THEMEN DER ZEIT

Keine GKV-Leistung

Dtsch Arztebl 2005; 102(6): A-345 / B-284 / C-267

Gerst, Thomas

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LNSLNS Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) beschloss in der Sitzung am 18. Januar 2005, die Hyperthermie nicht in den Leistungskatalog der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung aufzunehmen. Die Behandlungsmethode wurde den nicht anerkannten Untersuchungs- und Behandlungsmethoden zugewiesen und kann somit nicht als ambulante Leistung erbracht werden.
Eine spezielle Form der Hyperthermie, die systemische Krebs-Mehrschritt-Therapie nach von Ardenne, die indikationsübergreifend eingesetzt wird, war bereits separat geprüft und bewertet und vom G-BA am 21. September 2004 als GKV-Leistung ausgeschlossen worden.
„Die Vielzahl der zur Zeit auf dem Markt befindlichen technischen Varianten der Hyperthermie ist Ausdruck dafür“, so der Vorsitzende des G-BA, Dr. jur. Rainer Hess, „dass sich diese Technologie noch im Stadium der Forschung und Entwicklung befindet. Hierfür spricht auch, dass bisher in den einschlägigen Fachdisziplinen, die an der Behandlung der berücksichtigten Tumorerkrankungen beteiligt sind, noch kein medizinisch-wissenschaftlicher Konsens hinsichtlich der Bewertung der Therapieergebnisse und der notwendigen Standardisierung – zum Beispiel Temperatur, Einwirkdauer, Thermometrie oder begleitender Therapieprotokolle – erreicht werden konnte.“ Die Erprobung solcher experimenteller Therapien soll auf die Durchführung kontrollierter Studien begrenzt bleiben. TG
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