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Lexikon: HVM

PP 4, Ausgabe Februar 2005, Seite 76

Flintrop, Jens

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LNSLNS Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) verteilt die von den Krankenkassen erhaltene Gesamtvergütung an die Vertragsärzte (§ 85 Abs. 4 SGB V). Nach welchem Schlüssel dies geschieht, legt der Honorarverteilungsmaßstab (HVM) fest. Der HVM ist eine Satzungsnorm; er wird von der Ver­tre­ter­ver­samm­lung (VV) beschlossen und ist für die KV-Mitglieder verbindlich. Mit den Krankenkassen ist ein „Benehmen“ herzustellen, bevor ein neuer HVM in Kraft treten kann. Das bedeutet, dass die Krankenkassen über den Inhalt der geplanten Beschlussfassung informiert werden müssen und ihre Stellungnahmen dazu abgeben können. Abweichende Auffassungen der Krankenkassen sind jedoch nicht bindend für die VV. Bei der Honorarverteilung haben die KVen gesetzliche Vorgaben zu beachten. So muss die vertragsärztliche Gesamtvergütung getrennt für die Bereiche hausärztliche und fachärztliche Versorgung verteilt werden. Auch hat der HVM sicherzustellen, dass die Gesamtvergütung gleichmäßig auf das gesamte Jahr verteilt wird und dass eine übermäßige (mengenmäßige) Ausdehnung der Tätigkeit des Vertragsarztes verhindert wird. Insbesondere sind arztgruppenspezifische Grenzwerte festzulegen, bis zu denen die von einer Arztpraxis erbrachten Leistungen mit festen Punktwerten zu vergüten sind (Regelleistungsvolumina). Werden die Grenzwerte (Mengenkontingent) überschritten, so ist vorzusehen, dass die den Grenzwert überschreitende Leistungsmenge lediglich mit abgestaffelten Punktwerten vergütet wird. JF
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