als Sunnyboy kennt (wie etwa aus "Vier Hochzeiten und ein Todesfall"), lernt ihn in "Extrem" von einer neuen Seite kennen. Die Verteilung der Rollen im Film steht dennoch von Anfang an fest: Grant spielt den guten Part, Gene Hackman übernimmt den skrupellosen. Zwiespältig agiert dagegen Sarah Jessica Parker als Krankenschwester Jodie Trammel. Obwohl ihr gelähmter Bruder auf Hilfe durch TriPhase hofft, unterstützt sie Dr. Luthan. "Extrem" ist – trotz seines vorhersehbaren Endes – ein spannender Thriller aus der Traumfabrik Hollywood. Die Romanvorlage von Michael Palmer gibt es im Knaur Taschenbuchverlag. AE
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