ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2005Krebsforschung: Nicht gescheitert

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Krebsforschung: Nicht gescheitert

Dtsch Arztebl 2005; 102(12): A-820 / B-691 / C-644

Ardenne, Alexander von

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LNSLNS Vom „Scheitern“ einer Behandlungsmethode kann man erst sprechen, wenn ihre Verträglichkeit und Wirksamkeit umfassend studiert wurde. Bezüglich der systemischen Krebs-Mehrschritt-Therapie (sKMT/sCMT) kann davon zum heutigen Zeitpunkt keine Rede sein. In den seit den 90er-Jahren durchgeführten Studien zur sKMT wurden grundsätzlich Patienten im fortgeschrittenen Krebsstadium mit konventionell nicht mehr kontrollierbarer Progression behandelt. Die Krebszellzahl hatte also bereits eine Quantität erreicht, die es selbst leistungsfähigen konventionellen Behandlungsmethoden nicht mehr erlaubte, das Krebswachstum zu stoppen. In diesem Stadium fand bisher die Prüfung dieser Methode statt. Als einzig valide Aussage wurde im Rahmen einer durch die Deutsche Krebshilfe finanzierten Phase-I/II-Studie durch eine unabhängige, universitäre, onkologische Arbeitsgruppe festgestellt, dass die sKMT „does not lead to any serious or sustained organ dysfunction and can therefore be regarded as a safe therapy“, 1999. Nach Abschluss der Studie publizierte die gleiche Gruppe in angemessener Zurückhaltung „The present data merely demonstrate the feasibility of Iratherm-induced sCMT. In addition they might give some clues about the potential efficacy of the present approach“ (Int. J. Hyperthermia 20 [2004] 3, 317–333). Die Prüfung der Vision von Manfred von Ardenne, die sKMT im Frühstadium, z. B. postoperativ einzusetzen, mit dem Ziel, die Metastasierungsrate zu senken, hat noch nicht stattgefunden!
Dr. rer. nat. Alexander von Ardenne, Zeppelinstraße 7, 01324 Dresden
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