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LNSLNS Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) soll ein unabhängiges wissenschaftliches Institut sein, das den Nutzen medizinischer Leistungen untersucht. Qualität und Wirtschaftlichkeit stehen auf dem Prüfstand, schreibt das IQWiG auf seinen Internetseiten. Das Institut erforsche, was therapeutisch und diagnostisch möglich und sinnvoll sei, und informiere Ärzte und Patienten darüber.
Das IQWiG wurde am 1. Juni 2004 als private Stiftung gegründet und ist im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses von Ärzten und Krankenkassen oder des Bundesgesundheitsministeriums tätig. Zu den Institutsaufgaben gehören unter anderem die Bewertung von Operations- und Diagnoseverfahren, Arzneimitteln sowie Behandlungsleitlinien. Auf der Basis der evidenzbasierten Medizin erarbeitet das IQWiG außerdem die Grundlagen für neue Disease-Management-Programme, die strukturierten Behandlungsprogramme für chronisch Kranke.
Derzeit gliedert sich das IQWiG in sieben Ressorts. Leiter des Instituts ist Prof. Dr. med. Peter T. Sawicki. Er trat sein Amt zum 1. September 2004 an. Die ersten Mitarbeiter nahmen Anfang Oktober ihre Arbeit auf. Zum 1. November bezog das IQWiG neue Räumlichkeiten in Köln-Kalk.
Damit gibt es nun auch in Deutschland eine Institution, die – analog zum englischen NICE (National Institute for Clinical Excellence) – gezielt eine Nutzenbewertung von Arzneimitteln und medizinischen Verfahren durchführen soll. Kritiker befürchten, dass das IQWiG bei der Nutzenbewertung ökonomische Argumente überbewerten wird. JF
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