ArchivDeutsches Ärzteblatt4/1997GKV: Alternativen aufzeigen

SPEKTRUM: Leserbriefe

GKV: Alternativen aufzeigen

Lücke, Bernd

Zu dem "Seite eins"-Beitrag "GKV-Neuordnungsgesetze: Reparatur-Notopfer" von Dr. Harald Clade in Heft 46/1996
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LNSLNS . . . Bisher haben im wesentlichen die Länder, über die jeweiligen Krankenhausfinanzierungsgesetze, den Neubau und die Renovierung der Krankenhäuser gezahlt. Daß dies aus allgemeinen Steuermitteln geschah, ist sicherlich auch dem Autor des Artikels nicht unbekannt. Auch dürfte keinem Leser unbekannt sein, daß sich derzeit nicht nur der Bund, sondern auch die Länder und Kommunen in einer schwerwiegenden Finanzkrise befinden.
Es bleibt also festzuhalten: Auch die Ausgaben für Bau und Unterhalt von Krankenhäusern sind letztlich dem Gesundheitssystem zuzurechnen. Daher ist es nur systemgerecht, wenn für Bau und Unterhalt der Krankenhäuser auch die Krankenkassen über die Beitragsfinanzierung beziehungsweise, da dieses derzeit aus politischen Gründen (Lohnnebenkosten) nicht gewollt ist, die Versicherten direkt an diesen Kosten beteiligt werden. Hierdurch entstehen keine zusätzlichen Kosten, sondern die Kosten werden lediglich dem Bereich zugeordnet, in dem sie tatsächlich entstehen.
Mit anderen Worten: Würden nicht die Versicherten beziehungsweise die Krankenkassen zur Finanzierung des Klinikbaus und der Reparaturen herangezogen werden, müßte dies durch zusätzliche Steuererhöhungen aufgefangen werden. Wie dem auch sei, derjenige, der zahlt, wäre immer der Versicherte/Steuerbürger. Insofern ist der Kommentar von Herrn Clade am Ziel weit vorbeigegangen. Eine letzte Bemerkung: Wer Kommentare schreibt, um anzuprangern, sollte sich auch bemühen, Alternativen aufzuzeigen.
Dr. med. Bernd Lücke, Weißenburger Straße 5, 31134 Hildesheim
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