VARIA: Personalien

Geburtstage

Dtsch Arztebl 2005; 102(11): A-774 / B-650 / C-606

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Volrad Deneke Foto: privat
Volrad Deneke Foto: privat
Prof. Dr. rer. pol. h. c. J. F. Volrad Deneke, Ehrenpräsident des Bundesverbandes der Freien Berufe (BFB) e.V., vollendete am 8. März sein 85. Lebensjahr.
Der Jubilar hat sich als Präsident des BFB 1984 bis 1994 besondere Verdienste um die Gesamtheit der Freien Berufe erworben, für die er ein Berufsleben lang gleichermaßen in Politik, Publizistik und Wissenschaft wirkte. In bewundernswerter Konsequenz seines Generationen überspannenden Lebenswerks hatte er zum 12. März 2005 in Bad Godesberg ein Symposium initiiert und organisiert, das unter dem Thema „Berufe im Wandel der Generationen“ anhand einiger Berufsbilder und deren aktueller Entwicklung Chancen und Herausforderungen der „Enkelgeneration“ aufzeigt.
Deneke war von 1955 bis 1964 Chefredakteur der Zeitschrift „Das Geistige Kapital – Blätter für die freien Berufe“. 1956 veröffentlichte er mit „Der freie Beruf“ ein grundlegendes soziologisches Werk. Seit der 1957 erfolgten Gründung der „Stiftung zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung über Wesen und Bedeutung der freien Berufe – Ludwig Sievers-Stiftung“ war er bis 1999 deren Vorstandsmitglied; bis heute gehört er dem Kuratorium der Stiftung an. 1959/60 verfasste er das erste gesundheitspolitische Programm der FDP (deren Bundesgeschäftsführer er später war – 1969 bis 1971). In der IV. Legislaturperiode (1961 bis 1965) war Deneke Mitglied des Deutschen Bundestages.
1964 war Deneke Mitbegründer des Instituts für Freie Berufe an der Universität Erlangen-Nürnberg, 1964 bis 1976 Lehrbeauftragter für Soziologie der Freien Berufe an dieser Universität, 1981 bis 1983 Sprecher des Direktoriums des Nürnberger Instituts. In diesem Zeitabschnitt hat sich Deneke besonders intensiver Lehrtätigkeit gewidmet: für Medizinische Soziologie an der Universität Mainz, für Medizinische Publizistik an der Universität Düsseldorf; außerdem hielt er sporadisch Gastvorlesungen in Peru, Venezuela und Argentinien. Buchveröffentlichungen akzentuierten diese Aktivitäten; 1969 erschien seine „Klassifikation der Freien Berufe“, 1973 „Haben die Freien Berufe noch eine Chance?“, 1985 „Individuelle Freiheit in sozialer Sicherheit“ und „Das Berufsbild des Vermögensberaters“, 1990 „Fürsorgeeinrichtungen der Freien Berufe“, 2000 „Der Apotheker als Freier Beruf“. Das sind nur einige Titel aus dem Gesamtwerk von rund 300 wissenschaftlichen und berufsbezogenen Publikationen.
Beruflich war Deneke jahrzehntelang der Ärzteschaft verbunden, seit 1952 als mitbegründender journalistischer Leiter der Pressestelle der deutschen Ärzteschaft, ab 1955 auch als Schriftleiter des „Deutsches Ärzteblattes“, dessen Chefredakteur er von 1958 bis 1965 war. 1965 bis 1969 arbeitete Deneke als Fachpublizist freiberuflich in Bonn. Nach zweijährigem Wirken als Bundesgeschäftsführer der FDP wurde er 1971 zum Hauptgeschäftsführer des Hartmannbundes (Verband der Ärzte Deutschlands e.V.) und 1974 zum Hauptgeschäftsführer der Bundes­ärzte­kammer und des Deutschen Ärztetages berufen. Seit 1. Oktober 1984 ist Deneke wieder freiberuflich tätiger Fachpublizist.
In allen diesen Tätigkeitsbereichen hat sich Deneke unermüdlich und tatkräftig nicht nur programmatisch, sondern auch realpolitisch für die Bewahrung und Weiterentwicklung eines freiheitlich-sozialen Gesundheitswesens und weit darüber hinaus bei der Verteidigung und Erweiterung freiberuflicher Tätigkeitsfelder eingesetzt. Mit einigem Erfolg, der heute infrage gestellt wird. Ein Ehrenplatz in der Geschichte der Freien Berufe Deutschlands ist J. F. Volrad Deneke sicher.

Prof. Dr. med. Horst Bibergeil, Facharzt für Innere Medizin, von 1967 bis 1990 Direktor des Zentralinstituts für Diabetes „Gerhardt Katsch“ in Karlsburg bei Greifswald, wurde am 3. Februar 80 Jahre alt.
Bibergeil, der in Greifswald geboren wurde, wurde nach Abschluss seines Medizinstudiums in Greifswald 1951 zum Dr. med. promoviert. Danach bildete er sich zum Facharzt für Innere Medizin weiter und wechselte 1958 an die Medizinische Klinik der Universität Rostock. Hier baute er die Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechselkrankheiten auf. 1965 habilitierte er sich mit einer Arbeit über „Relationen von Endokrinologie und Gastroenterologie“. 1967 wurde er zum Leiter des Instituts für Diabetes in Karlsburg und kurze Zeit später zum Professor berufen. Schwerpunkt der Arbeit Bibergeils war die Förderung der klinischen Forschung und der interdisziplinären Zusammenarbeit. Besondere Verdienste erwarb er sich beim Aufbau der Diabetes-Betreuung in der ehemaligen DDR. EB
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