ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/1997Versicherungsinventur zur Jahreswende

VARIA: Wirtschaft - Berichte

Versicherungsinventur zur Jahreswende

Combach, Rolf

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LNSLNS Wer glaubt, daß einmal abgeschlossene Versicherungen für immer und ewig ausreichen, der irrt. Und ein solcher Irrtum kann hohe Folgekosten haben.
Normalerweise werden Versicherungen abgeschlossen, die keine Befristung vorsehen. Sollte das doch einmal der Fall sein: Die Versicherung kann meist verlängert, neu abgeschlossen werden oder einfach auslaufen, wenn sie nicht mehr notwendig ist. Fast alle Versicherungen verlängern sich automatisch, meist um ein weiteres Jahr, wenn sie auf eine festgelegte Zeit geschlossen wurden. Mit immer höheren Prämien ist bei den berufsbedingten Versicherungen zu rechnen. Vor allem dann, wenn sie neu abgeschlossen werden. Die Berufshaftpflicht- und die Rechtsschutzversicherung sind jetzt zu überprüfen, ob sie in diesem Jahr ablaufen. Dann sollten neue Verträge abgeschlossen werden – mit Prämien-Nachlässen für bisherige Treue. Überprüfen Sie vorher, ob andere Versicherungs-Unternehmen preisgünstigere Tarife mit gleichen Leistungen anbieten. Aber auch dann, wenn die Vertragszeit in diesem Jahr nicht ausläuft, sollten die Verträge überprüft werden. Ihr Risiko kann sich zum Beispiel in der Berufshaftpflicht geändert haben. Eventuell zahlen Sie zu hohe Prämien, oder aber Sie gefährden den vollen Risikoschutz durch zu niedrige Prämien.
Die Lebensversicherung soll finanzielle Sicherheit im Alter bringen. Wird Sie in diesem Jahr fällig, dann herzlichen Glückwunsch! Überlegen Sie dann, ob Sie das Kapital ganz oder teilweise für eine private Rentenversicherung anlegen; dann erhalten Sie monatlich eine Rentenzahlung. Sind Sie jünger: Reicht die Lebensversicherung, oder wollen Sie aufstocken? Vielleicht auch eine dynamische Versicherung abschließen? Die meisten Versicherer lassen das zu. Ihr Einkommen hat sich erhöht? Schön für Sie. Aber wie steht es im Krankheitsfall? Wir empfehlen, die Krankentagegeldversicherung zu überprüfen, eventuell zu erhöhen. Aber bitte nicht vom ersten Tag der Krankheit an. Das ist zu teuer. Splitten Sie die Tagegeldzahlungen in drei Summen auf: Nach den ersten 14 Tagen, nach vier und dann nach sechs Wochen Krankheit. Ganz besonders zu beachten ist, daß bisher nicht gesetzlich krankenversicherte junge selbständige Ärzte nicht mehr in gesetzlichen Kassen versichert werden können.
Die Unfallversicherung hat seit kurzem neue, verbraucherfreundlichere Geschäftsbedingungen erhalten. Haben Sie bereits eine private Unfallversicherung, so können Sie wählen, ob diese auch Ihrem Vertrag zugrunde zu legen ist.
Achtung bei der Hausratversicherung. Hat sich der Wert des Hausstandes so erhöht, daß die Versicherungssumme überschritten ist, haben Sie finanzielle Nachteile im Schadensfall. Außerdem ist darauf zu achten, daß die 1984 beschlossenen neuen Versicherungsbedingungen Grundlage des Vertrages sind. Rolf Combach
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