ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2005Krebsforschung: Es lag am fehlenden Geld

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Krebsforschung: Es lag am fehlenden Geld

Dtsch Arztebl 2005; 102(12): A-820 / B-691 / C-644

Neumeyer, Günter

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LNSLNS Wir haben Anfang der Achtzigerjahre in der Hamburger „Elbe-Klinik“ versucht, die Krebs-Mehrschritt-Therapie mit einer Dreiphasen-Hyperthermie-Apparatur des Chirurgen Professor Harry Le Veen (University of North Carolina, USA) zu variieren und haben dabei spektakuläre „Einschmelzungen“ großer solider Tumoren beobachtet. Manchen Lesern des Aufsatzes über von Ardenne werden die sehr deutlich formulierten Gedanken zum „medizin-akademischen Cerebral-Okklusions-Syndrom“ der universitären Leithirsche wohl getan haben. Übrigens ist die „Elbe-Klinik“ damals nicht an dem Total-Sperrfeuer der etablierten Stahl-Strahl-Chemo-Onkologen gescheitert, sondern einfach am Geldmangel. Als frei praktizierender Arzt fragt man sich gelegentlich, warum den Universitäts-Eminenzen (die ja von Steuerzahlern und Krankenkassenbeiträgen bezahlt werden!) nicht die Pflicht auferlegt wird, ihren Denkhorizont über ihr Fachgebiet hinaus zu erweitern. Aber das ist eine andere Geschichte! Immerhin, verehrte Redaktion des DÄ, Sie haben den Mut bewiesen, ein fünfzig Jahre zurückliegendes Unrecht wenigstens zu artikulieren. . .
Dr. med. Günter Neumeyer, Koppelweg 33, 21279 Hollenstedt
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