ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2005Telematik: Investition in die Zukunft

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Telematik: Investition in die Zukunft

Dtsch Arztebl 2005; 102(31-32): A-2129 / B-1797 / C-1701

Krüger-Brand, Heike E.

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LNSLNS Das Thema Gesundheitstelematik wird immer wichtiger, wenn es um die Verbesserung von Qualität und Effizienz der Patientenversorgung geht – Anlass für das Deutsche Ärzteblatt, Telematik zum Titel dieser Ausgabe zu machen. Die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte und der damit verbundene Aufbau der Telematikplattform stellt alle Akteure des Gesundheitswesens vor eine gewaltige Aufgabe – mit Chancen und Risiken. Aufzuhalten ist die Entwicklung nicht. Auch bei den Ärzten setzt sich allmählich die Erkentnis durch, dass sie um wesentliche technische und organisatorische Neuerungen nicht herumkommen werden. So sagen neun von zehn Ärzten dem Thema eine schnell wachsende Bedeutung voraus, wie eine kürzlich durchgeführte Studie ergab („Monitoring eHealth Deutschland 2005/2006“). Vor allem die Krankenhäuser zeigen eine hohe Bereitschaft, in Telematik zu investieren. Geplant sind Investitionen in die IT-Sicherheit, in mobile Dienste und in die Tele­ma­tik­infra­struk­tur. Dagegen ist die Investitionsbereitschaft bei den niedergelassenen Ärzten deutlich geringer ausgeprägt, aber auch sie rechnen mit steigenden Aufwendungen für Fortbildungsmaßnahmen und für die Modernisierung ihrer EDV-Systeme.
Was den medizinischen Nutzen von Telematik betrifft, sind die Ärzte noch skeptisch. Knapp zwei Drittel erwarten hinsichtlich der Behandlungsqualität keine Auswirkungen durch den Telematikeinsatz. Allerdings rechnet eine deutliche Mehrheit mit einer verbesserten Verfügbarkeit und einer erhöhten Transparenz von Patientendaten.
Gleichzeitig besteht ein erheblicher Informationsbedarf: Die Hälfte der befragten Ärzte sieht sich über neue Telematikanwendungen nur unzureichend informiert. Aufklärung und Informationsangebote sind daher dringend erforderlich. Nur so lässt sich Akzeptanz für die mit der Einführung der Gesundheitskarte verbundenen Änderungen schaffen. Heike E. Krüger-Brand
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