ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/1997BDA: Seehofer soll Budgetdrohung zurücknehmen

POLITIK: Nachrichten - Aus Bund und Ländern

BDA: Seehofer soll Budgetdrohung zurücknehmen

Maus, Josef

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS KÖLN. In einem offenen Brief appelliert der Vorsitzende des Berufsverbandes der Allgemeinärzte Deutschlands (BDA), Dr. med. Klaus-Dieter Kossow, an Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Seehofer, die Bedrohung der Ärzte durch Ausgleichszahlungen für die Überschreitung des Arzneimittelbudgets zu beenden. "Die Protestaktionen der Vertragsärzte", heißt es in dem Brief, "sollten auch Sie überzeugt haben, daß die Geduld der Vertragsärzte zu Ende ist." Es sei so lange mit einer Fortführung der Demonstrationen zu rechnen, "bis das himmelschreiende Unrecht aus der Welt geschafft ist". Kossow meint damit die Kollektivhaftung für die Überschreitung der Budgets – unabhängig davon, ob der einzelne Arzt an einer "unwirtschaftlichen Arzneimittelverordnung" beteiligt war.
Die Hausärzte, so der BDA-Vorsitzende weiter, wollten weiterhin selbst darüber entscheiden, welche Arzneimittel für ihre Patienten notwendig, zweckmäßig und ausreichend seien. Kossow kritisiert in diesem Zusammenhang auch das "Notprogramm" der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Damit sollen vor dem Hintergrund drohender Budget-überschreitungen vor allem Einsparungen bei den "umstrittenen" Arzneimitteln erzielt werden. JM
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote