ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2005Gesundheitskarte: Der gläserne Mensch

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Gesundheitskarte: Der gläserne Mensch

Dtsch Arztebl 2005; 102(20): A-1440 / B-1206 / C-1142

Schwithal, Andrea; Lox, Angela

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LNSLNS Was droht uns mit der eventuell ab 2006 gültigen Gesundheitskarte? Der gläserne Mensch: George Orwell und Aldous Huxley lassen grüßen. Hiermit legen wir Protest gegen die einzuführende Gesundheitskarte ein: Es werden sich sehr viele sehr persönliche Daten auf dieser Karte befinden, und diese werden – nach den Plänen der Bundesregierung – in einem Zentralcomputer gespeichert. Das führt unweigerlich dazu, dass viele Personen Zugriff auf unsere Daten haben werden, ohne dass wir das in irgendeiner Form beeinflussen können, ja wir werden nicht einmal erfahren, wer auf diese Daten zugreift. Wir sehen den Datenschutz als absolut nicht gewährleistet an. Es entsteht der gläserne Mensch, da immer mehr „Geheimnisse“ – wie das Bankgeheimnis – schon aufgehoben sind. Wir müssen annehmen, dass die Regierung und Kassen auf diese Daten zurückgreifen und bei bestimmten Erkrankungen Aufschläge erhoben werden. Der Bespitzelung sind damit Tür und Tor geöffnet. Drohen Zeiten wie im Dritten Reich oder in der DDR? Als mündige Bürger sollten wir uns überlegen, ob wir uns das antun lassen wollen.
Andrea Schwithal, Hermannstraße 1, 28857 Syke,
Angela Lox, Bremer Weg 4, 28857 Syke
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