ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/1996Atrophische Gastritis unter antisekretorischer Langzeittherapie nicht erwiesen

MEDIZIN: Referiert

Atrophische Gastritis unter antisekretorischer Langzeittherapie nicht erwiesen

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LNSLNS Die Food and Drug Administration (FDA) ist in einem advisory commitee hearing am 4. November 1996 zusammengetreten. Zu klären war die Frage, ob es bei antisekretorisch aktiven Substanzen (H2-Blockern, Protonenpumpenhemmern) unter der Langzeittherapie zu einer atrophischen Gastritis bei Helicobacter-pyloripositiven Patienten kommen kann. Erst kürzlich hatte Kuipers in einer Studie dies behauptet (N Engl J Med 1996; 334: 1012-22). Das Expertengremium kam zu dem Schluß, daß die derzeitige Datenlage keine hinreichenden Beweise dafür liefert, daß es unter einer Langzeittherapie mit H2-Blockern oder Protonenpumpenblockern bei Helicobacterpylori-positiven Patienten zu einer Zunahme von atrophischer Gastritis, intestinaler Metaplasie oder Magenkarzinom kommt. Aus diesem Grund werden etwaige Änderungen des Beipackzettels von den Experten nicht für erforderlich gehalten. Die derzeitige Datenlage, die durch weitere Studien ergänzt werden sollte, rechtfertigt es nicht, vor Einleitung einer Langzeittherapie eine Eradikation von Helicobacter pylori zu fordern. w

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