ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2005Medizingeschichte(n): Homöopathie – Simile-Prinzip

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Medizingeschichte(n): Homöopathie – Simile-Prinzip

Dtsch Arztebl 2005; 102(6): A-360 / B-299 / C-281

Schott, H.

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LNSLNS Zitat: „Jedes wirksame Arzneimittel erregt im menschlichen Körper eine Art von eigner Krankheit, eine desto eigenthümlichere, ausgezeichnetere und heftigere Krankheit, je wirksamer die Arznei ist. Man ahme der Natur nach, welche zuweilen eine chronische Krankheit durch eine andre hinzukommende heilt, und wende in der zu heilenden (vorzüglich chronischen) Krankheit dasjenige Arzneimittel an, welches eine andre, möglichst ähnliche, künstliche Krankheit zu erregen im Stande ist, und jene wird geheilt werden; Simila similibus.“
Samuel Hahnemann: Versuch über ein neues Princip zur Auffindung der Heilkräfte der Arzneisubstanzen, nebst einigen Blicken auf die bisherigen. (Erstveröffentlichung in Hufelands Journal der praktischen Arzneikunde, 2. Band, 3. Stück, 1796.) Aus: Der sympathetische Arzt. Texte zur Medizin im 18. Jahrhundert. Herausgegeben von Heinz Schott. München 1998, Seite 248. – Hahnemann (1755–1843) formulierte an dieser Stelle zum ersten Mal den Grundsatz der Homöopathie, die er später mit seinem Hauptwerk „Organon der rationellen Heilkunde“ (1810) begründete, nämlich das Ähnlichkeitsprinzip: Similia similibus curentur (Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden).

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