Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Mit Sterbehilfe kann zum einen Sterbebegleitung gemeint sein. Sterbehilfe in diesem Sinne besteht in der Unterstützung Sterbender durch Pflege, schmerzlindernde Behandlung sowie menschliche Zuwendung und ist als dringendes Erfordernis im Umgang mit Sterbenden unumstritten. Zum anderen kann mit Sterbehilfe aber auch „Hilfe zum Sterben“ gemeint sein. Sterbehilfe meint dann das Töten oder Sterbenlassen eines schwer Kranken oder sterbenden Menschen aufgrund seines eigenen ausdrücklichen oder mutmaßlichen Verlangens. In der Diskussion werden häufig vier Formen von Sterbehilfe im Sinne einer „Hilfe zum Sterben“ unterschieden: 1. Passive Sterbehilfe: Verzicht auf lebensverlängernde Maßnahmen (unter Beibehaltung von Grundpflege und schmerzlindernder Behandlung), 2. indirekte Sterbehilfe: schmerzlindernde Behandlung unter Inkaufnahme eines (nicht intendierten) Lebensverkürzungsrisikos, 3. Beihilfe zum Suizid: Hilfeleistung zur Selbsttötung, zum Beispiel durch Beschaffung und Bereitstellung des tödlichen Medikaments, 4. aktive Sterbehilfe: absichtliche und aktive Beschleunigung oder Herbeiführung des Todeseintritts. In Deutschland ist die Sterbehilfe nicht Gegenstand expliziter gesetzlicher Regelungen. Im konkreten Fall wird geprüft, ob die den Fremdtötungsparagraphen 211 (Mord), 212 und 213 (Totschlag) und 216 (Tötung auf Verlangen) des Strafgesetzbuches zugrunde liegenden Tatbestände erfüllt sind. In den „Grundsätzen der Bundesärztekammer zur ärztlichen Sterbebegleitung“ von 2004 wird die „gezielte Lebensverkürzung durch Maßnahmen, die den Tod herbeiführen oder das Sterben beschleunigen“ als aktive Sterbehilfe und somit als „unzulässig und mit Strafe bedroht“ abgelehnt. Lebensverlängernde Maßnahmen können jedoch nach den Grundsätzen der Bundesärztekammer entsprechend dem erklärten oder mutmaßlichen Willen des Patienten abgebrochen oder ihre Anwendung unterlassen werden, wenn sie „nur den Todeseintritt verzögern und die Krankheit in ihrem Verlauf nicht mehr aufgehalten werden kann“. In Belgien und den Niederlanden gelten Tötung auf Verlangen und ärztliche Beihilfe zum Suizid nicht als strafbar, wenn der Arzt bestimmte Voraussetzungen erfüllt hat. Kli
Anzeige

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote