ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/1997Bekanntmachungen: Heilmittel- und Hilfsmittel-Richtlinien Anlage 3 (zu Nr. 8.2) Arztinformation zum Hilfsmittelverzeichnis

BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Kassenärztliche Bundesvereinigung

Bekanntmachungen: Heilmittel- und Hilfsmittel-Richtlinien Anlage 3 (zu Nr. 8.2) Arztinformation zum Hilfsmittelverzeichnis

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LNSLNS Die Anlage 3 zu den Richtlinien des Bundes­aus­schusses der Ärzte und Krankenkassen über die Verordnung von Heilmitteln und Hilfsmitteln in der vertragsärztlichen Versorgung (Heilmittel- und Hilfsmittel-Richtlinien) in der Fassung vom 17. Juni 1992 (BAnz. Nr. 183 b vom 29. September 1992), Anlage 3 zuletzt geändert am 12. Februar 1996 (BAnz. S. 7821), wird wie folgt geändert bzw. ergänzt:


Absauggeräte 01
Untergruppe Produktart
Atmungsorgane


Sekret-Absauggeräte, Sekret-Absauggeräte mit 01.24.01.0
netzabhängig geringer Saugleistung,
01.24.01 netzabhängig


Zur Reinigung der oberen bei leicht abzusaugendem,
und unteren Luftwege, bei dünnflüssigem BronchialsePatienten mit Tracheostoma kret
bzw. Laryngektomie, selten bei anderen Patienten, die nicht selbständig das Bron- Sekret-Absauggeräte mit 01.24.01.1
chialsekret abhusten können normaler Saugleistung,
(bei neurologischer, musku- netzabhängig
lärer oder zentraler Störung).
bei schwer abzusaugendem,
zähem Bronchialsekret

Sekret-Absauggeräte, Sekret-Absauggeräte mit 01.24.02.0 netzunabhängig geringer Saugleistung,
01.24.02 netzunabhängig


Für Patienten, die mobil sind bei leicht abzusaugendem,
und sich häufig absaugen dünnflüssigem Bronchialsemüssen. kret

Sekret-Absauggeräte mit 01.24.02.1
normaler Saugleistung,
netzunabhängig


bei schwer abzusaugendem,
zähem Bronchialsekret Sekret-Absauggeräte mit Sekret-Absauggeräte mit 01.24.03.0
Inhalator, netzabhängig Inhalator und geringer Saug01.24.03 leistung, netzabhängig


Kombinationsgeräte. bei leicht abzusaugendem,
Sauger und Inhalator arbeiten dünnflüssigem Bronchialseunabhängig voneinander. kret und erforderlicher Inha lationstherapie


Z. B. bei tracheotomierten Sekret-Absauggeräte mit 01.24.03.1
Patienten, wenn die Indikati- Inhalator und normaler Saug- on zur Inhalationstherapie leistung, netzabhängig
besteht. Die Verordnung bei schwer abzusaugendem,
erfordert eine ärztliche zähem Bronchialsekret und
Begründung. erforderlicher Inhalationsthe rapie

Sekret-Absauggeräte mit Sekret-Absauggeräte mit 01.24.04.0
Inhalator, netzunabhängig Inhalator und geringer Saug01.24.04 leistung, netzunabhängig


Für Patienten, die mobil sind bei leicht abzusaugendem,
und sich häufig absaugen dünnflüssigem Bronchialsemüssen und auch häufig, kret und erforderlicher Inhaunabhängig vom Aufent- lationstherapie
haltsort, inhalieren müssen. Die Verordnung erfordert eine ärztliche Begründung. Sekret-Absauggeräte mit 01.24.04.1
Inhalator und normaler Saug leistung, netzunabhängig


bei schwer abzusaugendem,
zähem Bronchialsekret und erforderlicher Inhalations therapie


Untergruppe Produktart
Brust


Milchpumpen Milchpumpen, manuell 01.35.01.0
01.35.01 betrieben


Bei Stillproblemen der für gelegentlichen Einsatz
Mutter (Brustwarzenveränderungen, die ein Stillen unmöglich machen, Milchpumpen, elektrisch 01.35.01.1
Entzündungen, Blutungen, betrieben
vermehrte oder nicht ausreichende Milchbildung) und bei ausgeprägten Stillbei Stillproblemen von seiten schwierigkeiten des Kindes (Trinkschwäche, Fehlbildungen)

Ohne speziellen Anwendungsort/Zusätze


Zubehör Absaugkatheter 01.99.01.0
01.99.01


Absaugrohre für Laryngek- 01.99.01.1
tomierte


für Laryngektomierte mit
Shunt-Ventil

Absaugsets für elektrische 01.99.01.2
Milchpumpen

Sonstiges Zubehör 01.99.01.3

Zusätze: Querverweise:


Inhalationsgeräte ohne Absaugteil: siehe auch PG 14 "Inhalations- und Atemtherapiegeräte"

Bestrahlungsgeräte 06
Zur Applikation von Energie (Gamma- und Röntgenstrahlung, ultraviolette, sichtbare und infrarote Strahlung, Mikro- und Radiowellen) in den menschlichen Körper. Aufgrund des Gefährdungspotentials für Patienten, Anwender und Umwelt dürfen die meisten Bestrahlungsarten nur von speziell weitergebildeten Ärzten durchgeführt werden und sind für die häusliche Anwendung durch den Patienten nicht geeignet. Ganzkörper- oder flächenhaft wirkende Teilkörperbestrahlungsgeräte (UV-Therapie) sind wegen des Gefährdungspotentials (u. a. Krebsrisiko) nicht für den häuslichen Einsatz geeignet und daher nicht verordnungsfähig. Applikationshilfen für Wärme (Infrarottherapie) sind laut Rechtsverordnung (§ 34 SGB V) von der Hilfsmittelversorgung ausgeschlossen.
Der therapeutische Nutzen der Lichttherapie mit visuellem Licht in der häuslichen Anwendung (z. B. zur Behandlung der saisonal abhängigen Depression) ist nicht belegt; sie ist daher nicht verordnungsfähig.
Untergruppe Produktart
Haut


UV-Teilkörperbestrahlungs- Psoriasiskämme 06.30.01.0
geräte, Spezialausführungen
06.30.01 Nagel- oder Kopfhautpsoria sis, Akne, kleine therapieDie Verordnung verlangt resistente Herde nach Ganzeine qualifizierte ärztliche körperbestrahlung bei PsoriaAufsicht. sis und Neurodermitis

Punktbestrahlungsgeräte 06.30.01.1


Nagel- oder Kopfhautpsoria sis, Akne, kleine therapie resistente Herde nach GanzUntergruppe Produktart
körperbestrahlung bei Psoria sis und Neurodermitis
Zusätze: Querverweise:


Geräte zur Magnetfeldtherapie: siehe PG 09 "Elektrostimulationsgeräte"

Hilfsmittel bei Tracheostoma 12
Bei der Diagnose ist die Unterscheidung von Tracheostomata mit erhaltenem Kehlkopf und Tracheostomata mit Kehlkopfverlust anzugeben. Mindestausstattung: zwei Trachealkanülen.
Untergruppe Produktart
Atmungsorgane


Trachealkanülen ohne Trachealkanülen 12.24.01.0
Innenkanülen ohne Innenkanülen
12.24.01 aus Silikon


Wiederversorgung meist Tracheotomie, Tracheotomie
nach einem halben Jahr mit Laryngektomie, Tracheoerforderlich. tomie zur Dauerbeatmung
Für Patienten mit
erhaltenem Kehlkopf
bzw. Shunt-Ventil stehen Trachealkanülen ohne Innen- 12.24.01.1
gesiebte Kanülen zur kanülen aus sonstigen KunstVerfügung, die ein Sprechen stoffen
ermöglichen.
Tracheotomie, Tracheotomie mit Laryngektomie, Tracheo tomie zur Dauerbeatmung

Trachealkanülen mit Innen- Trachealkanülen 12.24.02.0
kanülen mit Innenkanülen
12.24.02 aus Silber


Silberkanülen und Teflon- Tracheotomie, Tracheotomie
kanülen sind dünnwandig mit Laryngektomie, Tracheound haben dadurch einen tomie zur Dauerbeatmung.
geringeren Atemwegs- Silberkanülen haben bei halbwiderstand, Kunststoff- jähriger Wiederaufbereitung
kanülen sind flexibel und (Reinigung) eine mehrjährige
passen sich der Anato- Haltbarkeit.
mie und der Luftröhre in
gewissem Umfang an.
Teflonkanülen sind aber Trachealkanülen 12.24.02.1
relativ starr und mit Innenkanülen
pflegeleicht. aus Teflon


Tracheotomie, Tracheotomie
mit Laryngektomie, Tracheo tomie zur Dauerbeatmung.
Teflonkanülen sind robust,
mehrere Jahre haltbar, eine
Aufarbeitung ist in der Regel
nicht erforderlich.

Trachealkanülen mit 12.24.02.2
Innenkanülen aus
sonstigen Kunststoffen


Tracheotomie, Tracheotomie
mit Laryngektomie, Tracheo tomie zur Dauerbeatmung.
Erneuerung je nach Bean spruchung durchschnittlich
nach einem halben Jahr.

Trachealkanülen mit Trachealkanülen mit 12.24.03.0
Sprechventil Sprechventil aus Silber
12.24.03
Untergruppe Produktart
Bei erhaltenem Kehlkopf. Tracheotomie mit zumindest
Sprechventilkanülen sind teilweise erhaltenem Kehlgesiebt bzw. gefenstert. kopf

Trachealkanülen mit Sprech- 12.24.03.1
ventil aus sonstigen Kunst stoffen


Tracheotomie mit zumindest
teilweise erhaltenem Kehlkopf. Erneuerung je nach Bean spruchung durchschnittlich
nach einem halben Jahr.

Trachealkanülen zur Be- Trachealkanülen zur Be- 12.24.04.0
atmung, ohne Manschette atmung ohne Innenkanüle,
(Cuff) ohne Manschette
12.24.04
Künstliche Beatmung bei
Tracheotomie

Trachealkanülen zur Be- 12.24.04.1
atmung mit Innenkanüle,
ohne Manschette


Künstliche Beatmung bei
Tracheotomie


Trachealkanülen zur Be- Trachealkanülen zur Be- 12.24.05.0
atmung, mit Manschette atmung ohne Innenkanüle,
(Cuff) mit Manschette
12.24.05


Künstliche Beatmung bei
Tracheotomie und als Aspira- Trachealkanülen zur Be- 12.24.05.1
tionsschutz und wenn Beat- atmung mit Innenkanüle,
mung mit cuffloser Tracheal- mit Manschette
kanüle nicht möglich ist.

Innenkanülen Innenkanülen aus Silber 12.24.06.0
12.24.06


Tracheotomie, Tracheotomie Innenkanülen aus Teflon 12.24.06.1
mit Laryngektomie, Tracheotomie zur Dauerbeatmung. Innenkanülen aus sonstigen 12.24.06.2
Bei Sprechventilkanülen- Kunststoffen trägern mit erhöhtem Sauerstoffbedarf kann die gefensterte Innenkanüle gegen
eine ungefensterte ausgetauscht werden.

Schutzzubehör für Tracheo- Lätzchen 12.24.07.0
stoma
12.24.07 Tücher 12.24.07.1


Zum Schutz vor Staub- und Rollis 12.24.07.2
Schmutzpartikeln, Insekten und Fremdkörpern. Die Schals 12.24.07.3
Grundausstattung mit Schutzartikeln (z. B. Lätzchen, Partikelfilter 12.24.07.4
Tücher, Rollis) umfaßt
mindestens 6 Stück. Duschschutz 12.24.07.5
Indikation: Tracheotomie, Tracheotomie mit Laryng- Wärme-Feuchtigkeits-Aus- 12.24.07.6
ektomie, Tracheotomie zur tauscher (Künstliche Nasen)
Dauerbeatmung
Wasserschutz 12.24.07.7


bestehend aus Trachealka nüle, Atemschlauch und
Mundstück bzw. einem Schnor chel. Individuelle Anpassung
und Einweisung durch einen
Schwimmbeauftragten des
Untergruppe Produktart
Berufsverbandes der Kehlkopf losen e.V. ist erforderlich.


Luftbefeuchter für Tracheo- Elektrische Atemluftbe- 12.24.08.0
tomierte (Laryngektomierte) feuchter für Tracheoto12.24.08 mierte (Laryngektomierte)


Ausschließlich Raumluftbe- Bei Tracheostoma mit chrofeuchter. Tracheal-Handinha- nischer Austrocknung der
latoren (Sprühfläschchen), Tracheal- und Bronchialmit denen Wasser zur Be- schleimhaut, die mit herfeuchtung des Tracheosto- kömmlichen Mitteln (Inhalamas appliziert wird, sind tionen) nicht zu behandeln
keine Leistung der gesetzli- ist. Ärztliche Begründung ist
chen Kran­ken­ver­siche­rung. erforderlich.


Ohne speziellen Anwendungsort/Zusätze


Abrechnungspositionen Abrechnungspositionen 12.99.99.0
12.99.99 für Zubehör


Abstandshalter, Kanülentra gebänder, Konnektoren,
Adapter, Riechschläuche,
Sprechventile, Verschluß kappen, Borkenpinzetten,
Reinigungsbürsten und Sprit zen

Abrechnungspositionen 12.99.99.1
für Verbrauchsmaterialien


Billroth-Batist-Lätzchen, Tra cheokompressen, Tracheo stoma-Öl und Silikonspray

Abrechnungspositionen 12.99.99.2
für Zuschläge


Siebung, Fensterung, Kür zung und Wiederaufarbei tung von Trachealkanülen

Zusätze: Querverweise:


Absauggeräte, -katheter und -rohre: siehe PG 01 "Absauggeräte"


Inhalationsgeräte: siehe PG 14 "Inhalations- und Atemtherapiegeräte"


Shunt-Ventile, Sprachverstärker und Stimmerzeuger: siehe PG 27 "Sprechhilfen"

Krankenpflegeartikel 19
Zu den Krankenpflegeartikeln gehören behindertengerechte Betten, behindertengerechtes Bettenzubehör, Stechbecken, Bettschutzeinlage und Einmalhandschuhe. Betten sind Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens, auch dann, wenn durch besondere Vorrichtungen (motorbetriebene Einstellung des Einlegerahmens) der Liegekomfort erleichtert und verbessert wird.
Die Leistungspflicht der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung zur Versorgung mit einem behindertengerechten Bett kommt dann in Betracht, wenn handelsübliche Betten nicht genutzt werden können und auch die Ausstattung mit behindertengerechtem Zubehör nicht ausreichend ist. Das behindertengerechte Bett ermöglicht einen Ausgleich oder eine wesentliche Kompensation der Behinderung bzw. unterstützt und ergänzt die ärztliche Behandlung.
Betten oder andere Hilfsmittel, die bei Pflegebedürftigkeit zur Erleichterung der Pflege dienen, können formlos nach § 40 SGB XI bei der Pflegekasse beantragt werden. Dies gilt auch für Hilfsmittel, die der Linderung der Beschwerden des Pflegebedürftigen dienen oder ihm eine selbständige Lebensführung ermöglichen.
Untergruppe Produktart
Häuslicher Bereich


Behindertengerechte Betten Betten, manuell höhenver- 19.40.01.0
19.40.01 stellbar mit manuell verstell barer Liegefläche
können durch verstellbare Höhe und Liegefläche und durch Zusatzausstattungen der Betten, manuell höhenver- 19.40.01.1
Behinderung angepaßt werden, stellbar mit motorisch verstellso daß ein wesentlicher Aus- barer Liegefläche
gleich der Behinderung resultiert bzw. die Therapie geför- bei Ohnhändigkeit zum regeldert wird bei nicht mehr mäßigen Positionswechsel
spontan mobilen Patienten: von Oberkörper und Beinen


– bei langfristig oder dauerhaft bestehenden komple- Betten, motorisch höhenver- 19.40.01.2
xen Einschränkungen der stellbar mit manuell verstellWillkürmotorik durch barer Liegefläche
Lähmungen oder Erkrankungen der Muskulatur häufige Höhenanpassung,
z. B. zum Umsetzen vom
– bei konsumierenden Erkran- Bett in den Rollstuhl bei
kungen mit hochgradiger Querschnittslähmung
Reduzierung des Allgemeinzustandes (Tumorleiden, chronische Infektionskrank- Betten, motorisch höhenver- 19.40.01.3
heiten) stellbar mit motorisch ver stellbarer Liegefläche
– bei cerebralen Erkrankungen
häufige Positionslagewech sel und Höhenanpassung,
z. B. bei Querschnittsläh mungen, Tetraplegie, Mus keldystrophie

Stehbetten 19.40.01.4


regelmäßiges Stehtraining
bei Bettlägerigkeit zum Kreis lauftraining, zur Osteoporo se- und Thromboseprophy laxe

Seitlagerungsbetten 19.40.01.5


bei dauerhafter Bettlägerig keit zum Positionswechsel
und zur Dekubitusverhinde rung bzw. Weiter-/Nachbe handlung bei Dekubitus

Kinder-/Kleinwüchsigenbetten 19.40.01.6


höhenverstellbar und mit ver stellbarer Liegefläche,
bei nicht mobilen, bettlägeri gen Patienten, die aus medi zinischen Gründen (z. B.
Krampfleiden) nicht im handels üblichen Bett liegen können.


Behindertengerechtes Bettverlängerungen 19.40.02.0
Bettenzubehör
19.40.02
Bettverkürzer 19.40.02.1


zur Lagerungsverbesserung
und Spitzfußprophylaxe


Bettgalgen 19.40.02.2


zur eigenständigen Mobili sierung im und aus dem Bett

Aufrichthilfen 19.40.02.3
Untergruppe Produktart
Seitengitter 19.40.02.4


bei Unruhezuständen,
Krampfleiden

Fixierbandagen/Fixierhilfen 19.40.02.5


bei Unruhezuständen mit
Eigen-/Fremdgefährdung

Sonderausstattungen für 19.40.02.6
behindertengerechte Betten


für individuell gefertigte Hilfs mittel zur Anpassung an unge wöhnliche Funktionsstörungen, ärztliche Begründung erforderlich

Bettzurichtungen Einlegerahmen, verstellbar 19.40.03.0
19.40.03 mit Bettheber


motorisch verstellbar,
für Patienten, bei denen die
Indikation für ein behinde rungsgerechtes Bett vorliegt,
die jedoch ihr eigenes Bett
mit dem Einlegerahmen weiter benutzen können.

Rückenstützen, manuell 19.40.03.1
verstellbar

zur eigenständigen Mobili sierung bei mangelnder Aufrichtfähigkeit, z. B. bei Orthopnoe bei kardialer oder respiratorischer In suffizienz

Rückenstützen, motorisch 19.40.03.2
verstellbar


zur eigenständigen Mobili sierung bei mangelnder Aufrichtfähigkeit, z. B. bei Orthopnoe bei kardialer oder respiratorischer In suffizienz

Stechbecken (Bettpfannen) Stechbecken 19.40.04.0 19.40.04

Bettschutzeinlagen Saugende Bettschutzein- 19.40.05.0
(Krankenunterlagen) lagen, wiederverwendbar,
19.40.05 0,4 3 0,6 m


für immobile, bettlägerige Saugende Bettschutzein- 19.40.05.1
Patienten mit Risiko eines lagen, wiederverwendbar,
Dekubitus, vorgeschädigter 0,6 3 0,6 m
Haut, nässenden Wunden
oder Inkontinenz, wenn Saugende Bettschutzein- 19.40.05.2
durch normale Bettwäsche, lagen, wiederverwendbar,
Unterziehwäsche und 0,6 3 0,9 m
Inkontinenzhilfsmittel kein
ausreichender Haut-/Gewebe- Saugende Bettschutzein- 19.40.05.3
schutz gewährleistet ist lagen, Einmalgebrauch,
0,4 3 0,6 m

Saugende Bettschutzein- 19.40.05.4
lagen, Einmalgebrauch,
0,6 3 0,6 m


Saugende Bettschutzein- 19.40.05.5
lagen, Einmalgebrauch,
0,6 3 0,9 m
Untergruppe Produktart
Ohne speziellen Anwendungsort/Zusätze


Einmalhandschuhe Einmalhandschuhe, unsteril 19.99.01.0
19.99.01
zur Darmentleerung (digitale
Ausräumung) bei Darmläh mung

Einmalhandschuhe, steril 19.99.01.1


zur regelmäßigen Katheteri sierung


Zusätze: Querverweise:
Eß- und Trinkhilfen: siehe PG 02 "Adaptionshilfen"
Hilfen zur Körperhygiene: siehe PG 04 "Badehilfen"
Spezial-Matratzen bei Dekubitus: siehe PG 11 "Hilfsmittel gegen Dekubitus"
siehe auch: PG 20 "Lagerungshilfen"
Aufricht-/Umlagerungshilfen und Krankenpflegelifter: siehe PG 22 "Mobilitätshilfen"
siehe auch: PG 33 "Toilettenhilfen"
Andere Hilfen zum Stehen: siehe PG 28 "Stehhilfen", hier Schrägliegebretter


Meßgeräte für Körperzustände/
-funktionen 21
Mit diesen Geräten sollen Patienten gemäß ärztlicher Vereinbarung frühzeitig Therapiemaßnahmen (meist Dosierung von Medikamenten) ergreifen können. Die Leistungspflicht der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung besteht nur, wenn die dauernde Selbstüberwachung und sofortige Anpassung der Therapie zwingend erforderlich sind. Der Patient muß sich zur Selbstüberwachung eignen, ein Patiententagebuch führen und die Ergebnisse protokollieren.
Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens (z. B. Fieberthermometer, Haushalts- oder Diätwaagen) sind nicht verordnungsfähig.
Untergruppe Produktart
Atmungsorgane


Spirometer Peak-Flow-Meter 21.24.01.0
21.24.01 Asthma bronchiale, obstruk tive Bronchitis mit rasch
wechselnder Symptomatik


Überwachungsgeräte für Atemfrequenzmonitore 21.24.02.0
Säuglinge/SIDS-Monitore
21.24.02 Herzfrequenzmonitore 21.24.02.1


Indikation:
unspezifisch erhöhtes Risiko Kombinierte Atem- und 21.24.02.2
für den plötzlichen Kindstod Herzfrequenzmonitore
(SIDS, sudden infant death ohne integrierten Speicher
syndrome):


– Zustand nach lebensbedroh- Speichereinheit für kombi- 21.24.02.3
lichem Ereignis ohne nierte Atem- und HerzfreUrsache quenzmonitore
– plötzlicher Kindstod von Geschwistern Wenn Speicherung zur wei– extreme Frühgeburt teren Abklärung und der
– Säuglinge drogenabhängiger weiteren Therapie mediziMütter nisch unabdingbar ist.
Untergruppe Produktart
spezifisch erhöhtes Risiko für Kombinierte Atem- und 21.24.02.4
den plötzlichen Kindstod: Herzfrequenzmonitore mit
– bronchopulmonale integriertem Speicher
Dysplasie
– symptomatische Apnoe Wenn Speicherung zur – Bradykardien weiteren Abklärung – Atemregulationsstörungen und Therapie medizinisch unabdingbar ist. Eltern müssen für die häus-
liche Überwachung und Konsequenzen sorgfältig vorbereitet werden und sollten
die Technik der Säuglingsreanimation beherrschen.

Peripherer Kreislauf


Blutdruck-Meßgeräte Manuelle Blutdruck-Meß- 21.28.01.0
21.28.01 geräte


Indikation:
– Hypertonie/labile Hyperto- Halbautomatische Blut- 21.28.01.1
nie mit notwendiger eng- druck-Meßgeräte
maschiger Kontrolle und selbständiger Medikamen- Wenn der Einsatz eines matenanpassung nuellen Gerätes nicht mög– Zustand nach Herz-, lich ist. Ärztliche Begründung
Lungen- und Nierentrans- erforderlich.
plantation
– schwangerschaftsinduzierte Hypertonie Vollautomatische Blut- 21.28.01.2
druck-Meßgeräte


Wenn auch halbautomati sche Geräte nicht bedienbar
sind. Ärztliche Begründung
erforderlich, insbesondere
für ein Gerät mit Sprachaus gabe.

Nerven


Überwachungsgeräte für Geräte mit Bettsensor 21.31.01.0
Epilepsiekranke
21.31.01 Grand-mal-Anfälle, um die
Wirksamkeit einer medika mentösen Therapie während
der Nacht zu überprüfen und
anzupassen. Ärztliche Ver ordnung erforderlich.

Blut/Blutbildende Organe


Blutgerinnungs-Meßgeräte Halbautomatische Quick- 21.34.01.0
(Quickwert) wert-Meßgeräte
21.34.01


Bei unabsehbar langer/lebens- Vollautomatische Quick- 21.34.01.1
langer Antikoagulation mit wert-Meßgeräte
gerinnungshemmenden Medikamenten, die den Quickwert verändern. Schulung des Patienten zur BlutgerinnungsSelbstkontrolle ist notwendig.

Blutzucker-Meßgeräte Reflexionsphotometrische 21.34.02.0
21.34.02 Blutzucker-Meßgeräte


Bei insulinbehandelten, geschulten Patienten, wenn die Elektrochemische Blut- 21.34.02.1
visuelle Auswertung eines zucker-Meßgeräte
BZ-Teststreifens wegen Farbsehschwäche bzw. Farben- Bei Verordnung eines Geräblindheit oder anderer Sehbe- tes mit Sprachausgabe zuhinderung nicht möglich ist. sätzliche Begründung erforÄrztliche Begründung derlich.
erforderlich. Untergruppe Produktart
Ohne speziellen Anwendungsort/Zusätze


Personenwaagen Personenstandwaagen 21.99.01.0
21.99.01


Bei Heimdialyse. Personensitzwaagen 21.99.01.1
Waage mit Sprachausgabe erfordert eine ärztliche Wenn der Patient zur GeBegründung. wichtskontrolle nicht frei ste hen kann.


Mobilitätshilfen 22
Mobilitätshilfen sind Hilfsmittel, die Kranken und Behinderten den Positionswechsel (Aufrichten, Fortbewegung) ohne Inanspruchnahme einer Hilfsperson bzw. mit deutlicher Minderung des Unterstützungsaufwandes einer Hilfsperson ermöglichen. Aufrichtstühle/-sessel, mit dem Baukörper fest installierte Wand- und Deckenlifter sowie festinstallierte Treppenlifter und mit dem Baukörper festverbundene Rampen und Hebebühnen und Elektromobile sind nicht verordnungsfähig.
Zwei-/Dreiräder für Jugendliche und Erwachsene und Fahrräder mit Fremdantrieb (z. B. Tandems, Rikschas) sind nicht verordnungsfähig.
Untergruppe Produktart
Ganzkörper


Umsetz- und Hebehilfen Drehscheiben 22.29.01.0
22.29.01


Bewegungs- und Funktions einschränkungen der un teren Extremität und des Beckens, die eigenständige
Drehung unmöglich machen
oder weitgehend erschweren.

Positionswechselhilfen 22.29.01.1


Bewegungs- und Funktions einschränkungen der unte ren Extremität bei erhaltener
Rumpfhaltung, z. B. tiefes
Querschnittssyndrom und
Lähmungen der unteren Ex tremität unterschiedlicher Ur sache.

Umlager-/Wendehilfen 22.29.01.2


Bettlägerigkeit, die häufiges
Umlagern aus medizinischen
Gründen erforderlich macht
(z. B. Dekubitus, Inkontinenz, Apoplex)

Rutschbretter 22.29.01.3


Bewegungs- und Funktions einschränkungen der unte ren Extremität bei Gebrauchs fähigkeit der oberen Extremi tät, so daß eigenständiger Positionswechsel möglich ist.

Patientenhebekissen 22.29.01.4


Bettlägerigkeit, die häufiges
Umlagern aus medizinischen
Gründen erforderlich macht
(z. B. Dekubitus, Inkontinenz,
Apoplex)
Untergruppe Produktart
Umsetz-/Aufrichthilfen, 22.29.01.5
stationär


Griffleitern, die dem Patien ten ein selbständiges Hoch ziehen ermöglichen bei Ge brauchsminderung/-aufhe bung der unteren Extremität.

Umsetz-/Aufrichthilfen, 22.29.01.6
beweglich


Griffleitern (an einem Schie nen- oder Tragrohrsystem
befestigt), die dem Patienten
ein selbständiges Hochzie hen ermöglichen bei Ge brauchsminderung/-aufhe bung der unteren Extremität.

Aufstehhilfen/-vorrichtungen Katapultsitze 22.29.02.0
für Sessel/Stühle
22.29.02


Bei erheblicher Funktions- Aufstehgestelle 22.29.02.1
beeinträchtigung der unteren Extremität bei Reststeh- Ausreichende Gebrauchsund Gehfähigkeit, jedoch fähigkeit der oberen ExtreUnfähigkeit, alleine auf- mität erforderlich.
stehen zu können.

Häuslicher Bereich


Lifter, fahrbar zur Fremd- Lifter, fahrbar 22.40.01.0
bedienung
22.40.01 Bei Mobilitätsaufhebung/
-einschränkung der oberen
(Vierrädriges Fahrgestell und unteren Extremität mit Hubarm) (z. B. Tetraplegie, andere Funktionsstörungen der oberen und unteren Extremität und mangelnde Rumpf kontrolle)

Lifter zur Fremdbedienung, Wandlifter 22.40.02.0
wandmontiert
22.40.02 Bei Mobilitätsaufhebung/
-einschränkung der oberen
Wandlifter sind mobile und unteren Extremität
Systeme. Die Halterung (z. B. Tetraplegie, andere für den Hubarm kann Funktionsstörungen der in mehreren Räumen oberen und unteren Extremität der Wohnung montiert und mangelnde Rumpfwerden, der Hubarm kontrolle)
wird entsprechend ge-
wechselt.

Deckenlifter, freistehend Deckenlifter, freistehend 22.40.03.0
mit Bodenständer mit Bodenständer
22.40.03


Die Nutzung dieses Decken- Bei Mobilitätsaufhebung/
liftsystems muß dem -einschränkung der oberen
Patienten eigenständig und unteren Extremität möglich sein. (z. B. Tetraplegie, andere
Wichtig ist die Prüfung der Funktionsstörungen der räumlichen Gegebenheiten. oberen und unteren Extremität und mangelnde Rumpf kontrolle)

Zubehör für Lifter Zubehör für Lifter 22.40.04.0
22.40.04 Behindertenspezifische An passung des Lifters muß
ärztlich begründet werden.
Untergruppe Produktart
Innenraum und Außenbereich/Straßenverkehr


Rampensysteme/Hebe- Mobile Rampen zum Be- 22.50.01.0
bühnen fahren mit Rollstühlen
22.50.01


Transportable Rampensysteme. Mobile Hebebühnen für 22.50.01.1
Bei auf Rollstühle angewiese- Rollstühle nen Patienten, denen eine
Überwindung von Höhenunterschieden ohne Fremdhilfe ermöglicht wird.


Straßenverkehr


Zweiräder für Kinder Zweiräder mit Teleskop- 22.51.01.0
22.51.01 stützrädern


Bei behinderten Kindern zur Bei Kindern mit neuromusUnterstützung kranken- kulären Erkrankungen (z. B.
gymnastischer Behandlung Cerebralparese, Muskeldyssowie Förderung der Stütz- trophie), die normale Kinderund Gleichgewichtsreak- fahrräder nicht benutzen
tionen und der Bewegungs- können.
koordination und zur
selbständigen Fortbewegung.
Dreiräder für Kinder Dreiräder mit Fußpedal- 22.51.02.0
22.51.02 antrieb


Bei behinderten Kindern zur Bei Kindern mit neuromusUnterstützung kranken- kulären Erkrankungen (z. B.
gymnastischer Behandlung Cerebralparese, Muskeldyssowie Förderung der Stütz- trophie), die normale Kinderund Gleichgewichtsreak- fahrräder nicht benutzen
tionen und der Bewegungs- können.
koordination und zur
selbständigen Fortbewegung.
Dreiräder mit Handkurbel- 22.51.02.1
antrieb


Bei Kindern mit neuromus kulären Erkrankungen (z. B.
Cerebralparese, Muskel dystrophie), die normale Kinder fahrräder nicht benutzen kön nen und ein Antrieb über die
Beine nicht möglich ist.

Dreiräder mit Fußpedal- 22.51.02.2
Vorderradantrieb


Bei Kindern mit neuromus kulären Erkrankungen (z. B.
Cerebralparese, Muskeldystro phie), die normale Kinderfahr räder nicht benutzen können.

Zubehör für Zwei-/Dreiräder Zubehör für Zwei-/Drei- 22.51.03.0
für Kinder räder für Kinder
22.51.03


Zur behinderungsgerechten (Sattel, Rückenlehne, FußAnpassung von halterungen, Spezialpedale, Zwei- oder Dreirädern. Fußhalter mit Beinführung, Speziallenker, Auflageschalen für die Unterarme, spezielle Lenkergriffe, Hüftstützpelotten)

Behindertengerechtes Zu- 22.51.03.1
behör für handelsübliche
Fahrräder


Teleskopstützräder für handelsübliche Zweiräder
Untergruppe Produktart
Zusätze: Querverweise:


Treppenraupen/Treppensteiger: siehe PG 18 "Krankenfahrzeuge"


Rollstühle mit Fahrradantrieb: siehe PG 18 "Krankenfahrzeuge"
Stationäre Liftersysteme/Badewannenlifter: siehe PG 04 "Badehilfen"
Aufrichthilfen im Bett: siehe PG 19 "Krankenpflegeartikel"


siehe auch PG 10 "Gehhilfen"


siehe auch PG 32 "Therapeutische Bewegungsgeräte"


Sitzhilfen 26
Sitzhilfen sind indiziert bei ausgeprägten Bewegungsstörungen oder Lähmungen. Sie dienen der Kompensation ausgeprägter Sitzfehlhaltungen und/oder Sitzhaltungsinstabilitäten und sollen ein dauerhaftes, beschwerdefreies Sitzen in physiologischer Haltung ermöglichen. Sitzhilfen können auch Grundlage weiterer Behandlungs- und Rehabilitationsmaßnahmen sein.
Untergruppe Produktart
Leib/Rumpf


Sitzschalen, konfektioniert Sitzschalenmodule, 26.11.01.0
26.11.01 starr


in der Regelversorgung Lähmung/erhebliche Kraftausreichend minderung der Rumpfhalte muskulatur, z. B. bei infanBei Störungen der Rumpf- tiler Cerebralparese, Myelohaltung, wenn aufrechtes dysplasie, Muskeldystrophie,
Sitzen nicht möglich ist oder skoliotischen Wirbelsäulendezu Fehlhaltung, Deformie- formierungen.
rung und Schmerzen führt.
Zur Lenkung des Körperwachstums bei Kindern und
Jugendlichen.

Sitzschalenmodule mit 26.11.01.1
Rückenverstellung


wenn starres System nicht
ausreicht und Rückenver stellung zur Anpassung der
Sitzposition erforderlich ist.

Sitzschalen unter Verwen- Sitzschalen unter Verwen- 26.11.02.0
dung von Rohlingen zur dung von Rohlingen zur indiindividuellen Anpassung viduellen Anpassung
26.11.02


Rohlinge werden z. B. durch wenn der therapeutische
Polster an die individuellen Effekt mit konfektionierten
Erfordernisse und Bedürf- Sitzschalen (starre oder
nisse angepaßt. rückenverstellbare Systeme)
nicht erreicht werden kann.

Sitzschalen, individuell Sitzschalen, individuell 26.11.03.0
angefertigt angefertigt
26.11.03


Verordnung nur dann, wenn wenn der therapeutische
alle anderen Möglichkeiten Effekt mit konfektionierten
einer Sitzschalenversorgung oder individuell angepaßten
nicht ausreichend sind. Systemen nicht erreicht wird.
Medizinische Begründung
ist erforderlich, auch bei
Folgeverordnung.
Untergruppe Produktart
Kinder-Sitzsysteme, Kinder-Sitzsysteme, modular 26.11.04.0
modular, für Fahrgestelle (Sitz-Rücken-Seitenteile), (Sitzorthesen) für Fahrgestelle
26.11.04


bei Störungen der Rumpf- bei Lähmung/erheblicher
haltung, so daß aufrechtes Kraftminderung der RumpfSitzen ohne umfassende haltemuskulatur, z. B. Unterstützung nicht möglich bei infantiler Cerebralparese, ist oder zu Fehlhaltung, Myelodysplasie, MuskelDeformierung und Schmer- dystrophie, skoliotischen Wirzen führt. Zur Lenkung belsäulendeformierungen.
des Körperwachstums bei Kindern.

Therapiestühle/-sitzhilfen Therapiestühle/-sitzhilfen 26.11.05.0
für Kinder für Kinder
26.11.05


bei Störungen der Rumpf- bei infantiler Cerebralparese,
haltung, so daß freies auf- Myelodysplasie, Muskeldysrechtes Sitzen ohne spezielle trophie; wenn längeres Sitzen Stützung und Fixierung nicht im Stuhl möglich ist und
möglich ist oder zu Fehl- Verordnung einer Sitzschale
haltung, Deformierung und dadurch entbehrlich ist.
Schmerzen führt.

Autokindersitze Autokindersitze 26.11.06.0
für Behinderte für Behinderte
26.11.06


müssen wie Sitzschalen auf bei Lähmung/erheblicher
die individuellen Bedürfnisse Kraftminderung der Rumpfder Kinder angepaßt werden. haltemuskulatur, z. B. Verordnung nur, wenn Trans- bei infantiler Cerebralparese, port im handelsüblichen Myelodysplasie, MuskelAutokindersitz nicht möglich dystrophie, skoliotischen ist. Wirbelsäulendeformie rungen.

Innenraum


Arthrodesensitzkissen Arthrodesensitzkissen 26.46.01.0
26.46.01
Arthrodese,
Einsteifung des Hüft- oder
Kniegelenkes,
vorübergehende Versor gung z. B. nach einer TEP Implantation bedarf der Begründung.

Arthrodesenstühle Arthrodesenstuhl 26.46.02.0
26.46.02
Arthrodese,
Einsteifung des Hüft- oder
Kniegelenkes,
vorübergehende Versor gung z. B. nach einer TEP Implantation bedarf der Begründung.

Ohne speziellen Anwendungsort/Zusätze


Fahrgestelle für Sitzschalen/ Fahrgestelle für den Innen- 26.99.01.0
Sitzsysteme für Innenraum raum
und/oder Außenbereich
26.99.01
Fahrgestelle für den Innen- 26.99.01.1
Zur Aufnahme einer vor- raum und/oder Außenbehandenen Sitzschale. bereich
Mehrfachausstattung nur im
Ausnahmefall, z. B. bei Kindern, die ein Fahrgestell Fahrgestelle für den Außen- 26.99.01.2
sowohl zu Hause als auch bereich
in der Schule benötigen. Untergruppe Produktart
Fahrgestelle mit Greifreifen 26.99.01.3


nur wenn der Patient selbst
mit dem Rollstuhl untergestell fahren kann.

Buggy/Rehakarren-Unter- 26.99.01.4
gestelle

Zubehör für Sitzschalen/ Adapter für Fahrgestelle/ 26.99.02.0
Sitzsysteme Auto
26.99.02


Zubehör bzw. zusätzliche Polsterelemente/-pelotten 26.99.02.1
Ausstattungen zur behindertengerechten Anpassung
Fixationssysteme 26.99.02.2

Kopf-/Nackenstützen 26.99.02.3

Schulterbügel/-pelotten 26.99.02.4

Stütz-/Seitenpelotten 26.99.02.5

Abduktionskeile 26.99.02.6

Fußstützen/Fußkästen 26.99.02.7

Armlehnen, verstellbar 26.99.02.8


Abrechnungspositionen für Abrechnungsposition für 26.99.99.0
Zusätze Sonderausstattungen bei
26.99.99 Sitzschalen/Sitzsystemen

Abrechnungsposition für 26.99.99.1
Zusätze/Zurichtungen


Zusätze: Querverweise:
Sitzkissen/Sitzringe für die Dekubitusprophylaxe bzw. -behandlung:
siehe PG 11 "Hilfen gegen Dekubitus"
Bade-/Duschsitze: siehe PG 04 "Badehilfen"
Toilettensitze: siehe PG 33 "Toilettenhilfen"
Behindertengerechte Sitzelemente für Krankenfahrzeuge: siehe PG 18 "Krankenfahrzeuge"
Sitzschalen mit festmontiertem Rollstuhlgestell: siehe PG 18 "Krankenfahrzeuge"
Aufstehhilfen: siehe PG 22 "Mobilitätshilfen"
siehe auch: PG 20 "Lagerungshilfen" und PG 28 "Stehhilfen"


Sprechhilfen 27
Die Einübung in den Gebrauch von Sprechhilfen setzt eine logopädische Mitbehandlung voraus.
Untergruppe Produktart
Kopf


Sprachverstärker Sprachschallverstärker 27.17.01.0
27.17.01


Für Laryngektomierte, deren Dysphonie mit Einschränkung
Ösophagusstimme zu leise der Stimmleistung, Ösophaist, sowie für Patienten mit gussprecher, Stimmbandlähsonstiger Stimmschwäche. mung


Tonerzeuger ohne Externe Tonerzeuger ohne 27.17.02.0
Intonationsmöglichkeit Intonationsmöglichkeit
27.17.02
Aphonie, Laryngektomie.
Für Laryngektomierte, die Bei großem Pharynx und nordie Ösophagusstimme nicht maler Halshaut und regelrecherlernen können. ten Weichteilverhältnissen

Interne Tonerzeuger ohne 27.17.02.1
Intonationsmöglichkeit


Aphonie, Laryngektomie.
Bei kleinem Pharynx und post operativ stark vernarbter Hals haut oder starker Weichteil schwellung

Tonerzeuger mit Intona- Externe Tonerzeuger mit 27.17.03.0
tionsmöglichkeit Intonationsmöglichkeit
27.17.03
Aphonie, Laryngektomie.
Für Laryngektomierte, die Bei großem Pharynx und nordie Ösophagusstimme nicht maler Halshaut und regelrecherlernen können. ten Weichteilverhältnissen

Interne Tonerzeuger mit 27.17.03.1
Intonationsmöglichkeit


Aphonie, Laryngektomie.
Bei kleinem Pharynx und post operativ stark vernarbter Hals haut oder starker Weichteil schwellung

Stimmersatzhilfen Shunt-Ventile 27.17.04.0
27.17.04


Shunt-Ventil (Stimmprothese) Laryngektomie. Alternativ zur
ermöglicht durch den Sitz Ösophagusstimme.
zwischen Luftröhre und
Speiseröhre nach Laryngektomie eine Stimmbildung.

Zusätze: Querverweise:
Sprechventile und Sprechkanülen: siehe PG 12 "Hilfsmittel bei Tracheostoma"


Kommunikationshilfen: siehe PG 16 "Kommunikationshilfen"


Stehhilfen 28
Stehhilfen ermöglichen bei Einschränkung oder Verlust der Stehfähigkeit ein längeres Stehen, u. a. zur Vorbereitung des Gehtrainings und Wiedererlangung der Gehfähigkeit, zur Gleichgewichtsschulung, Kreislaufkonditionierung, Thromboseprophylaxe, Dekubitusprophylaxe, Stoffwechselanregung; zur Spastikhemmung und Kontrakturprophylaxe bei Lähmungen der Beine, der Beine und des Rumpfes, der Beine, des Rumpfes und der Arme (z. B. aufgrund eines[r] Querschnittssyndroms, Cerebralparese, Poliomyelitis, multiplen Sklerose).
Untergruppe Produktart
Ganzkörper


Stehständer Stehständer, feststehend 28.29.01.0
28.29.01 bei stark beeinträchtigter
oder nicht vorhandener
Stehfähigkeit

Stehständer, fahrbar 28.29.01.1


wenn zusätzlich eine Standort veränderung aus therapeuti schen Gründen erforderlich ist

Stehständer zur Wand- 28.29.01.2
montage


wenn feststehende oder fahr bare Stehständer, z. B. bei Unruhezuständen, Sicherheits probleme aufweisen

Stehständer zur selbstän- 28.29.01.3
digen Fortbewegung


wenn eigenständige Fortbe wegung möglich und thera peutisch sinnvoll ist

Schrägliegebretter mit Kipp- Schrägliegebretter, 28.29.02.0
vorrichtung feststehend
28.29.02
bei stark beeinträchtigter
oder nicht vorhandener
Stehfähigkeit und wenn ein
Stehen über längere Zeit
unmöglich ist bzw. zusätz liche Bauch- oder Rücken schräglage therapeutisch
erforderlich ist

Schrägliegebretter, fahrbar 28.29.02.1


wenn zusätzlich ein Standort wechsel aus therapeutischen
Gründen erforderlich ist

Schrägliegebretter zur selb- 28.29.02.2
ständigen Fortbewegung


wenn eigenständige Fortbe wegung möglich und thera peutisch sinnvoll ist

Ohne speziellen Anwendungsort/Zusätze


Zubehör/zusätzliche Ausstat- Zubehör/zusätzliche Aus- 28.99.01.0
tung für Stehhilfen stattung für Stehhilfen
28.99.01
zur Anpassung und Erweite rung der therapeutischen
Möglichkeiten der Stehhilfe
an spezifische Krankheits bilder und Behinderungen

Sonderanfertigungen für Sonderanfertigungen für 28.99.99.0
Stehhilfen Stehhilfen
28.99.99
zur Anpassung und Erweite rung der therapeutischen
Möglichkeiten der Stehhilfe
an spezifische Krankheits bilder und Behinderungen
Zusätze: Querverweise:
siehe auch: PG 10 "Gehhilfen"
siehe auch: PG 26 "Sitzhilfen"
Rollstuhl mit Stehvorrichtung: siehe PG 18 "Krankenfahrzeuge"
Stehbetten: siehe PG 19 "Krankenpflegeartikel"
Lifter mit Stehvorrichtung: siehe PG 22 "Mobilitätshilfen"
Beinschienen: siehe PG 23 "Orthesen"


Stomaartikel 29
Untergruppe Produktart
Geschlossene Beutel Beutel für Basisplatte 29.26.01.0
29.26.01


Beutel mit Klebefläche oder 29.26.01.1
Kleberand

Beutel mit Hautschutzring, 29.26.01.2
auch mit Klebefläche oder
Kleberand

Beutel mit gewölbtem Haut- 29.26.01.3
schutz, auch mit Klebeflä che oder Kleberand


bei Problemstomata (ungün stige Oberfläche, Faltenbil dungen etc.)

Ausstreifbeutel Beutel für Basisplatte zum 29.26.02.0
29.26.02 Rasten

Beutel mit Klebefläche oder 29.26.02.1
Kleberand

Beutel mit Hautschutzring, 29.26.02.2
auch mit Klebefläche oder
Kleberand

Beutel mit gewölbtem Haut- 29.26.02.3
schutz, auch mit Klebeflä che oder Kleberand


bei Problemstomata (ungün stige Oberfläche, Faltenbil dungen etc.)

Urostomiebeutel Beutel für Basisplatte 29.26.03.0
29.26.03


Beutel mit Klebefläche oder 29.26.03.1
Kleberand

Beutel mit Hautschutzring, 29.26.03.2
auch mit Klebefläche oder
Kleberand

Beutel mit gewölbtem Haut- 29.26.03.3
schutz, auch mit Klebe fläche oder Kleberand


bei Problemstomata (ungünstige Oberfläche, Faltenbildungen etc.)
Untergruppe Produktart
Stomakappen/Minibeutel Stomakappen 29.26.04.0
29.26.04
Minibeutel 29.26.04.1
Basisplatten Basisplatten Größe 1 29.26.05.0
29.26.05
Basisplatten Größe 2 29.26.05.1
Basisplatten Größe 3 29.26.05.2
Basisplatten, gewölbt Gewölbte Basisplatten 29.26.06.0
29.26.06 Größe 1
Gewölbte Basisplatten 29.26.06.1
Größe 2
Gewölbte Basisplatten 29.26.06.2
Größe 3
Hautschutzplatten/-rollen Hautschutzplatten Größe 1 29.26.07.0
29.26.07
Hautschutzplatten Größe 2 29.26.07.1
Hautschutzplatten Größe 3 29.26.07.2
Hautschutzrollen 29.26.07.3
Irrigatoren Manuell betriebene Irriga- 29.26.08.0
29.26.08 toren


zur Darmentleerung zwecks 24- bis 48stündiger Aus- Elektrisch betriebene Irriga- 29.26.08.1
scheidungsfreiheit bei toren
Kolostomie mit weitgehend
erhaltenem Kolon nur bei Stomaträgern, die
beruflich bedingt häufig un terwegs sind
Ersatzbeutel für Irrigatoren 29.26.08.2
Anus-praeter-Bandagen Anus-praeter-Bandagenset 29.26.09.0
29.26.09
Ersatzbeutel für Anus- 29.26.09.1
praeter-Bandagen
Pflegemittel Hautschutzpasten/Aus- 29.26.10.0
29.26.10 gleichspasten
Hautschutzpulver/Puder 29.26.10.1
Hautschutztücher/Schwämme 29.26.10.2
Lotionen/Cremes 29.26.10.3
Pflasterentferner 29.26.10.4
Haftsprays/Haftmittel 29.26.10.5
Zubehör Gürtel 29.26.11.0
29.26.11
Filter 29.26.11.1
Hautschutzringe 29.26.11.2
Beutelbezüge aus Vlies 29.26.11.3
Beutelüberzüge aus Textil 29.26.11.4
Stomaverschlüsse 29.26.11.5
Sonstige Stomaartikel 29.26.11.6
Untergruppe Produktart
Verschlußklammern,
früher 29.26.05.4,
nicht mehr gelistet und
nicht verordnungsfähig,
da sie zum Lieferumfang
der Stomabeutel gehören

Zusätze: Querverweise:
Urinnachtbeutel: siehe PG 15 "Inkontinenzhilfen"
Stomaleibbinden: siehe PG 05 "Bandagen"


Toilettenhilfen 33
Toilettenhilfen ermöglichen bzw. erhöhen die Selbständigkeit bei der Toilettenbenutzung und der damit verbundenen körperhygienischen Maßnahmen, insbesondere indem sie beeinträchtigte oder fehlende Funktionen des Bewegungs- oder Halteapparates kompensieren. Die Verordnung muß die individuellen und wohnlichen Verhältnisse berücksichtigen. Toilettenhilfen, die bei Pflegebedürftigkeit der Erleichterung der Pflege dienen, können formlos nach § 40 SGB XI bei der Pflegekasse beantragt werden.
Dies gilt auch für Hilfsmittel, die zur Linderung der Beschwerden des Pflegebedürftigen dienen oder ihm eine selbständigere Lebensführung ermöglichen.
Untergruppe Produktart
Häuslicher Bereich


Toilettensitze Toilettensitzerhöhungen 33.40.01.0
33.40.01


Verordnung von Toilettensitz- Toilettensitzerhöhungen, 33.40.01.1
erhöhungen ist sinnvoll bei höhenverstellbar
eingeschränkter Fähigkeit des
Hinsetzens und Aufstehens, wenn abgestufte Höhenz. B. bei eingeschränkter verstellung nötig ist
oder aufgehobener Beweglichkeit der Hüft- und Kniegelenke


Toilettensitzerhöhungen 33.40.01.2
mit Armlehnen


zur Sicherung der Sitzposi tion und Erleichterung des
Aufrichtens

Toilettensitzerhöhungen 33.40.01.3
mit Armlehnen, höhenver stellbar


wenn abgestufte Höhenver stellung nötig ist zur Siche rung der Sitzposition und Er leichterung des Aufrichtens

Toilettensitze für Kinder 33.40.01.4


ermöglichen durch eine
Rückenstütze ggf. mit Fixie rungssystemen einen siche ren Halt auf dem Toiletten becken bei ungenügender
Rumpfkontrolle, wenn kon ventionelle Kindertoiletten sitze nicht ausreichen, z. B.
bei schlaffer oder spasti scher Lähmung infolge
einer Cerebralparese bei
Muskeldystrophie
Untergruppe Produktart
Toilettenstützgestelle Toilettenstützgestelle 33.40.02.0
33.40.02
bei eingeschränkter Fähig keit des Hinsetzens und Auf stehens

Toilettensitzgestelle 33.40.02.1


bei mangelnder Rumpfhal tung und eingeschränkter
Fähigkeit zum Hinsetzen
und Aufrichten

Toilettenaufstehhilfen Toilettenaufstehhilfe, 33.40.03.0
33.40.03 manuell

unterstützen das Aufstehen bei eingeschränkter Fähigund Hinsetzen durch keit des Hinsetzens und AufAnheben und Senken der stehens
Sitzfläche

Toilettenaufstehhilfe, 33.40.03.1
elektrisch

bei erheblich eingeschränk ter Fähigkeit des Hinsetzens
und Aufstehens

Toilettenstühle Feststehende Toilettenstühle 33.40.04.0
33.40.04 aus Metall oder Kunststoff

bei Krankheiten und Behin-
derungen, die die unmittel- Feststehende Holztoiletten- 33.40.04.1
bare räumliche Nähe der stühle
Toiletteneinrichtung erforder-
lich machen (z. B. Inkon-
tinenz, außergewöhnliche Toilettenstühle für Kinder 33.40.04.2
Gehbehinderung, Lähmung,
Schwindel, starker Kräfte- für körperlich und/oder geiverfall) stig behinderte Kinder bzw.
Kleinwüchsige, die aufgrund
fehlender Rumpfhaltungs kontrolle keine anderen Toi letteneinrichtungen nutzen
können

WC-Aufsätze mit Wasch- WC-Aufsätze mit Wasch- 33.40.05.0
einrichtung einrichtung
33.40.05
bei erheblichen funktionellen
Defiziten der oberen Extremi tät (z. B. Ohnhändigkeit, deformierende rheumatoide Arthritis)

Zusätze: Querverweise:
Toilettenpapierhalter: siehe PG 02 "Adaptionshilfen"
Kombinierte Dusch- und Toilettenstühle für Kinder: siehe PG 04 "Badehilfen"
Sicherheitsgriffe: siehe PG 04 "Badehilfen"
Gehgestelle: siehe PG 10 "Gehhilfen"
Toilettenrollstühle: siehe PG 18 "Krankenfahrzeuge"
Stechbecken: siehe PG 19 "Krankenpflegeartikel"


Köln, den 31. Mai 1996


Bundesausschuß der Ärzte und Krankenkassen


Der Vorsitzende


Schroeder-Printzen

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