ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2005Endovaskuläre Therapie von thorakalen Aortenläsionen

MEDIZIN

Endovaskuläre Therapie von thorakalen Aortenläsionen

Dtsch Arztebl 2005; 102(14): A-987 / B-834 / C-781

Vogl, Thomas J.; Moritz, Anton; Fieguth, Hans-Gerd; Doss, Mirko; Thalhammer, Axel; Balzer, Jörn O.

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Zusammenfassung
Thorakale Aortenläsionen stellen eine seltene, aber akut lebensbedrohliche Erkrankung dar. Die Therapieoptionen sind konservativ, offen chirurgisch oder minimalinvasiv mittels Stentgraftimplantation (EVAR). Die chirurgische Therapie mit Gefäßprothese bedingt Mortalitäts- und Paraplegieraten von circa fünf bis 20 Prozent. Für die minimalinvasive EVAR liegt die technische Erfolgsrate bei 90 bis 100 Prozent, die Mortalitätsrate zwischen null und zehn Prozent und das Risiko für eine Paraplegie zwischen null und sechs Prozent. Diese Erfolgsraten erfordern eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen kardiovaskulär tätigen Chirurgen und interventionellen Radiologen/Kardiologen. Die Indikationen für die EVAR sind derzeit Aneurysmen der Aorta descendens, Typ-B-Dissektionen und die Ruptur beziehungsweise traumatische Läsionen der Aorta descendens. Die Entwicklung der endovaskulären Techniken bietet eine Behandlungsmöglichkeit, insbesondere bei Hochrisikopatienten.

Schlüsselwörter: Aneurysma, minimalinvasive Therapie, endovaskuläre Therapie, thorakale Aortenläsionen, Trauma, chirurgische Therapie

Summary
Endovascular Therapy of Thoracic Aortic Lesions
Lesions of the thoracic aorta are a rare but acutely life-threatening disease. They can be managed conservatively, by open surgical repair, and also minimal invasive using endovascular stentgraft implantation (EVAR). The surgical therapy using graft interposition causes mortality and paraplegia rates of approximately five to 20 per cent. For the less invasive EVAR technique the technical success rate reaches 90 to 100 per cent with mortality rates between zero to ten per cent and the risk for paraplegia between zero to six per cent. For these high success rates a close interdisciplinary cooperation between cardiovascular surgeons and interventional radiologists/cardiologists are, however, also indispensable. At present the major indications for the EVAR, among others, are aneurysms of the descending aorta, type B dissections, and the rupture or traumatic lesions of the descending aorta. The evolution of this endovascular technique offers a potential treatment possibility particularly in high-risk patients.

Key words: aneurysm, minimal-invasive therapy, thoracic aortic lesions, trauma, surgical therapy


Thorakale Läsionen der Aorta descendens sind eine seltene, aber unbehandelt mit hoher Morbidität und Mortalität einhergehende, lebensbedrohliche Erkrankung. Verantwortlich dafür sind die häufig schwerwiegenden Begleiterkrankungen der betroffenen Patienten. Lediglich drei Prozent aller Patienten mit Aortenaneurysmen haben ein thorakales Aneurysma (TAA). Das TAA wird meistens durch Atherosklerose und chronische Aortendissektion verursacht (Kasten 1) (class="uline" onmouseover="showLit(this, '25')" href="lit.asp?id=46202#nr25">25, 55). Über die Prävalenz- und Mortalitätsrate von Patienten mit TAA in dieser Patientenpopulation ist wenig bekannt; allerdings treten diese Aneurysmen häufiger bei älteren Patienten auf (3, 13, 14, 29, 32, 38, 48, 61).
Behandlungsziele der Descendensläsion sind die Vermeidung einer Ruptur und die Behebung von Kompressionssymptomen, wie Schmerz oder Dysphagie, die durch die raumfordernde Wirkung des Aneurysmas selbst verursacht werden. Die traditionelle Therapie besteht in der medikamentösen (zum Beispiel antihypertensiven) und/oder der offenen chirurgischen Behandlung mit Implantation einer Gefäßprothese. Letztere ist jedoch nach wie vor mit einer hohen Mortalität verbunden, bedingt durch die Thorakotomie, die Verwendung eines kardiopulmonalen Bypasses sowie postoperative Komplikationen, wie Blutung, Paraplegie, Apoplex und Niereninsuffizienz (911, 21, 45, 57).
Die in den letzten Jahren nahezu gleich bleibende Morbidität und Sterblichkeit der offenen chirurgischen Therapie des TAA erforderte eine weniger invasive und potenziell sicherere Methode für die Behandlung.
Der Erfolg der ersten Stentgraftimplantationen bei Bauchaortenaneurysmen (AAA) durch Parodi et al. im Jahr 1991 (47) veranlasste verschiedene Gruppen, die endovaskuläre Ausschaltung von Descendensläsionen zu evaluieren. Als erstes berichten Dake et al. 1994 über die Stentgraftversorgung von TAAs (17). Seitdem wurden in zahlreichen Instituten die Effektivität und Sicherheit der endovaskulären Versorgung im Bereich der Aorta descendens analysiert (2, 15, 18, 19, 34, 41, 44).
Mit zunehmender Erfahrung in der Stentgraftimplantation wurde die Erweiterung der Indikation für eine endovaskuläre Versorgung auf viele andere Descendenserkrankungen untersucht (2, 4, 15, 18, 24, 40, 44, 45, 57).
Inzidenz und Epidemiologie
Bickerstaff et al. berichteten in einem Beobachtungszeitraum von 30 Jahren über ein alters- und geschlechtsunabhängiges Auftreten von jährlich 5,9 neuen thorakalen Aneurysmen pro 100 000 Personen (3). In dieser Analyse kamen TAAs in beiden Geschlechtern gleich häufig vor. Das mittlere Alter betrug 65 Jahre für Männer und 77 Jahre für Frauen. Die Ursachen waren: eine Aortendissektion in 53 Prozent, eine Arteriosklerose in 29 Prozent, eine Aortitis in 8 Prozent, eine zystische Medianekrose in 6 Prozent und Lues in 4 Prozent. Eine Aortenruptur trat in 74 Prozent aller TAA-Fälle mit einer Sterblichkeitsrate von 94,3 Prozent auf (3). 95 Prozent der TAAs, die durch Aortendissektion und 51 Prozent, die durch nichtdissezierende Aneurysmen verursacht waren, rupturierten.
Lilienfeld et al. berichteten über eine Mortalität bei Männern für das thorakale Aneurysma von jährlich 0,7/100 000 und für das dissezierende Aneurysma von jährlich 1,5/100 000 (38). In einer Studie über den natürlichen Verlauf von konservativ behandelten TAA und Dissektionen fanden Griepp et al. (29) als Faktoren, die mit einem erhöhten Rupturrisiko einhergingen: höheres Alter, die chronische obstruktive Lungenkrankheit und den uncharakteristischen, persistierenden Thoraxschmerz. Auch war in dieser Studie die Sterblichkeitsrate infolge einer Ruptur bedeutend höher bei Patienten mit chronischen Dissektionen (90 Prozent), als bei Patienten mit nichtdissezierenden Aneurysmen (76 Prozent) (29).
Zusätzlich zu den durch eine Ruptur von Aortenaneurysmen und Dissektionen verursachten Todesfällen ist ein weiterer großer Anteil auf das stumpfe Thoraxtrauma zurückzuführen. In einer Studie über 530 in Kraftfahrzeugunfällen getötete Personen waren 17 Prozent der Verletzungen mit einer Aortenruptur verbunden (61).
Da die Mehrzahl der Patienten mit konservativer Behandlung einer thorakalen oder thorakoabdominalen Aortenläsion an einer Ruptur sterben, ist ein aggressiverer, chirurgischer oder minimalinvasiver Ansatz bei Patienten mit Läsionen der Aorta descendens und der thorakoabdominalen Aorta indiziert (29).
Behandlungsmöglichkeiten
Konservative Therapie
Die konservative Therapie beschränkt sich auf die Einstellung des systolischen und besonders des diastolischen Blutdrucks sowie gegebenenfalls eine Analgesie. In der Literatur ist eindeutig belegt, dass durch die konservative Therapie der Patient mit einem TAA nicht vor einer Ruptur des Aneurysmas geschützt, oder die Größenzunahme des Aneurysmasackes verlangsamt werden kann. Cambria et al. berichten eine 5-Jahres-Überlebensrate von 17 Prozent, mit einer jährlichen Expansionsrate der TAA von 0,2 bis 0,43 cm, unter konservativer Therapie (7).
Die 2-Jahres-Überlebensrate für Patienten mit TAA unter konservativer Behandlung liegt zwischen 24 und 26 Prozent (3, 13).
Anders als bei der Behandlung von TAA kommt der konservativen Therapie bei unkomplizierten Typ-B-Dissektionen ein wichtiger Stellenwert zu. Die Blutdruckeinstellung auf systolische Werte unter 110 mm Hg ist auch hier ein Grundpfeiler der Therapie. Das Ziel ist, die Aortenwandspannung zu reduzieren, um die Ruptur zu vermeiden und gleichzeitig die Scherkräfte auf der Aorta zu verringern, um ein Fortschreiten der Dissektion zu verhindern. Dies wird durch Natrium-Nitroprussid-Applikation und besonders durch Betablockade erzielt.
In einer Metaanalyse werteten Myrmel et al. die Ergebnisse der konservativen versus chirurgischen Therapie bei unkomplizierten Typ-B-Dissektionen aus (43). Die 5-Jahres-Überlebensrate bei der konservativen Therapie lag bei 58 bis 87 Prozent, die der chirurgischen Therapie bei 62 bis 85 Prozent.
Trotz adäquater konservativer Therapie und engmaschigen Nachuntersuchungen benötigen 20 bis 40 Prozent der Patienten im Verlauf von zehn Jahren wegen progressiver aneurysmaler Dilatation einen operativen Eingriff (28). Komplizierte Formen der Typ-B-Dissektion (Ruptur, refraktäre Hypertonie, lokalisiertes Aneurysma spurium, persistierende Schmerzen oder Seitenastischämie) bleiben der chirurgischen oder interventionellen Therapie vorbehalten. Hierbei liegt die 30-Tages-Mortalität bei einer operativen Sanierung der Typ-B-Dissektion bei 31 bis 64 Prozent, bei zusätzlich abdominaler Rekonstruktion bei bis zu 80 Prozent (26). Die bislang publizierten Daten zur endovaskulären Behandlung weisen diesbezüglich eine 30-Tages-Mortalitätsrate von 16 Prozent auf (15).
Offene chirurgische Therapie
Die offene chirurgische Therapie mit Einbringung einer Gefäßprothese ist gegenwärtig die traditionelle chirurgische Behandlungsform für Patienten mit TAA (10, 20).
Komorbiditäten und zunehmendes Alter der Patienten bedingen Sterblichkeitsraten zwischen 5 und 20 Prozent (9, 12, 54). Bei der chirurgischen Behandlung des TAAs liegt die 30-Tages-Sterblichkeitsrate bei 4,8 Prozent, eine Paraplegie tritt bei 4,6 Prozent der Fälle auf (11). In dieser retrospektiven Analyse von 1 220 konsekutiven Patienten waren die Prädiktoren der operativen Mortalität entsprechend der Crawford-Klassifizierung die Niereninsuffizienz, zunehmendes Alter, symptomatische Aneurysmen und Typ-2-Aneurysmen. In Bezug auf die Paraplegierate waren die bestimmenden Faktoren das Typ-2-Aneurysma und Diabetes (11). Bei Patienten mit akuter Aortendissektion und drohender Ruptur des thorakoabdominalen Segments erreichte die Inzidenz einer postoperativen Paraplegie sogar 20 Prozent (12, 20). Gastrointestinale Komplikationen traten in sieben Prozent der Patienten auf. Bei Patienten mit einer ischämischen Endorgankomplikation aufgrund einer akuten Typ-B-Dissektion kann die Sterblichkeitsrate 50 Prozent übersteigen (26).
Ein Nierenversagen trat bei 18 Prozent der Patienten nach thorakoabdominalen Aortenoperationen auf und erforderte eine Dialyse bei etwa 50 Prozent dieser Patienten (54). Im Gegensatz zu der deutlich verbesserten Prognose für die elektive Operation bleibt die Sterblichkeitsrate für Notfalloperationen im Stadium einer Ruptur hoch: In einer neueren Studie betrug die allgemeine Sterblichkeitsrate bei rupturierten TAAs 97 Prozent, obwohl 41 Prozent der Patienten das Krankenhaus lebend erreichten (31). Ott et al. (46) verglichen in einer kleineren Serie die chirurgische versus endovaskuläre Versorgung von traumatischen Läsionen der Aorta descendens. In dieser Studie betrug die Mortalität bei der chirurgisch behandelten Gruppe 17 Prozent versus null Prozent in der endovaskulär therapierten Gruppe. Zudem lag in dieser Studie die Paraplegierate bei den chirurgisch versorgten Patienten bei 16 Prozent versus null Prozent in der endovaskulär behandelten Gruppe (46).
Endovaskuläre Stentgraftrevaskularisation
Die potenziellen Vorteile der endovaskulären Stentgraftimplantation (EVAR) sind mit dem minimalinvasiven Vorgehen bei der Behandlung von Läsionen der Aorta descendens assoziiert: Der Zugang erfolgt über die Freilegung der A. femoralis communis ohne Thorakotomie und Aortenklemmung; die Länge der durch den Stentgraft ausgeschalteten Aorta ist in der Regel beschränkt auf das erkrankte Aortensegment mit dadurch reduziertem Risiko für eine spinale Ischämie. Zusätzlich ist keine Vollheparinisierung erforderlich, wodurch das Risiko für Blutungskomplikationen, wie sie nach einer offenen chirurgischen Behandlung auftreten können, minimiert ist. Darüber hinaus berichten mehrere Autoren über eine niedrige perioperative Morbidität- und Mortalitätsrate (2, 15, 1719, 44, 45, 57).
Die bislang in mehreren Studien publizierten mittelfristigen Ergebnisse der EVAR zeigen, dass sich dieses Verfahren nicht nur besonders für die Ausschaltung von TAA, sondern auch bei Typ-B-Dissektionen (Abbildung 1) und vor allem bei der akuten Ruptur und bei traumatischer Läsion (Abbildung 2) eignet (2, 5, 8, 18, 37, 39, 44, 46, 50, 51). In Kasten 2 sind die derzeitigen Indikationen für eine EVAR aufgeführt. Als Nachteil sind bislang die fehlenden Langzeitergebnisse zu werten. Insgesamt liegen die technische Erfolgsrate bei 90 bis 100 Prozent, das Risiko einer Paraplegie bei null bis sechs Prozent und die Mortalitätsrate bei null bis zehn Prozent. Das Auftreten von primären Leckagen (Endoleaks) wird in der Literatur mit fünf bis 56 Prozent angegeben und die Häufigkeit von sekundären Endoleaks mit drei bis zehn Prozent. Eine Konversion von EVAR zur offenen chirurgischen Therapie wurde gemäß der bisher publizierten Daten in drei bis zehn Prozent erforderlich (2, 18, 27, 44, 46, 50, 56, 57, 59, 62). Darüber hinaus wird über folgende weitere Komplikationen mit geringer Prozentangabe berichtet: iatrogene Typ-A-Dissektionen (insbesondere nach EVAR von Typ-B-Dissektionen), Niereninsuffizienz, Pneumonien. Selten werden auch sekundäre Komplikationen durch Überstentung der A. subclavia sinistra (Schwäche
des Armes) beziehungsweise Truncus coeliacus (ischämisches Pankreatitis) angegeben.
Technische Voraussetzungen
Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen kardiovaskulären Chirurgen und interventionellen Radiologen/Kardiologen ist für einen klinischen Erfolg unabdingbar. Der Chirurg ist maßgeblich für die Entscheidung über Indikation und Art des Eingriffes sowie für die prä- und postinterventionelle Versorgung des Patienten zuständig. Der interventionelle Radiologe/Kardiologe trägt durch die Auswahl der adäquaten Bildgebung (CT- oder MR-Angiographie) und seine Erfahrung mit interventionellen Techniken entscheidend zum Erfolg der Behandlung bei. Der Eingriff muss unter sterilen Bedingungen in einer dafür geeigneten Angiographieeinheit oder in einem Operationssaal stattfinden. Zusätzlich ist die Verfügbarkeit der Herz-Lungen-Maschine zu gewährleisten (2, 18, 27, 45, 57).
Präinterventionelle Planung
Eine exakte präinterventionelle Bildgebung zur Indikationsstellung für die EVAR ist unbedingt erforderlich (Grafik 1). Hierbei hat sich vor allem in der Akutsituation die Multidetektor-CT-Technologie (MSCT) mit einer Darstellung von der apikalen Thoraxapertur bis zu den Leisten während der arteriellen Kontrastmittelphase bewährt (Abbildung 1). Mit dieser Methode können nicht nur verlässlich die Aortenpathologie, sondern auch thorakale Begleitveränderungen sowie die aortale, iliakale und femorale Gefäßmorphologie und der Gefäßverlauf erfasst werden. Auf eine präinterventionelle Angiographie kann somit verzichtet werden (2, 18).
Alternativ kann aber auch die Magnetresonanzangiographie (MRA) eingesetzt werden (44, 57). Insbesondere bei Dissektionen kann die MRA verlässlicher das „entry“ und „reentry“ dokumentieren.
Mit diesen 3-D-Datensätzen können mittels geeigneter Rekonstruktionsalgorithmen multiplanare (MPR), gekrümmte planare (CPR), Maximumintensitätsprojektionen (MIP), oder „volume rendering technique“- (VRT-) Darstellungen der Aorta erzeugt werden. Anhand dieser Darstellungen kann man dann eine exakte Dimensionierung des Stentgrafts vornehmen. Hierbei sind die quantitative Evaluierung des Aortendurchmessers im Bereich des proximalen und distalen Verankerungspunktes der Prothese in der gesunden Aorta, die Länge des zu behandelnden Aortensegmentes, sowie die iliakalen und femoralen Gefäßdurchmesser entscheidend für die exakte Stentgraftdimensionierung und letztendlich den Erfolg der endovaskulären Therapie (2, 18, 44, 57, 58). Derzeit stellen Aortendurchmesser von 44 bis 46 mm im Bereich der gesunden Aorta (Verankerungszone) die technische Grenze der EVAR dar.
Der häufigste Zugang für die EVAR ist die A. femoralis communis (41 bis 58 Prozent). Seltener ist ein extraperitonealer Zugang über die Iliakalarterien (9 bis 44 Prozent) oder ein retroperitonealer Zugang über die infrarenale Aorta (14 bis 30 Prozent), je nach Größe des Applikationssystems, erforderlich (16, 23, 27). Der Durchmesser der Applikationssysteme beträgt zurzeit 18 bis 25 French (6 bis 8 mm). Alternativ sind auch ein Zugang über die A. carotis communis (22), über den Aortenbogen nach Sternotomie, sowie die endovaskuläre Stentgraftimplantation im Rahmen einer koronaren Bypass-OP möglich und beschrieben worden (35, 36, 52, 53, 60).
Bei Patienten mit mehrfachen Aortenaneurysmen (thorakoabdominal oder Aortenbogen und Aorta descendens) ist eine Kombination des konventionellen Aortenersatzes mit endovaskulärer Stentgraftimplantation (Hybrideingriff) möglich (6, 42, 49, 63).
Endovaskuläres Procedere
Die EVAR erfolgt im Operationssaal oder einer geeigneten Angiographie-Einheit in Vollnarkose oder unter Spinalanästhesie. Die Autoren bevorzugen die Durchführung in einer vollständig ausgerüsteten Angiographie-Einheit mit einer vollwertigen DSA-Anlage unter sterilen Bedingungen.
Der Patient wird in Rückenlage mit einem ausgelagerten Arm auf dem Angiographietisch positioniert. Über einen links oder rechts transbrachialen Zugang wird ein Diagnostikkatheter in die Aorta ascendens eingebracht (Grafik 2a). Dieser Zugang dient der Angiographie vor, während und nach Stentgraftimplantation. In Abhängigkeit von der vaskulären Anatomie des Patienten und der Größe des Applikationssystems wird anschließend der arterielle Zugang chirurgisch freigelegt. Das Stentgraftsystem wird über einen extrasteifen Führungsdraht durch die Arteriotomie in die Aorta descendens vorgebracht (Grafik 2a) (1). Anschließend erfolgt die Freisetzung des Stentgrafts, wobei die Enden proximal und distal circa 1 bis 2 cm in der gesunden Aorta zu liegen kommen sollten (Grafik 2a und b). Die Implantationsphase des Stentgrafts kann durch eine temporäre Absenkung des Blutdrucks oder einen temporären Herzstillstand mit Adenosin erleichtert (2, 18) werden. Der Abgang der A. carotis communis sinistra und der Truncus coeliacus sollte nicht überstentet werden. Eine Überstentung des Abganges der A. subclavia sinistra ist jedoch unter Umständen möglich und bedarf dann der vorherigen Abklärung einer ausreichenden Perfusion des Kleinhirns über die rechte A. vertebralis. Die Malperfusionsrate des linken Armes nach absichtlicher oder versehentlicher Überstentung des Abganges der linken A. subclavia ist ungewiss (circa fünf Prozent). Eine Transposition der A. subclavia sinistra auf die A. carotis kann ein- oder zweizeitig erfolgen und in bis zu 24 Prozent der Fälle erforderlich sein (27, 33, 57).
Zeigt die präinterventionelle Bildgebung, dass die Läsion nicht mit einem Stentgraft ausgeschaltet werden kann, sondern mehrere Stentgraftsysteme nötig sind, so ist die Platzierung der einzelnen Stentgrafts im Fallrohrprinzip (von distal nach proximal) vorteilhaft.
Die Anmodellierung des Stentgrafts an die Aortenwand mittels eines Ballonkatheters (Grafik 2c) wird zurzeit kontrovers diskutiert. Bei Typ-B-Dissektionen erscheint die Nachdilatation obsolet, weil bereits einige Fallberichte zu einer Erweiterung der Dissektion in Richtung Aorta ascendens vorliegen (45). Bei TAAs und insbesondere bei der Applikation von mehreren Stentgrafts hingegen kann die Nachdilatation helfen, primäre Endoleaks zu vermeiden.
Resümee
Die Verwendung von Stentgrafts für die Behandlung von Läsionen der Aorta descendens ist mittlerweile Realität, aber viele Punkte müssen noch geklärt werden.
Diese Methode ist eine Technik in der Entwicklung. Mehrere Studien konnten eine erfolgreiche Behandlung von verschiedenen Läsionen der Aorta descendens bei geringer therapiebedingter Morbidität aufzeigen. Jedoch weist das Auftreten von frühem und spätem Stentgraftversagen gegenwärtig auf die Grenzen dieser Methode.
Verbesserungen bezüglich der proximalen und distalen Fixierung, der Applikationssysteme, der Materialtechnik und die Seitenasttechnologie sind erforderlich, um das Potenzial dieser viel versprechenden Therapie zu erweitern (2, 18, 26, 30, 44, 45).
Die Entwicklung der endovaskulären Techniken bietet eine potenzielle Behandlungsmöglichkeit insbesondere bei Hochrisikopatienten.
Wegen der beträchtlichen Morbiditäts- und Mortalitätsrate der konventionellen, offenen chirurgischen Therapie profitieren Patienten mit einer Läsion der Aorta descendens sogar eher von einer endovaskulären Versorgung der Läsion als Patienten mit einem Bauchaortenaneurysma.
Jedoch sind Langzeitergebnisse erforderlich, um die Haltbarkeit und Wirksamkeit dieser minimalinvasiven Therapie zu beurteilen.
Mögliche postinterventionelle Endoleaks, die Dilatation der proximalen Aorta und die Stentgraftdislokation geben Anlass, die Methode der EVAR weiter zu verbessern. Das bislang vorgeschlagene Indikationsspektrum für den Einsatz der EVAR umfasst die Erkrankungen der Aorta descendens wie Aortenaneurysma, die Typ-B-Dissektion, das penetrierende Ulkus und den traumatischen Einriss oder die Ruptur. Obwohl noch keine langfristigen Daten existieren, sollte die EVAR bei traumatischen thorakalen Aortenläsionen primär eingesetzt werden.


Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors besteht.

Manuskript eingereicht: 30. 7. 2004; revidierte Fassung angenommen: 7. 9. 2004

zZitierweise dieses Beitrags:
Dtsch Arztebl 2005; 102: A 987–992 [Heft 14]
Anschrift für die Verfasser:
Prof. Dr. med. Thomas J. Vogl
Institut für Diagnostische und
Interventionelle Radiologie
Universitätsklinikum
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt
Theodor-Stern-Kai 7
60590 Frankfurt/Main
E-Mail: t.vogl@em.uni-frankfurt.de
1.
Al Shammari M, Taylor P, Reidy JF: Use of through-and-through guide wire for delivering large stentgrafts into the distal aortic arch. Cardiovasc Intervent Radiol 2000; 23: 237–238. MEDLINE
2.
Balzer JO, Doss M, Thalhammer A, Fieguth HG, Moritz A, Vogl TJ: Urgent thoracic aortal dissection and aneurysm: treatment with stent-graft implantation in an angiographic suite. Eur Radiol 2003; 13: 2249–2258. MEDLINE
3.
Bickerstaff LK, Pairolero PC, Hollier LH, Melton LJ, Van Peenen HJ, Cherry KJ, Joyce JW, Lie JT: Thoracic aortic aneurysms: a population-based study. Surgery 1982; 92: 1103–1108. MEDLINE
4.
Brittenden J, McBride K, McInnes G, Gillespie IN, Bradbury AW: The use of endovascular stents in the treatment of penetrating ulcers of the thoracic aorta. J Vasc Surg 1999; 30: 946–949. MEDLINE
5.
Bruninx G, Wery D, Dubois E, El Nakadi B, Van Dueren E, Verhelst G, Delcour C: Emergency endovascular treatment of an acute traumatic rupture of the thoracic aorta complicated by a distal low-flow syndrome. Cardiovasc Intervent Radiol 1999; 22: 515–518. MEDLINE
6.
Buth J, Penn O, Tielbeek A, Mersman M: Combined approach to stentgraft treatment of an aortic arch aneurysm. J Endovasc Surg 1998; 5: 329–332. MEDLINE
7.
Cambria RA, Gloviczki P, Stanson AW et al.: Outcome and expansion rate of 57 thoracoabdominal aortic aneurysms managed non operatively. Am J Surg 1995; 170: 213. MEDLINE
8.
Cartier R, Bui B, Poirier N, Searle N, Gote G, Cartier B, Hudon G: Post-traumatic thoracic pseudoaneurysm repair with an endoluminal expandable stent. Can J Cardiol 1999; 15: 223–225. MEDLINE
9.
Cooley DA: Aortic aneurysm operations: past, present, and future. Ann Thorac Surg 1999; 67: 1959–1962. MEDLINE
10.
Cooley DA: The history of surgery of the thoracic aorta. Cardiol Clin 1999; 17: 609–613. MEDLINE
11.
Coselli JS, LeMaire SA, Miller CC III, Schmittling ZC, Koksoy C, Pagan J, Curling PE: Mortality and paraplegia after thoracoabdominal aortic aneurysm repair: a risk factor analysis. Ann Thorac Surg 2000; 69: 409–414. MEDLINE
12.
Coselli JS, LeMaire SA: Surgical techniques. Thoracoabdominal aorta. Cardiol Clin 1999; 17: 751–765. MEDLINE
13.
Crawford ES, DeNatale RW: Thoracoabdominal aortic aneurysms: observation regarding the natural course of the disease. J Vasc Surg 1986; 3: 578–582. MEDLINE
14.
Crawford ES, DeNatale RW: Thoracoabdominal aortic aneurysms: observations regarding the natural course of the disease. J Vasc Surg 1986; 3: 578–582.
15.
Dake MD, Kato N, Mitchell RS, Semba CP, Razavi MK, Shimono T, Hirano T, Takeda K, Yada I, Miller DC: Endovascular stent-graft placement for the treatment of acute aortic dissection. N Engl J Med 1999; 340: 1546–1552. MEDLINE
16.
Dake MD, Miller DC, Mitchell RS, Semba CP, Moore KA, Sakai T: The „first generation“ of endovascular stent-grafts for patients with aneurysms of the descending thoracic aorta. J Thorac Cardiovasc Surg 1998; 116: 689–703. MEDLINE
17.
Dake MD, Miller DC, Semba CP, Mitchell RS, Walker PJ, Liddel RP: Transluminal placement of endovascular stent-grafts for the treatment of descending thoracic aortic aneurysms. N Engl J Med 1994; 33: 1729–1734. MEDLINE
18.
Doss M, Balzer JO, Martens S, Wood JP, Wimmer-Greinecker G, Fieguth HG, Moritz A: Surgical versus endovascular treatment of acute thoracic aortic rupture: a single-center experience. Ann Thorac Surg 2003; 76: 1465–1470. MEDLINE
19.
Ehrlich M, Grabenwöger M, Cartes- Zumelzu F, Grimm M, Petzl D, Lammer J, Thurnher S, Wolner E, Havel M: Endovascular stent graft repair for aneurysms on the descending thoracic aorta. Ann Thorac Surg 1998; 66: 19–24. MEDLINE
20.
Elefteriades JA: Natural History of thoraco aortic aneurysms: Indication for surgery, and suirgical versus nonsurgical risks. Ann Thorac Surg 2002; 74: S1877–1880. MEDLINE
21.
Ergin AM, Galla JD, Lansman SL, Bodian C, Griepp RB: Hypothermic circulatory arrest in operations on the thoracic aorta: determinants of operative mortality and neurologic outcome. J Thorac Cardiac Surg 1994; 107: 788–799.
22.
Estes JM, Halin N, Kwoun M, Burch J, England M, Mackey WC: The carotid artery as alternative access for endoluminal aortic aneurysm repair. J Vasc Surg 2001; 33: 650–653. MEDLINE
23.
Fann JI, Miller DC: Endovascular treatment of descending thoracic aortic aneurysms and dissections. Surg Clin North Am 1999; 79: 551–574. MEDLINE
24.
Fattori R, Napoli G, Parlapiano M, Fusco F, Rapezzi C, Bna C, Pierangeli A, Gavelli G: Endovascular treatment in diseases of the thoracic aorta. Radiol Med 1999; 98: 379–385. MEDLINE
25.
Formon JJ, Kuzweg FT, Broadaway RK: Aneurysms of the aorta. A review. Ann Surg 1967; 165: 557–563.
26.
Gaines PA, Gerrard DJ, Reidy JF, Beard JB, Taylor PR: The endovascular management of thoracic aortic disease – some controversial issues. Eur J Vasc Endovasc Surg 2002; 23: 162–164. MEDLINE
27.
Grabenwöger M, Hutschala D, Ehrlich MP, Cartes-Zumelzu F, Thurnher S, Lammer J, Wolner E, Havel M: Thoracic aortic aneurysms: treatment with endovascular self-expandable stent grafts. Ann Thorac Surg 2000; 692: 441–445. MEDLINE
28.
Green R, Kron I: Aortic dissection. Cardiac surgery in the adults second edition, Mc Graw-Hill 2003: 1095–1122.
29.
Griepp RB, Ergin MA, Galla JD, Lansman SL, McCullough JN, Nguyen KH, Klein JJ, Spielvogel D: Natural history of descending thoracic and thoracoabdominal aneurysms. Ann Thorac Surg 1999; 67: 1927–1930. MEDLINE
30.
Inoue K, Hosokawa H, Iwase T, Sato M, Yoshida Y, Ueno K, Tsubokawa A, Tanaka T, Tamaki S, Suzuki T: Aortic arch reconstruction by transluminally placed endovascular branched stent graft. Circulation 1999; 100: 316–321. MEDLINE
31.
Johansson G, Markstrom U, Swedenborg J: Ruptured thoracic aortic aneurysms: a study of incidence and mortality rates. J Vasc Surg 1995; 21: 985–988. MEDLINE
32.
Juvonen T, Ergin MA, Galla JD, Landsman SL, Nguyen KH, McCollough JN, Levy D, Asla RA de, Bodian CA, Griepp RB: Prospective study of the natural history of thoracic aortic aneurysms. Ann Thorac Surg 1997; 63: 1533–1545. MEDLINE
33.
Kato M, Kaneko M, Kuratani T, Horiguchi K, Ikushima H, Ohnishi K: New operative method for distal aortic arch aneurysm: combined cervical branch bypass and endovascular stent-graft implantation. J Thorac Cardiovasc Surg 1999; 117: 832–834.
34.
Kato M, Ohnishi K, Kaneko M, Ueda T, Kishi D, Mizushima T: A new graft-implanting method for thoracic aortic aneurysm or dissection with a stent-graft. Circulation 1996; 94: 188–193. MEDLINE
35.
Kochi K, Sueda T, Shibamura H, Orihashi K, Matsuura Y: Stentgrafting to descending thoracic aorta during coronary artery bypass grafting. Ann Thorac Surg 1999; 68: 1418–1420. MEDLINE
36.
Koyanagi T, Sakurada T, Kikuchi Y, Kusajima K: Graft replacement from ascending aorta to descending aorta with endovascular stent graft under median sternotomy. Kyobu Geka 1999; 52: 1029–1031. MEDLINE
37.
Lagattolla N, Matson M, Self G, Smith K, Taylor P, Reidy J: Traumatic rupture of the aortic arch treated by stent grafting. Eur J Vasc Endovasc Surg 1999; 17: 84–86. MEDLINE
38.
Lilienfeld DE, Gunderson PD, Sprafka JM, Vargas C: Epidemiology of aortic aneurysms. I. Mortality trends in the United States, 1951 to 1981. Arteriosclerosis 1987; 7: 637–643. MEDLINE
39.
Lobato AC, Quick RC, Phillips B, Vranic M, Rodriguez-Lopez J, Douglas M, Diethrich EB: Immediate endovascular repair for descending thoracic aortic transection secondary to blunt trauma. J Endovasc Ther 2000; 7: 16–20. MEDLINE
40.
Maruyama K, Ishiguchi T, Kato K, Naganawa S, Itoh S, Sakurai T, Ishigaki T: Stent-graft placement for pseudoaneurysm of the aorta. Radiat Med 2000; 18: 177–185. MEDLINE
41.
Mitchell RS, Dake MD, Sembra CP, Fogarty TJ, Zarins CK, Liddel RP, Miller DC: Endovascular stentgraft repair of thoracic aortic aneurysms. J Thorac Cardiovasc Surg 1996; 111: 1054–1062. MEDLINE
42.
Moon MR, Mitchell RS, Dake MD, Zarins CK, Fann JI, Miller DC: Simultaneous abdominal aortic replacement and thoracic stent-graft placement for multilevel aortic disease. J Vasc Surg 1997; 25: 332–340. MEDLINE
43.
Myrmel T, Lai D, Miller C: Can the principles of evidence based medicine be applied to the treatment of aortic dissection? Eur J Cardiothorac Surg 2004; 25: 236–242. MEDLINE
44.
Nienaber CA, Fattori R, Lund G, Dieckmann C, Wolf W, Kodolitsch Y von, Nicolas V, Pierangeli A: Nonsurgical reconstruction of thoracic aortic dissection by stent-graft placement. N Engl J Med 1999; 340: 1539–1545. MEDLINE
45.
Orend KH, Scharrer-Pamler R, Kapfer X, Kotsis T, Görich J, Sunder-Plassmann L: Endovascular treatment in diseases of the descending thoracic aorta: 6-year results of a single center. J Vasc Surg 2003; 37 : 91–99. MEDLINE
46.
Ott MC, Stewart TC, Lawlor DK, Gray DK, Forbes TL: Management of blunt thoracic aortic injuries: endovascular stents versus open repair. J Trauma 2004; 56: 565–570. MEDLINE
47.
Parodi JC, Palmaz JC, Barone HD: Transfemoral intraluminal graft implantation for abdominal aortic aneurysms. Ann Vasc Surg 1991; 5: 49–59. MEDLINE
48.
Pressler V, McNamara JJ: Thoracic aortic aneurysm: natural history and treatment. J Thorac Cardiovasc Surg 1980; 79: 489–498. MEDLINE
49.
Quinones-Baldrich WJ, Panetta TF, Vescera CL, Kashyap VS: Repair of type IV thoracoabdominal aneurysm with a combined endovascular and surgical approach. J Vasc Surg 1999; 30: 555–560. MEDLINE
50.
Ruchat P, Capasso P, Chollet-Rivier M, Marty B, von Segesser LK: Endovascular treatment of aortic rupture by blunt chest trauma. J Cardiovasc Surg 2001; 42: 77–81. MEDLINE
51.
Scheinert D, Krankenberg H, Schmidt A, Gummert JF, Nitzsche S, Scheinert S, Bräunlich B, Sorge I, Krakor R, Biamino G, Schuler G, Mohr FW: Endoluminal stent-graft placement for acute rupture of the descending thoracic aorta. European Heart Journal 2004; 25: 694–700. MEDLINE
52.
Sueda T, Watari M, Okada K, Orihashi K, Matsuura Y: Endovascular stent-grafting through the aortic arch: an alternative approach for distal arch aortic aneurysm. Ann Thorac Surg 2000; 70: 1251–1254. MEDLINE
53.
Sueda T, Watari M, Orihashi K, Shikata H, Matsuura Y: Endovascular stent-grafting via the aortic arch for distal arch aneurysm: an alternative of endovascular stent-grafting in a complicated case. Ann Thorac Cardiovasc Surg 1999; 5: 206–208. MEDLINE
54.
Svensson LG, Crawford ES, Hess KR, Coselli JS, Safi HJ: Experience with 1 509 patients undergoing thoracoabdominal aortic operations. J Vasc Surg 1993; 17: 357–368. MEDLINE
55.
Svensson LG: Natural history of aneruysms of the descending and thoracoabdominal aorta. J Card Surg 1997; 12 (Suppl.): 279–284. MEDLINE
56.
Temudom T, D'Ayala M, Marin ML, Hollier LH, Parsons R, Teodorescu V, Mitty H, Ahn J, Falk A, Kahn R, Griepp R: Endovascular grafts in the treatment of thoracic aortic aneurysms and pseudoaneurysms. Ann Vasc Surg 2000; 14: 230–238. MEDLINE
57.
Thurnher SA, Grabenwöger M: Endovascular treatment of thoracic aortic aneurysms: a review. Eur Radiol 2002; 12: 1370–1387. MEDLINE
58.
Tse LW, MacKenzie KS, Montreuil B, Obrand DI, Stinmetz OK: The proximal landing zone in endovascular repair of the thoracic aorta. Ann Vasc Surg 2004; 18: 178–185. MEDLINE
59.
Umana JP, Mitchell RS: Endovascular treatment of aortic dissections and thoracic aortic aneurysms. Semin Vasc Surg 2000; 13: 290–298. MEDLINE
60.
Usui A, Tajima K, Nishikimi N, Ishiguchi T: Implantation of an endovascular covered stent-graft for distal aortic arch aneurysm via midsternotomy under pigtail catheter guidance. Eur J Cardiothorac Surg 1999; 16: 356–358. MEDLINE
61.
Williams JS, Graff JA, Uku JM, Steinig JP: Aortic injury in vehicular trauma. Ann Thorac Surg 1994; 57: 726–730. MEDLINE
62.
Won JY, Lee DY, Shim WH, Chang BC, Park SI, Yoon CS, Kwon HM, Park BH, Jung GS: Elective endovascular treatment of descending thoracic aortic aneurysms and chronic dissections with stent-grafts. J Vasc Interv Radiol 2001; 12: 575–582. MEDLINE
63.
Yoshida H, Izumi Y, Magishi K, Ishikawa N, Kubota H, Uchida S: Simultaneous abdominal aortic replacement and thoracic stent-graft placement for multiple aortic aneurysms: report of a case. Kyobu Geka 2000; 53: 734–737. MEDLINE
1. Al Shammari M, Taylor P, Reidy JF: Use of through-and-through guide wire for delivering large stentgrafts into the distal aortic arch. Cardiovasc Intervent Radiol 2000; 23: 237–238. MEDLINE
2. Balzer JO, Doss M, Thalhammer A, Fieguth HG, Moritz A, Vogl TJ: Urgent thoracic aortal dissection and aneurysm: treatment with stent-graft implantation in an angiographic suite. Eur Radiol 2003; 13: 2249–2258. MEDLINE
3. Bickerstaff LK, Pairolero PC, Hollier LH, Melton LJ, Van Peenen HJ, Cherry KJ, Joyce JW, Lie JT: Thoracic aortic aneurysms: a population-based study. Surgery 1982; 92: 1103–1108. MEDLINE
4. Brittenden J, McBride K, McInnes G, Gillespie IN, Bradbury AW: The use of endovascular stents in the treatment of penetrating ulcers of the thoracic aorta. J Vasc Surg 1999; 30: 946–949. MEDLINE
5. Bruninx G, Wery D, Dubois E, El Nakadi B, Van Dueren E, Verhelst G, Delcour C: Emergency endovascular treatment of an acute traumatic rupture of the thoracic aorta complicated by a distal low-flow syndrome. Cardiovasc Intervent Radiol 1999; 22: 515–518. MEDLINE
6. Buth J, Penn O, Tielbeek A, Mersman M: Combined approach to stentgraft treatment of an aortic arch aneurysm. J Endovasc Surg 1998; 5: 329–332. MEDLINE
7. Cambria RA, Gloviczki P, Stanson AW et al.: Outcome and expansion rate of 57 thoracoabdominal aortic aneurysms managed non operatively. Am J Surg 1995; 170: 213. MEDLINE
8. Cartier R, Bui B, Poirier N, Searle N, Gote G, Cartier B, Hudon G: Post-traumatic thoracic pseudoaneurysm repair with an endoluminal expandable stent. Can J Cardiol 1999; 15: 223–225. MEDLINE
9. Cooley DA: Aortic aneurysm operations: past, present, and future. Ann Thorac Surg 1999; 67: 1959–1962. MEDLINE
10. Cooley DA: The history of surgery of the thoracic aorta. Cardiol Clin 1999; 17: 609–613. MEDLINE
11. Coselli JS, LeMaire SA, Miller CC III, Schmittling ZC, Koksoy C, Pagan J, Curling PE: Mortality and paraplegia after thoracoabdominal aortic aneurysm repair: a risk factor analysis. Ann Thorac Surg 2000; 69: 409–414. MEDLINE
12. Coselli JS, LeMaire SA: Surgical techniques. Thoracoabdominal aorta. Cardiol Clin 1999; 17: 751–765. MEDLINE
13. Crawford ES, DeNatale RW: Thoracoabdominal aortic aneurysms: observation regarding the natural course of the disease. J Vasc Surg 1986; 3: 578–582. MEDLINE
14. Crawford ES, DeNatale RW: Thoracoabdominal aortic aneurysms: observations regarding the natural course of the disease. J Vasc Surg 1986; 3: 578–582.
15. Dake MD, Kato N, Mitchell RS, Semba CP, Razavi MK, Shimono T, Hirano T, Takeda K, Yada I, Miller DC: Endovascular stent-graft placement for the treatment of acute aortic dissection. N Engl J Med 1999; 340: 1546–1552. MEDLINE
16. Dake MD, Miller DC, Mitchell RS, Semba CP, Moore KA, Sakai T: The „first generation“ of endovascular stent-grafts for patients with aneurysms of the descending thoracic aorta. J Thorac Cardiovasc Surg 1998; 116: 689–703. MEDLINE
17. Dake MD, Miller DC, Semba CP, Mitchell RS, Walker PJ, Liddel RP: Transluminal placement of endovascular stent-grafts for the treatment of descending thoracic aortic aneurysms. N Engl J Med 1994; 33: 1729–1734. MEDLINE
18. Doss M, Balzer JO, Martens S, Wood JP, Wimmer-Greinecker G, Fieguth HG, Moritz A: Surgical versus endovascular treatment of acute thoracic aortic rupture: a single-center experience. Ann Thorac Surg 2003; 76: 1465–1470. MEDLINE
19. Ehrlich M, Grabenwöger M, Cartes- Zumelzu F, Grimm M, Petzl D, Lammer J, Thurnher S, Wolner E, Havel M: Endovascular stent graft repair for aneurysms on the descending thoracic aorta. Ann Thorac Surg 1998; 66: 19–24. MEDLINE
20. Elefteriades JA: Natural History of thoraco aortic aneurysms: Indication for surgery, and suirgical versus nonsurgical risks. Ann Thorac Surg 2002; 74: S1877–1880. MEDLINE
21. Ergin AM, Galla JD, Lansman SL, Bodian C, Griepp RB: Hypothermic circulatory arrest in operations on the thoracic aorta: determinants of operative mortality and neurologic outcome. J Thorac Cardiac Surg 1994; 107: 788–799.
22. Estes JM, Halin N, Kwoun M, Burch J, England M, Mackey WC: The carotid artery as alternative access for endoluminal aortic aneurysm repair. J Vasc Surg 2001; 33: 650–653. MEDLINE
23. Fann JI, Miller DC: Endovascular treatment of descending thoracic aortic aneurysms and dissections. Surg Clin North Am 1999; 79: 551–574. MEDLINE
24. Fattori R, Napoli G, Parlapiano M, Fusco F, Rapezzi C, Bna C, Pierangeli A, Gavelli G: Endovascular treatment in diseases of the thoracic aorta. Radiol Med 1999; 98: 379–385. MEDLINE
25. Formon JJ, Kuzweg FT, Broadaway RK: Aneurysms of the aorta. A review. Ann Surg 1967; 165: 557–563.
26. Gaines PA, Gerrard DJ, Reidy JF, Beard JB, Taylor PR: The endovascular management of thoracic aortic disease – some controversial issues. Eur J Vasc Endovasc Surg 2002; 23: 162–164. MEDLINE
27. Grabenwöger M, Hutschala D, Ehrlich MP, Cartes-Zumelzu F, Thurnher S, Lammer J, Wolner E, Havel M: Thoracic aortic aneurysms: treatment with endovascular self-expandable stent grafts. Ann Thorac Surg 2000; 692: 441–445. MEDLINE
28. Green R, Kron I: Aortic dissection. Cardiac surgery in the adults second edition, Mc Graw-Hill 2003: 1095–1122.
29. Griepp RB, Ergin MA, Galla JD, Lansman SL, McCullough JN, Nguyen KH, Klein JJ, Spielvogel D: Natural history of descending thoracic and thoracoabdominal aneurysms. Ann Thorac Surg 1999; 67: 1927–1930. MEDLINE
30. Inoue K, Hosokawa H, Iwase T, Sato M, Yoshida Y, Ueno K, Tsubokawa A, Tanaka T, Tamaki S, Suzuki T: Aortic arch reconstruction by transluminally placed endovascular branched stent graft. Circulation 1999; 100: 316–321. MEDLINE
31. Johansson G, Markstrom U, Swedenborg J: Ruptured thoracic aortic aneurysms: a study of incidence and mortality rates. J Vasc Surg 1995; 21: 985–988. MEDLINE
32. Juvonen T, Ergin MA, Galla JD, Landsman SL, Nguyen KH, McCollough JN, Levy D, Asla RA de, Bodian CA, Griepp RB: Prospective study of the natural history of thoracic aortic aneurysms. Ann Thorac Surg 1997; 63: 1533–1545. MEDLINE
33. Kato M, Kaneko M, Kuratani T, Horiguchi K, Ikushima H, Ohnishi K: New operative method for distal aortic arch aneurysm: combined cervical branch bypass and endovascular stent-graft implantation. J Thorac Cardiovasc Surg 1999; 117: 832–834.
34. Kato M, Ohnishi K, Kaneko M, Ueda T, Kishi D, Mizushima T: A new graft-implanting method for thoracic aortic aneurysm or dissection with a stent-graft. Circulation 1996; 94: 188–193. MEDLINE
35. Kochi K, Sueda T, Shibamura H, Orihashi K, Matsuura Y: Stentgrafting to descending thoracic aorta during coronary artery bypass grafting. Ann Thorac Surg 1999; 68: 1418–1420. MEDLINE
36. Koyanagi T, Sakurada T, Kikuchi Y, Kusajima K: Graft replacement from ascending aorta to descending aorta with endovascular stent graft under median sternotomy. Kyobu Geka 1999; 52: 1029–1031. MEDLINE
37. Lagattolla N, Matson M, Self G, Smith K, Taylor P, Reidy J: Traumatic rupture of the aortic arch treated by stent grafting. Eur J Vasc Endovasc Surg 1999; 17: 84–86. MEDLINE
38. Lilienfeld DE, Gunderson PD, Sprafka JM, Vargas C: Epidemiology of aortic aneurysms. I. Mortality trends in the United States, 1951 to 1981. Arteriosclerosis 1987; 7: 637–643. MEDLINE
39. Lobato AC, Quick RC, Phillips B, Vranic M, Rodriguez-Lopez J, Douglas M, Diethrich EB: Immediate endovascular repair for descending thoracic aortic transection secondary to blunt trauma. J Endovasc Ther 2000; 7: 16–20. MEDLINE
40. Maruyama K, Ishiguchi T, Kato K, Naganawa S, Itoh S, Sakurai T, Ishigaki T: Stent-graft placement for pseudoaneurysm of the aorta. Radiat Med 2000; 18: 177–185. MEDLINE
41. Mitchell RS, Dake MD, Sembra CP, Fogarty TJ, Zarins CK, Liddel RP, Miller DC: Endovascular stentgraft repair of thoracic aortic aneurysms. J Thorac Cardiovasc Surg 1996; 111: 1054–1062. MEDLINE
42. Moon MR, Mitchell RS, Dake MD, Zarins CK, Fann JI, Miller DC: Simultaneous abdominal aortic replacement and thoracic stent-graft placement for multilevel aortic disease. J Vasc Surg 1997; 25: 332–340. MEDLINE
43. Myrmel T, Lai D, Miller C: Can the principles of evidence based medicine be applied to the treatment of aortic dissection? Eur J Cardiothorac Surg 2004; 25: 236–242. MEDLINE
44. Nienaber CA, Fattori R, Lund G, Dieckmann C, Wolf W, Kodolitsch Y von, Nicolas V, Pierangeli A: Nonsurgical reconstruction of thoracic aortic dissection by stent-graft placement. N Engl J Med 1999; 340: 1539–1545. MEDLINE
45. Orend KH, Scharrer-Pamler R, Kapfer X, Kotsis T, Görich J, Sunder-Plassmann L: Endovascular treatment in diseases of the descending thoracic aorta: 6-year results of a single center. J Vasc Surg 2003; 37 : 91–99. MEDLINE
46. Ott MC, Stewart TC, Lawlor DK, Gray DK, Forbes TL: Management of blunt thoracic aortic injuries: endovascular stents versus open repair. J Trauma 2004; 56: 565–570. MEDLINE
47. Parodi JC, Palmaz JC, Barone HD: Transfemoral intraluminal graft implantation for abdominal aortic aneurysms. Ann Vasc Surg 1991; 5: 49–59. MEDLINE
48. Pressler V, McNamara JJ: Thoracic aortic aneurysm: natural history and treatment. J Thorac Cardiovasc Surg 1980; 79: 489–498. MEDLINE
49. Quinones-Baldrich WJ, Panetta TF, Vescera CL, Kashyap VS: Repair of type IV thoracoabdominal aneurysm with a combined endovascular and surgical approach. J Vasc Surg 1999; 30: 555–560. MEDLINE
50. Ruchat P, Capasso P, Chollet-Rivier M, Marty B, von Segesser LK: Endovascular treatment of aortic rupture by blunt chest trauma. J Cardiovasc Surg 2001; 42: 77–81. MEDLINE
51. Scheinert D, Krankenberg H, Schmidt A, Gummert JF, Nitzsche S, Scheinert S, Bräunlich B, Sorge I, Krakor R, Biamino G, Schuler G, Mohr FW: Endoluminal stent-graft placement for acute rupture of the descending thoracic aorta. European Heart Journal 2004; 25: 694–700. MEDLINE
52. Sueda T, Watari M, Okada K, Orihashi K, Matsuura Y: Endovascular stent-grafting through the aortic arch: an alternative approach for distal arch aortic aneurysm. Ann Thorac Surg 2000; 70: 1251–1254. MEDLINE
53. Sueda T, Watari M, Orihashi K, Shikata H, Matsuura Y: Endovascular stent-grafting via the aortic arch for distal arch aneurysm: an alternative of endovascular stent-grafting in a complicated case. Ann Thorac Cardiovasc Surg 1999; 5: 206–208. MEDLINE
54. Svensson LG, Crawford ES, Hess KR, Coselli JS, Safi HJ: Experience with 1 509 patients undergoing thoracoabdominal aortic operations. J Vasc Surg 1993; 17: 357–368. MEDLINE
55. Svensson LG: Natural history of aneruysms of the descending and thoracoabdominal aorta. J Card Surg 1997; 12 (Suppl.): 279–284. MEDLINE
56. Temudom T, D'Ayala M, Marin ML, Hollier LH, Parsons R, Teodorescu V, Mitty H, Ahn J, Falk A, Kahn R, Griepp R: Endovascular grafts in the treatment of thoracic aortic aneurysms and pseudoaneurysms. Ann Vasc Surg 2000; 14: 230–238. MEDLINE
57. Thurnher SA, Grabenwöger M: Endovascular treatment of thoracic aortic aneurysms: a review. Eur Radiol 2002; 12: 1370–1387. MEDLINE
58. Tse LW, MacKenzie KS, Montreuil B, Obrand DI, Stinmetz OK: The proximal landing zone in endovascular repair of the thoracic aorta. Ann Vasc Surg 2004; 18: 178–185. MEDLINE
59. Umana JP, Mitchell RS: Endovascular treatment of aortic dissections and thoracic aortic aneurysms. Semin Vasc Surg 2000; 13: 290–298. MEDLINE
60. Usui A, Tajima K, Nishikimi N, Ishiguchi T: Implantation of an endovascular covered stent-graft for distal aortic arch aneurysm via midsternotomy under pigtail catheter guidance. Eur J Cardiothorac Surg 1999; 16: 356–358. MEDLINE
61. Williams JS, Graff JA, Uku JM, Steinig JP: Aortic injury in vehicular trauma. Ann Thorac Surg 1994; 57: 726–730. MEDLINE
62. Won JY, Lee DY, Shim WH, Chang BC, Park SI, Yoon CS, Kwon HM, Park BH, Jung GS: Elective endovascular treatment of descending thoracic aortic aneurysms and chronic dissections with stent-grafts. J Vasc Interv Radiol 2001; 12: 575–582. MEDLINE
63. Yoshida H, Izumi Y, Magishi K, Ishikawa N, Kubota H, Uchida S: Simultaneous abdominal aortic replacement and thoracic stent-graft placement for multiple aortic aneurysms: report of a case. Kyobu Geka 2000; 53: 734–737. MEDLINE

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema