ArchivDeutsches Ärzteblatt3/1997Napoli: Ein Hof der Renaissance

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Napoli: Ein Hof der Renaissance

Schmid-Altringer, Stefanie

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LNSLNS "Napoli! Montegna, Raffael, Tizian, El Greco." Mit diesem Titel eröffnete im Dezember die Weihnachtsausstellung der Bundeskunsthalle in Bonn. Präsentiert wird eine Auswahl aus der Sammlung des Museo Nazionale di Capodimonte, die ein Bild des Reichtums und der kulturellen Pracht entstehen läßt, das die Faszination des heutigen Neapel spürbar macht. Die großen Fürstenhäuser Italiens, insbesondere die Farnese mit Werken der Renaissance und die Bourbonischen Könige mit bisher wenig ausgestellten Bildern des "Secolo d’oro" Neapels wurden durch historische Umstände mit ihren bedeutenden Sammlungen zu den "Urvätern" des Museums. Der Besucher hat den Eindruck, wie durch ein Kaleidoskop in die Zeit des 16. und 17. Jahrhunderts zu blicken: Religiöse Themen stehen neben weltlichen und heidnischen Darstellungen, große Namen wie Tizian und Raffael neben großartigen Malern Neapels wie Jusepe de Ribera und Artemisia Gentileschi und Porzellanfigurinen neben Bildteppichen. Wer eine Pause von den visuellen Genüssen braucht, kann im "Studiolo" der Ausstellung in Büchern stöbern oder in der "Stanza di Musica" die Musik der Zeit hören. Das Rahmenprogramm scheint die Bundeskunsthalle noch zusätzlich in einen Hof der Renaissance zu verwandeln: zwei deutsche Erstaufführungen und eine Welturaufführung klassischer italienischer Musik sind unter anderem angekündigt.
Bis zum 2. März ist die Ausstellung zusammen mit der Moderna Muset Stockholm Präsentation in der Bundeskunsthalle in Bonn zu sehen, besser: zu entdecken!
Stefanie Schmid-Altringer
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