MEDIZIN: Diskussion

Der plötzliche Säuglingstod: Säuglingstod durch mütterliches Amalgam

Dtsch Arztebl 2005; 102(11): A-764

Daunderer, Max

Ein kanadischer Rechtsmediziner veröffentliche 1989, dass er bei zwei Kindstodleichen im Atemzentrum des Stammhirns 2000 ppm Quecksilber gefunden hätte.
Keim (2) bestätigte im Jahr 2000 bei 93 Kinderleichen mit über 7 ng/g Quecksilber im Gehirn eine relative Astrogliose (Astrozytenschädigung) in der Medulla oblongata, die bei hohen Werten zum Atemstillstand führt.
Drasch (1) wies nach, dass die Quecksilber-Konzentration im Gehirn der verstorbenen Neugeborenen mit der Anzahl der Amalgamfüllungen der Mutter korreliert (Feer-Syndrom). Die Firma Degussa stellte daraufhin die Amalgamproduktion wegen möglicher Schadensersatzforderungen in Deutschland ein.
Seit 15 Jahren empfiehlt unser Giftnotruf daher, dass bei geringstem Apnoeverdacht die Säuglinge einmalig DMPS (Dimercaptopropansulfonat) schnüffeln zur Senkung der Quecksilberkonzentration in ihrem Stammhirn. Danach starb kein Kleinkind mehr. Vorher fanden wir in einigen Fällen Metallherde im kindlichen Kernspin (1).
Mütter von SIDS-verstorbenen Kleinkindern empfehlen wir sofort eine DMPS-Spritze und danach eine Amalgamsanierung unter Dreifachschutz. Danach geborene Kinder waren stets unauffällig. Bei rechtzeitig amalgamsanierten Müttern hörten wir nie mehr von einem SIDS.

Literatur
1. Daunderer M: Toxikologische Enzyklopädie. Amalgam Band 1–3, Landsberg: Ecomed 1990, Band 1–3.
2. Keim C: Die Auswirkung chronischer Prä- und postnataler Quecksilberbelastung auf die Stärke der reaktiven Astrogliose in der Medulla oblongata innerhalb der ersten 24 Lebensmonate des Menschen. Eine Untersuchung an 76 Leichen. Dissertation. FU Berlin, 2000.

Dr. med. Dr. med. habil. Max Daunderer
Giftnotruf Tox Center e.V.
Hugo-Junkers-Straße 13
82031 Grünwald

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