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LNSLNS Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Emil Heinz Graul, ehemaliger langjähriger Direktor der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin der Universität Marburg, feierte am 29. Dezember seinen 75. Geburtstag.
Graul begann seine wissenschaftliche Karriere als Assistent an der Kinderheilstätte "Haus Hornheide" bei Münster. 1951 habilitierte er sich für das Gebiet "Dermatologie" und "Medizinische Strahlenkunde". Im Jahr 1953 wurde er an die Universität Marburg als Abteilungsleiter für Strahlenbiologie und Isotopenforschung berufen. 1957 ist Graul zum außerplanmäßigen Professor ernannt worden. Seit 1964 hatte er dort einen Lehrstuhl für Strahlenheilkunde inne. Gleichzeitig wurde er zum Direktor des Instituts für Strahlenbiologie und Medizinische Isotopenanwendung berufen. Im Jahr 1967 ist Prof. Graul zum Leiter der Staatlichen Lehranstalt für Medizinische Assistenzberufe bestellt worden.
Prof. Dr. Dr. Emil H. Graul ist ein Pionier der Experimentellen und Klinischen Nuklearmedizin in Deutschland. 1969 gründete er in Davos (ab 1971 in Marburg) das Internationale Zentrum für Medizinische Umweltwissenschaften und Zukunftsforschung.
Mehr als 640 wissenschaftliche Arbeiten, Bücher und Fachbeiträge zu Buchveröffentlichungen sowie mehr als ein Dutzend wissenschaftlicher Monographien zeugen vom reichen Schaffen des Marburger Arztes und Wissenschaftlers. Als Gastprofessor hat Graul an verschiedenen europäischen und überseeischen Universitäten gelehrt. Für seine besonderen Verdienste um die ärztliche Fortbildung ehrte ihn die Bundes­ärzte­kammer mit der Ernst-von-Bergmann-Plakette. Auch als Chefredakteur, Herausgeber, Autor und freier Publizist von Fachzeitschriften und Magazinen hat sich Prof. Graul einen Namen gemacht. Auch dem Deutschen Ärzteblatt war Graul mehr als 35 Jahre lang besonders verbunden. Er hat den medizinisch-wissenschaftlichen Teil dieser Fachzeitschrift wesentlich geprägt und mitaufgebaut (seit 1956).


Prof. Dr. med. Dr. med. h. c. Hans-Wilhelm Buchholz, Facharzt für Chirurgie aus Hamburg, vollendete am 4. Dezember sein 85. Lebensjahr. Er hat nicht nur als langjähriger Chef der II. Chirurgischen Abteilung des Hamburger Allgemeinen Krankenhauses St. Georg Medizingeschichte geschrieben, sondern auch als Förderer und Entwickler neuer Methoden, als einer der deutschen Pioniere in der Gelenkersatzchirurgie und, nach seinem Ausscheiden aus dem öffentlichen Dienst, in einem Alter, wenn Kollegen sich zu Ruhe setzen, als Gründer der "Endo-Klinik", in deren Aufsichtsrat er bis vor kurzem den Vorsitz führte.
Buchholz wurde in Glogau geboren, studierte in Königsberg, Münster und Berlin und begann 1946 seine Tätigkeit im Hamburger Allgemeinen Krankenhaus Heidberg. 1952 wechselte er an das Hamburger Allgemeine Krankenhaus St. Georg, wo er 24 Jahre lang als Leiter der II. Chirurgischen Abteilung tätig war. Dort förderte Buchholz den Einsatz der rückenmarksnahen Leitungsanästhesie und eröffnete in diesem Krankenhaus die erste Abteilung für Anästhesiologie in Hamburg. Seit 1963 engagierte er sich für die Gelenkersatzchirurgie, entwickelte die Hüft- und Kniegelenksendoprothesen Modell St. Georg und schuf, nachdem er mit seinem Mikrobiologen Lodenkämper die Eigenschaft des Knochenzementes, Antibiotika über lange Zeit auszuscheiden, entdeckt hatte, das Konzept der einzeitigen Austauschoperation für die periprothetische Infektion, der schwerstwiegenden Komplikation nach Gelenkersatz. Durch das Zulassen und Fördern von Ideen innerhalb der Gruppe der leitenden Chirurgen der "Endo-Klinik" entstanden die sogenannten Endo-Modelle, Prothesen für den Ersatz aller großen Gelenke des Körpers und für die entsprechenden Revisionsoperationen. Sein besonderer Einsatz für die Behandlung der periprothetischen Infektion führte in diesem Krankenhaus zu einer der größten existierenden septischen Abteilungen.
Dr. med. Elmar Nieder

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