MEDIZIN

Medizingeschichte(n): Chirurgie – Aderlass

Dtsch Arztebl 2005; 102(5): A-283 / B-231 / C-218

Schott, H.

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
Zitat: „Blutet die Wunde nach der Verletzung, so ist es gut, etwas Blut abfließen zu lassen, um den Körper und das betroffene Glied zu entlasten, und wenn nicht genügend ausgeflossen ist, so ist es zweckmäßig am anderen Tag, je nach der Vollblütigkeit und dem Kräftezustand der Patienten, einen revulsiven [1] Aderlaß vorzunehmen. Man braucht sich vor einer Ableitung des Blutes nach den edlen Organen nicht zu fürchten, da die Wunde, wie gesagt, nicht vergiftet ist. Was die Abführmittel betrifft, so überlasse ich die den Herren Doktoren. Sind keine solchen da, so muß man mindestens einmal täglich auf natürliche oder künstliche Weise für Stuhlgang sorgen [2].“

Ambroise Paré: Die Behandlung der Schusswunden (1545), herausgegeben von H. E. Sigerist. Leipzig 1923 (Klassiker der Medizin; Bd. 29), Seite 22 – [1] Rückwirkenden. [2] Entsprechend der homoralpathologischen Praxis der Aus- beziehungsweise Ableitung. Paré (1510–1590), der berühmteste Wundarzt seiner Zeit, war unter anderem in Paris tätig.

    Leserkommentare

    E-Mail
    Passwort

    Registrieren

    Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

    Fachgebiet

    Zum Artikel

    Alle Leserbriefe zum Thema

    Login

    Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

    E-Mail

    Passwort

    Anzeige