ArchivDeutsches Ärzteblatt23/2005Sicherheit im Internet: Leichtsinnige Surfer

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Sicherheit im Internet: Leichtsinnige Surfer

EB

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LNSLNS Internet-Nutzer treffen kaum Schutzmaßnahmen.
Spam, Viren, Dialer oder Datenmissbrauch: 63 Prozent aller Nutzer erachten das Internet als unsicher. Obwohl für 92 Prozent Sicherheit eines der wichtigsten Themen bei der Web-Nutzung ist, gibt es gerade bei der praktischen Anwendung von Schutzmaßnahmen große Defizite. Trotz zahlreicher Schutzmöglichkeiten verwendet nur jeder zweite User ein Schutzprogramm gegen Dialer (48 Prozent) oder deaktiviert Cookies zum Schutz gegen Programme, die das Nutzerverhalten ausspionieren (47 Prozent). Dies sind die Ergebnisse einer repräsentativen Studie, die das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid im Auftrag der Initiative D21 und von AOL Deutschland durchgeführt hat.
Noch deutlicher sind der Befragung zufolge die Defizite beim Kinderschutz: Nur 29 Prozent der Eltern haben für ihre Kinder eine Schutzsoftware installiert. Obwohl 76 Prozent aller Eltern angeben zu wissen, was ihr Kind im Internet macht, kennt mehr als ein Viertel die Lieblings-Website ihres Kindes nicht.
Die Befragung zeigt allerdings auch, dass das Basiswissen über mögliche Gefahren im Internet vorhanden ist: Computerviren kennen 98 Prozent der Internet-Nutzer, Spam 92 Prozent. Auch das
so genannte Phishing – betrügerische Versuche, an Passwörter und Geheimzahlen zu gelangen – ist bereits 89 Prozent der Nutzer bekannt. Die häufigsten Schutzvorkehrungen, die Surfer treffen, sind Virenscanner (85 Prozent), das Ignorieren unbekannter E-Mails (83 Prozent) und regelmäßige Datensicherung (75 Prozent). EB
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