ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2005Neues chemisches Element - Perversium: Wissenschaftlicher Unsinn in der Wikipedia

VARIA: Post scriptum

Neues chemisches Element - Perversium: Wissenschaftlicher Unsinn in der Wikipedia

Dtsch Arztebl 2005; 102(10): [68]

Ellermann, Bernd

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Die Wikipedia ist eine freie Enzyklopädie, die im Internet in mehr als hundert Sprachen abrufbar ist. Jeder kann in dem Online-Nachschlagewerk mit seinem Wissen beitragen – seit Mai 2001 wurden rund 200 000 Artikel in deutscher Sprache verfasst. Witzbolde versuchen immer wieder im verquasten Wissenschaftsdeutsch neue Beiträge zu lancieren. Beispiele:

– Anthropologische Redundanz-Funktion: Sie beschreibt als Funktion der Zeit die kontinuierliche Progression des Wertzugewinns beziehungsweise -defizits eines Individuums für eine soziale Gemeinschaft.
– Versammlung der Generalstände: Bedeutet den Zusammenruf aller Generäle aus allen Rubriken des Militärs. Zum Beispiel wird dies getan, um in Krisenfällen aus jeder Rubrik einen Spezialisten, den „General“, um seine Einschätzung des Falles zu bitten und geeignete Maßnahmen einzusetzen.
– Pfirpfel: Kreuzung aus Pfirsich und Apfel. Eine Frucht, die vorwiegend im südlichen Europa vorkommt. Aufgrund seiner Beschaffenheit eignet sich der Pfirpfel nicht zum direkten Genuss.
– Mysz: Die Armenische Klamm (auf armenisch: Mysz) liegt rund 1 300 Meter über dem Meeresspiegel auf der nordwestlichen Seite der Kapartesen und des turkmenischen Haffs.
– Thompson-Kaktus: Kakteengewächs in Mittelamerika, hat die seltene Eigenschaft, nur alle zwei Jahre für kurze Zeit zu blühen. Während dieser Blütezeit verstreut er explosionsartig eine riesige Menge Samen. Die Eingeborenen Mittelamerikas verehren den Thompson-Kaktus deshalb als Symbol der Fruchtbarkeit nach langer Enthaltsamkeit.
– Perversium: Wurde erstmals am 9. Februar 1996 bei der Gesellschaft für Schwerionenforschung in Darmstadt durch Fusion eines Zink- und eines Blei-Atomkernes erzeugt.
– Panzerkeks: Umgangssprachlicher Name eines Nahrungsmittels, das in den Jahren 1953 bis 1955 von einem Team von Wissenschaftlern des Fraunhofer-Instituts in München, des DESY in Hamburg und des CERN in Genève (Schweiz) anlässlich der Wiederbewaffnung der BRD entwickelt wurde.
– Hamsterkraftwerk (HKW): Ein elektrisches Kraftwerk, in dem mithilfe von Hamstern oder Ratten, die in einem Laufrad laufen, elektrische Energie erzeugt wird.
Gesammelt von Bernd Ellermann
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Anzeige