ArchivDeutsches Ärzteblatt28-29/2005Bundes­ärzte­kammer: Gemälde ehemaliger Präsidenten

VARIA: Feuilleton

Bundes­ärzte­kammer: Gemälde ehemaliger Präsidenten

Dtsch Arztebl 2005; 102(28-29): A-2040 / B-1725 / C-1629

Clade, Harald

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LNSLNS Im ersten Obergeschoss des neuen Verwaltungsgebäudes der Bundes­ärzte­kammer in Berlin hängen die Porträts von fünf früheren Präsidenten.

Die Porträts von links nach rechts: Karsten Vilmar, Hans Joachim Sewering, Ernst Fromm, Hans Neuffer und Carl Oelemann. Foto: Georg Lopata
Die Porträts von links nach rechts: Karsten Vilmar, Hans Joachim Sewering, Ernst Fromm, Hans Neuffer und Carl Oelemann. Foto: Georg Lopata
Das neue Verwaltungsgebäude der Bundes­ärzte­kammer am Herbert-Lewin-Platz 1 in Berlin-Charlottenburg, bezogen im Juli 2004 auf dem ehemaligen Gelände der Königlich-Preußischen Porzellanmanufaktur, zieren jetzt fünf Porträts der ehemaligen Präsidenten der Bundes­ärzte­kammer und des Deutschen Ärztetages der Nachkriegszeit. Die Porträts wurden von zeitgenössischen Malern geschaffen.
Auf einem Flur im ersten Obergeschoss des sonst eher schmucklosen, funktionsgerechten, in seinen äußeren Strukturen und Fassaden fast schlicht-klassizistisch konstruierten neuen Verwaltungsgebäudes hängen jetzt vor dem großen Sitzungssaal vier Gemälde und eine Schwarz-Weiß-Fotoreproduktion der ehemaligen Präsidenten*: Dr. med. Carl Oelemann (†), Prof. D. Dr. med. Dr. med. h. c. mult. Hans Neuffer (†), Prof. Dr. med. Dr. med. h. c. Ernst Fromm (†), Prof. Dr. med. Dr. med. h. c. Hans Joachim Sewering und Prof. Dr. med. Dr. med. h. c. mult. Karsten Vilmar.
Vilmar-Porträt des Kölner Malers Rolf Maria Koller
Das Porträt von Karsten Vilmar stammt vom Kölner Maler Prof. Rolf Maria Koller (Jahrgang 1932), der seit 1973 als Kunstprofessor an den Kölner Werkschulen tätig war, die später in die Fachhochschule Köln, Fachbereich Kunst und Design, integriert wurden. Bereits seit 1953 arbeitet Koller als freischaffender Maler in seiner Heimatstadt Köln. Kollers Arbeiten wurden und werden in zahlreichen Galerien und Sonderausstellungen einem breiteren Publikum vorgestellt, so im Sommer 2003 in der Thomas-Morus-Akademie/Kardinal-Schulte-Haus in Bensberg (bei Köln).
Der Künstler, der sehr zeitkritisch Themen anpackte und in den für ihn charakteristischen Stil umsetzte, griff stets aktuelle und historische Themen auf, auch Bildthemen, „die zwischen der Unvorstellbarkeit und dem Realerlebnis, zwischen Menschenwerk und Hölle, zwischen Verdun und Auschwitz, also zwischen den Schützengräben der Kriege und den Skelettgruben der Konzentrationslager, angesiedelt sind“, wie es Prof. Frank Günter Zehnder einmal formulierte.
Kollers detailliert ausgearbeitete Werke sind keine schnell „hingeworfenen“ Malskizzen und Fragmente, sondern die Sujets und Überlegungen des Malers sind zumeist über Jahrzehnte gereift, in Vorstudien, Skizzen und malerischen Reflexionen vorbereitet. Seit 17 Jahren sind diese gesammelten subjektiven Lebenseindrücke Form, Gestalt und Bild geworden; sie haben sich in großen und überdimensionierten Zyklen artikuliert. Die Porträtmalerei tritt dabei eher in den Hintergrund. Kunstkritiker Zehnder charakterisierte Kollers Werk: „Diese Kunst ist nicht im dekorativen Sinne schön, sie ist aber große und klare Kunst, weil sie ihre Inhalte in die ihnen entsprechenden Formen fasst.“ Harald Clade


*Die Amtszeit der Präsidenten der Bundes­ärzte­kammer und des Deutschen Ärztetages:
Carl Oelemann: 1948–1949
Hans Neuffer: 1950–1959
Ernst Fromm: 1960–1972
Hans Joachim Sewering: 1973–1977
Karsten Vilmar: 1978–1999
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