ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/1997Budgetierung: Sparwillen ausgetrickst

SPEKTRUM: Leserbriefe

Budgetierung: Sparwillen ausgetrickst

Hofmann, Hans

Zum Problem der Arzneimittelbudgetierung
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LNSLNS Sparwillen ausgetrickstChipkartentourismus wird kaum direkt eingestanden. Die Größenordnung ist indirekt erkennbar: Die kurativen Fälle und die Arzneikosten sind bei etwa gleich gebliebenen Versicherten- und Arztzahlen um mehr als sechs Prozent gestiegen. Die Zahl der Überweisungen war rückläufig. Also hat mindestens jeder 15. Versicherte eigenwillig und klammheimlich die Freizügigkeit der Chipkarte für Doppeluntersuchungen und Doppelbehandlungen benutzt.Auch wenn wir beim einzelnen sparen, was vertretbar ist, ein Teil der Patienten holt sich, was er seiner Meinung nach noch braucht, bei einem anderen Arzt. Die Gesamtkosten steigen. Neben dem Hamsterrad "Honorar" ist ein Teufelskreis "Arznei- und Heilmittelkosten" entstanden.Die Krankenversichertenkarte muß ganz rasch so geändert werden, daß ablesbar ist, ob der Versicherte schon einmal im Quartal beim Arzt war. Ohne diese unmittelbare Kontrollmöglichkeit können wir Ärzte den Mißbrauch nicht steuern, wird unser Sparwille durch einen Teil der Patienten ausgetrickst.Dr. med. Hans Hofmann, Franz-Schubert-Straße 14, 01809 Heidenau
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