ArchivDeutsches Ärzteblatt3/1997Prevention of Contact Dermatitis
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Geballtes Wissen
P. Elsner, J. M. Lachapelle, J. E. Wahlberg, H. I. Maibach (Editors): Prevention of Contact Dermatitis. Current Problems in Dermatology, Volume 25, S. Karger Verlag, Basel, Freiburg u. a., 1996, X, 226 Seiten, 70 Abbildungen, 52 Tabellen, gebunden, 331 DM
Bei den Berufskrankheiten haben sich Hauterkrankungen schon seit einiger Zeit an die Spitze geschoben. In Industrieländern machen Dermatitiden rund 30 bis 40 Prozent der Meldungen aus. Die Kontaktdermatitis ist als umweltbedingte Erkrankung häufig, oft chronisch – aber prinzipiell vermeidbar. Das Wissen über geeignete Strategien ist – zumindest teilweise – vorhanden. Erstmals wurde es bei der Internationalen Konferenz über Kontaktdermatitis 1995 in Zürich komprimiert präsentiert – jetzt erschienen die Ergebnisse im Band 25 der Reihe "Current Problems in Dermatology". Die Herausgeber haben das Buch in der Hoffnung zusammengestellt, daß das "geballte Wissen" bei der Planung von Präventivstrategien zu Rate gezogen wird, aber daß es auch Eingang in die tägliche Praxis von Dermatologen und Arbeitsmedizinern findet.
In den 24 Beiträgen zusammengestellt sind einerseits theoretische Überlegungen, andererseits praktische Vorschläge, wie Risikogruppen erkannt werden. Prädisponierte Personen sollten deshalb periodisch kontrolliert werden, gleichzeitig muß der Arbeitsplatz so sicher wie möglich gemacht werden. Die Autoren gehen in mehreren Beiträgen auch auf den Sinn und die Gefahren von Handschuhen und Barriere-Cremes zum Schutz der Hände ein. Sie fordern außerdem eine gezielte Aufklärung der Arbeiter über den Gebrauch dieser Protektiva, aber auch über den Umgang mit Seifen und Detergenzien. Daneben finden sich in diesem Werk Betrachtungen über die Prävention von Kontaktdermatitiden bei Zahnärzten, die durch Acryllösungen verursacht werden, auch Gedanken zur Sekundärprävention fehlen nicht. Insgesamt handelt es sich um ein übersichtlich gestaltetes Buch, das jedoch sicher nur für diejenigen Ärzte interessant ist, die sich wissenschaftlich oder auch praktisch-wissenschaftlich mit dieser Thematik auseinandersetzen. Für diesen Personenkreis dürfte auch die englische Sprache kein Hemmnis sein.
Renate Leinmüller,
Offenbach
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