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LNSLNS Leitlinien werden definiert als systematisch entwickelte Entscheidungshilfen für Ärzte und Patienten, die eine individuelle, angemessene gesundheitliche Versorgung ermöglichen sollen. Leitlinien werden als valide angesehen, wenn durch ihre Befolgung die erwarteten gesundheitlichen und ökonomischen Resultate tatsächlich erzielt werden. Evidenzbasierte Leitlinien werden insbesondere in Disease-Management-Programmen zur qualitätsgesicherten Versorgung chronisch Kranker eingesetzt. Zur kritischen Bewertung von Leitlinien haben die Kassenärztliche Bundesvereinigung, die Bundesärztekammer, die Spitzenverbände der Krankenkassen sowie die Deutsche Krankenhausgesellschaft ein Clearing-Verfahren für Leitlinien etabliert. Im Mittelpunkt dieses Verfahrens stehen die systematische Recherche und Qualitäts- und Angemessenheits-Bewertung von Leitlinien zu ausgewählten Versorgungsbereichen durch unabhängige Expertengruppen. Die Ergebnisse dieser Analyse werden in Form von allgemein zugänglichen „Leitlinien-Clearingberichten“ in gedruckter (Schriftenreihe des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin = ÄZQ) und elektronischer Form (www.leitlinienclearing.de) zur Verfügung gestellt. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen befürwortet die Anwendung von Leitlinien zur Qualitätssicherung und als Instrumente zur Verbesserung der Versorgungsergebnisse. Der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe, kritisiert hingegen die zunehmende „Programm-Medizin“: Patienten würden zu statistischen Größen, die individuelle Patient-Arzt-Beziehung verlöre an Bedeutung. JF
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