ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2005Statine: Marktanteil von Sortis sinkt

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Statine: Marktanteil von Sortis sinkt

Dtsch Arztebl 2005; 102(12): A-792 / B-668 / C-624

Hibbeler, Birgit

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Pfizer hat den Preis seines Präparates nicht auf Festbetragshöhe gesenkt. Foto: dpa
Pfizer hat den Preis seines Präparates nicht auf Festbetragshöhe gesenkt. Foto: dpa
GEK: Festbetragsregelung zeigt erste Auswirkungen.
Der Absatz des Cholesterinsenkers Sortis (Atorvastatin) ist deutlich zurückgegangen. Nach Angaben der Gmünder Ersatzkasse (GEK) ist der Marktanteil von Sortis von 40 auf fünf Prozent gesunken. Der Anteil von Simvastatin sei dagegen auf 70 Prozent gestiegen. Offenbar hätten viele Ärzte ihre Patienten auf das kostengünstigere Präparat umgestellt.
Pfizer-Sprecherin Eva Mohr wollte diese Zahlen gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt nicht bestätigen. Zwar sehe man, dass die Zuzahlung, die ein gesetzlich Krankenversicherter zu Sortis leisten müsse, eine Hürde darstelle. Nach einer eigenen Erhebung seien aber 15 bis 20 Prozent der Patienten bereit, die Zusatzkosten zu bezahlen. Bei den privaten Kran­ken­ver­siche­rungen sei der Marktanteil von Sortis auf über 50 Prozent gestiegen. „Hier sieht man eine 2-Klassen-Medizin“, erklärte Mohr.
Pfizer hatte den Preis von Sortis nicht auf die von den Krankenkassen festgesetzte Erstattungsobergrenze gesenkt. Gesetzlich Krankenversicherte müssen die Differenz zwischen Festbetrag und Apothekenabgabepreis von bis zu 200 Euro im Jahr selbst zahlen, wenn sie weiterhin Sortis einnehmen wollen. BH
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