Archiv33/200550 Jahre Katathym-imaginative Psychotherapie: Wachsende Bedeutung von Imaginationen in der Psychotherapie

EDITORIAL

50 Jahre Katathym-imaginative Psychotherapie: Wachsende Bedeutung von Imaginationen in der Psychotherapie

Deutsches Ärzteblatt online, 19.08.2005, www.aerzteblatt.de/aufsaetze/0508

Wilke, Eberhard

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LNSLNS Ein Kongress in Göttingen beschäftigte sich mit der Weiterentwicklung der Katathym-imaginativen Psychotherapie und ihrer Beziehung zu benachbarten Verfahren.

Die Katathym-imaginative Psychotherapie (KIP) wurde von Hanscarl Leuner 1954 erstmals beschrieben, zunächst unter dem Begriff des „Katathymen
Bilderlebens“. Es handelt sich um ein psychodynamisches, das heißt tiefenpsychologisch fundiertes Verfahren, in dem innere Bilder in Form von Imaginationen eine zentrale Rolle spielen.
Die KIP hat sich in den fünfzig Jahren ihres Bestehens beständig weiterentwickelt und stellt heute ein breites Repertoire technischer Variablen zur Verfügung. Im Sommer 2004 fand in Göttingen, der Wirkungsstätte von Leuner, zu seinem Gedächtnis ein großer Kongress statt, auf dem die Weiterentwicklung der KIP und ihre Beziehung zu benachbarten psychotherapeutischen Verfahren deutlich wurde. Ein Team von Schweizer Forschern um Dr. med. Michael Stigler beleuchtete die Prozessforschung, Prof. Dr. med. Ulrich Rüger, heutiger Direktor der Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik der Universität Göttingen und somit Nachfolger von Leuner im Amt, stellte die heutigen Grundlagen psychodynamischer Psychotherapie dar.
In einer breiten multizentrischen Studie hat die KIP 2003 erneut ihre Wirksamkeit in der Behandlung wichtiger psychischer und somatischer Störungen belegt (Wietersheim, 2003). Nicht zuletzt die Weiterentwicklung der Konzepte zur Behandlung posttraumatischer Belastungsstörungen beziehungsweise des Umgangs von Menschen mit kürzlich stattgehabten Traumatisierungen (Feuerwehrleute, Helfer) hat die therapeutische Kraft imaginativer Prozesse deutlich werden lassen. Imaginationen gewinnen in verschiedenen Therapieschulen wachsende Bedeutung, so in der Verhaltenstherapie und der Hypnose, vor allem als Darstellungs- und Entwicklungsort von Ressourcen. In der KIP stellen sich einerseits Ressourcen imaginativ dar, andererseits gewinnen unbewusste Konflikte imaginative Ausgestaltung und wirken auf das erlebende Selbst des Patienten zurück.
Der Begriff Katathym bezeichnet die Abhängigkeit imaginativer Vorgänge von Emotionen (griechisch: kata = gemäß, thymos = Seele, das heißt Emotionalität). Da die bildhaften Projektionen innerseelischer Abläufe oft dramatischen Charakter haben, wird vor allem in Schweden und den Niederlanden der synonyme Begriff Symboldrama verwandt. Im angloamerikanischen Sprachraum ist die Bezeichnung Guided Affective Imagery gebräuchlich. Imaginative Techniken als Mittel intensiver Selbstwahrnehmung sind lange bekannt. Freud wandte sie einige Jahre lang an, entwickelte daraus dann die freie Assoziation. C. G. Jung entwickelte eine Technik, die er „aktive Imagination“ nannte. Auch in der Oberstufe des Autogenen Trainings wird die bildhafte Wahrnehmung von Farben und Bildern angeregt.
Im Gegensatz zu diesen Verfahren, bei denen ein Patient für sich allein imaginiert und später seinem Therapeuten darüber berichtet, ist die Katathym-imaginative Psychotherapie ein dialogisches Verfahren, das heißt, der Patient berichtet dem Therapeuten seinen Tagtraum simultan mit dessen Entstehen, sozusagen in statu nascendi. Dabei stellt die Beziehung zwischen ihm und seinem Therapeuten neben dem intrapsychischen Konflikt eine wesentliche Determinante des Tagtraums dar. Übertragung, Gegenübertragung und Widerstand finden symbolischen Ausdruck, insofern erfüllt die KIP die zentralen Kriterien eines psychodynamischen Verfahrens.
Praxis der Katathym-imaginativen Psychotherapie
Nach Erheben der tiefenpsychologischen Anamnese, Klärung der Indikation und Gedanken zur Prognose beginnt die Arbeit mit der KIP etwa in der fünften Behandlungsstunde. Der Patient wird aufgefordert, sich ein bestimmtes Motiv, etwa eine Blume oder eine Wiese, vorzustellen. Die Motivvorgabe erleichtert
zu Beginn der Behandlung die symbolische Darstellung intrapsychischer und interpersoneller Konflikte, sie kann jedoch in fortgeschrittenem Stadium einer KIP entfallen. Suggestive Hinweise zur Entspannung sind überflüssig, da tagtraumhafte innere Bilder rasch zu einer muskulären Entspannung führen. Imagination und Entspannung korrelieren eng. In einem sich verstärkenden Zirkel führt vertiefte psychophysische Entspannung zu klaren und plastischen katathymen Imaginationen, diese wiederum vertiefen den Entspannungszustand. In voller Ausprägung sind die inneren Bilder sehr deutlich, oft farbig, quasi real. Ein Patient kann sich in ihnen bewegen, Handlungen vollziehen, Gefühle empfinden und modulieren. Das katathyme Bild ist in seiner vollen Ausprägung durch eine gewisse Autonomie gekennzeichnet. Es kann willentlich nur mühsam beeinflusst werden, das Gefühl für die real ablaufende Zeit und den realen umgebenden Raum schwächt sich ab. Durch den ständigen verbalen Bericht des Patienten bleibt die oft tiefe Regression im Dialog kontrolliert. Diese Verbalisierung, die als Sekundärprozess simultan den Primärprozess des bildhaften Erlebens begleitet, schützt somit vor zu tiefer und unkontrollierter Regression.
Der Therapeut hat die Aufgabe, im verbalen Dialog das sich entwickelte bildhafte innere Drama seines Patienten zu begleiten. Aufgrund seiner eigenen Erfahrung mit der KIP ist er „geübt im Lesen von inneren Bildern“ und kann die bei ihm selbst aufsteigenden korrespondierenden Imaginationen diagnostisch nutzen. Er kann den Tagtraum des Patienten nach bestimmten Interventionstechniken und durch die Vorgabe von bestimmten Motiven strukturieren. In späteren Phasen der Therapie wird er seinem Patienten immer mehr Raum zur kreativen Entfaltung des Tagtraums geben.
Motive der Grundstufe
Leuner hat eine Reihe von Bildmotiven entwickelt, die klinisch erprobt und geeignet sind, symbolhafte Projektionen in zentralen menschlichen Konfliktbereichen anzuregen. Die Bedeutungsinhalte der Bildsymbole im Einzelnen können nur individuell erfasst werden. Ihre Entschlüsselung im Sinne einer „Deutung“ steht allenfalls am Ende eines Prozesses der Selbstexploration. Bedeutsam ist zunächst die Imagination selbst in ihrer kreativen Entfaltung zusammen mit der Wahrnehmung der dazugehörigen Emotion und die Rückwirkung auf das erlebende Selbst des Patienten.
Die imaginierte Wiese ist oft Bühne von Symbolgestalten, wie Tieren, Pflanzen und Bäumen, sie spiegelt die gegenwärtige Gestimmtheit wider. Eine Wiese kann Symbol des geschützten Raumes (Paradieswiese) sein, wie auch Symbol des Ursprungs. Beim Motiv des Bachlaufs kann der Träumende an die Quelle des Bachs gelangen, er kann sich aber auch entscheiden, dem Fluss des Wassers zu folgen und dem Meer zuzustreben. Beim Motiv des Bergs und dessen Besteigung wird oft das Anspruchsniveau eines Patienten deutlich, seine Leistungsthematik wird symbolisch angesprochen. Das Motiv des Hauses ermöglicht Einblicke in das Erleben der eigenen Person hinsichtlich Kontaktbereitschaft, Impulsfreudigkeit und der Bereitschaft zur Aufdeckung genetischen Materials.
Es lassen sich drei Dimensionen der Katathym-imaginativen Psychotherapie voneinander abgrenzen:
1. Konfliktdarstellung und Konfliktbearbeitung auf der Symbolebene
2. Befriedigung archaischer Bedürfnisse
3. Entfaltung von Kreativität und kreative Problemlösung.
Erste Dimension der KIP
Die Strukturierung durch Vorgabe von Motiven fördert initial den therapeutischen Prozess. Motive helfen, Imaginationen eines Patienten auf seine zentralen Konflikte zu fokussieren und sie darzustellen. Der Therapeut versucht, als Begleiter seinen Patienten zu ermutigen, sich symbolhaft mit sich selbst und den umgebenden Objekten zu konfrontieren. Der Patient hat dabei jedoch alle Freiheiten, das Motiv zu einzelnen Szenen in seinem Sinne auszuweiten. Dann fördert der Therapeut den assoziativen Fluss der Imaginationen. In Analogie zum freien Assoziieren in der klassischen Psychoanalyse wird in der KIP auf einer imaginativen Ebene assoziiert. Diese Assoziationskette innerer Bilder ist von Affekten getragen und zu wesentlichen Teilen bestimmt. In der symbolhaften Szene entsteht ein bestimmtes Gefühl, das wiederum auf das Symbol zurückwirkt und es verändert. Da dieser Vorgang verbal vermittelt wird, lässt sich die Tiefe der Regression und die Art des verbalen Kontakts steuern. Die kontrollierte Regression führt oft in frühe Phasen der Individuation zurück, der Patient findet sich in Kindheitsszenen wieder und durchlebt sie intensiv. Es kann zu einer Regression auf Konflikte kommen, aber auch zu Regressionen in konfliktarme Bereiche im Sinne einer harmonischen und wohltuenden Szenerie. Dieses „Regredieren vor einem Konflikt“ stellt ein wichtiges Phänomen vor allem für die Behandlung von psychosomatisch kranken und von traumatisierten Patienten dar.
Zweite Dimension
Neben der ersten, konfliktzentrierten Dimension liegt in der zweiten Dimension die Möglichkeit der Befriedigung archaischer beziehungsweise basaler Bedürfnisse. Die Imagination zentriert sich hier auf ein regressives und wohltuendes Erleben, wie es vielleicht in der bisherigen Realität eines Patienten nur selten möglich war. Häufig kommt es zu Szenen innerer Beglückung im Sinne einer therapeutischen Regression nach Balint. Eine solche bergende primärprozesshafte Szenerie ist an eine gute Beziehung zwischen Patient und Therapeut gebunden.
Nach solchen Imaginationen ergeben sich oft anhaltende klinische Besserungen sowohl psychischen Leidens wie auch psychosomatischer Symptome. Daraus lässt sich die Hypothese ableiten, dass sich durch wiederholtes Imaginieren konfliktarmer, überwiegend guter und bedürfnisbefriedigender Szenen auf dem Hintergrund einer anaklitischen Übertragung zum Therapeuten Entwickungsdefizite kompensieren beziehungsweise korrigieren lassen (Wilke, 2004).
Dritte Dimension
Mithilfe katathymer Bilder lassen sich kreative Prozesse fördern, der imaginative Prozess ist in sich kreativ. Dieser Aspekt des Verfahrens weist über die Krankenbehandlung hinaus in Bereiche der Persönlichkeitsförderung und Entwicklung. Das katathyme Bild eröffnet nicht nur einen Blick auf Dysfunktion und Konflikt, sondern es eröffnet auch Möglichkeiten, innere Stärken wahrzunehmen, sie zu erproben und in der Vorstellung Handlungskompetenz zurückzugewinnen, die in der Krankheit womöglich verloren gegangen ist. Im Verlauf einer Imagination entsteht zwischen dem Patienten und seinem Therapeuten oft ein Gefühl des „Neuerschaffens“. Im Zustand der inneren Versenkung und Regression nimmt der Einfallsreichtum zu, einengende, die Kreativität hemmende Vorgänge sind weniger bedrückend.
Therapeutische Techniken und Wirkprinzipien
Leuner hat verschiedene Wirkprinzipien beschrieben. Auf der Grundstufe des Verfahrens zu Beginn einer Therapie spricht er vom „Versöhnen und Anreichern“, hierdurch kann es zu Versöhnungen mit abgespaltenen Introjekten kommen, die von feindseligen Symbolgestalten verkörpert werden. In einer späteren Phase der Therapie ermöglicht die Technik der Symbolkonfrontation die Beziehungsklärung zu einer als feindselig erlebten Symbolgestalt. Im Verlauf solcher Interventionen kommt es zu Wandlungsphänomenen, die Szene verändert sich, durch Probehandlungen in der imaginierten Szene werden reale Verhaltensänderungen vorbereitet. Beim Durcharbeiten in der KIP werden innere Bilder eingesetzt, um neurotisch bedingte Wiederholungszwänge zu verstehen und aufzulösen. Es geht dann um das Klarifizieren von Gefühlen, um eine differenzierte Binnenwahrnehmung, um Assoziation und Spiegeln der imaginierten Inhalte, um das Durchleben und Durchleiden auch negativer Affekte. Am Ende dieser Reihe steht die deutende Hilfe des Therapeuten.
Die Behandlungstechnik der KIP folgt einem erweiterten psychoanalytischen Paradigma, in dem neben Konfrontationen und Deutungen auch Beruhigungen, Ermutigungen, Anregungen und Handlungsanweisungen einen Platz haben. Es werden zwei Kommunikationsebenen etabliert:
1. die Ebene der Imagination, in der das Erleben dominiert,
2. die Ebene des Gesprächs, in dem die kognitive Verarbeitung vorherrscht.
Beide Ebenen folgen in strukturiertem Wechsel aufeinander. Jeder Bereich erhält seinen Raum und wird durch den anderen begrenzt. Diese Struktur wird im Laufe der Zeit internalisiert und steht dann als inneres Schema für den Umgang mit progressiven und regressiven Tendenzen zur Verfügung.
Während in der Psychoanalyse primär die Übertragung auf den Therapeuten zur Manifestationsebene für die Neurose dient, nutzt die KIP innere Bilder zur Darstellung der neurotischen Konfliktbereitschaft. Zumeist bleibt eine stille, positiv getönte Elternübertragung auf den Therapeuten über weite Strecken uninterpretiert. Sie wird erst später in der Ablösungsphase explizit bearbeitet. Das Wahrnehmen von inneren Konflikten mithilfe von Imaginationen, begleitet von einem als vertrauensvoll erlebten Therapeuten, ist in der Regel weniger belastend als das Erleben von Konflikten ausschließlich in der Übertragung zum Therapeuten.
Für psychosomatisch Kranke ist die enge Verschränkung von psychophysischer Entspannung und gleichzeitiger Konfliktdarstellung in der Imagination bedeutsam. Die Aktivitäten des Therapeuten haben nicht nur analysierenden Charakter, sondern auch eine psychosynthetische Funktion. Zusammen mit der selbstexplorativen Kraft des Patienten helfen sie, veränderte innere Strukturen zu errichten.
In der KIP ist der therapeutische Raum in einen erlebenden und einen reflektierenden Bereich eingeteilt. Die Möglichkeit eines Patienten, seine innere Welt auf die Ebene der Bilder zu externalisieren, fördert seine Selbstreflexion. Die KIP hat sich in der Behandlung psychosomatisch Kranker besonders bewährt, da sie Symbolisierungsprozesse anregt und fördert. Hierdurch wird eine „Rückübersetzung“ körperlicher Symbolisierung in der Krankheit in eine Symbolsprache gefördert, die letztlich die Verbalisierung vorbereitet und auch einen kognitiven Zugang erleichtert. Das Verfahren fördert die Fantasietätigkeit und eröffnet somit psychosomatisch Kranken Erlebnisbereiche, in denen sie primär behindert scheinen.
Die KIP ist ein intensiv wirkendes, die Regression förderndes und oft sehr selbstkonfrontatives Verfahren. Seine Anwendung verlangt eine gründliche Ausbildung in allgemeiner Psychotherapie und im speziellen Verfahren der KIP, die auch eine spezifische Selbsterfahrung beinhaltet.
Indikationen und Kontraindikationen
Die KIP hat einen breiten Anwendungsbereich. Zu nennen sind: Kriseninterventionen und alle Formen neurotischer Entwicklungen sowie psychosomatischer Erkrankungen, auch im Kindes- und Jugendlichenalter. Spezielle Erfahrungen liegen bei der Behandlung von Essstörungen und chronisch-entzündlichen Darm­er­krank­ungen vor. Die KIP hat sich auch als Paar-, Familien- und Gruppentherapie bewährt. Sie ist oft erfolgreich bei Patienten mit festgefügten Abwehrstrukturen, bei denen der Zugang zur Emotionalität gestört ist, auch bei einfach strukturierten und in Introspektion ungeübten Patienten. Ein Schwerpunkt ist die Kurztherapie.
Der Kongress konnte zeigen, dass sich das Spektrum der Indikationen mit zunehmender Differenzierung des Verfahrens in den letzten Jahren erweitert hat. So können Borderline-Störungen, die noch vor zehn Jahren als relative Kontraindikationen galten, mittlerweile erfolgreich behandelt werden, wenn entsprechende Modifikationen in der Haltung des Therapeuten und im technischen Vorgehen berücksichtigt werden.

Literatur
Balint M: Therapeutische Aspekte der Regression. Stuttgart: Klett 1970.
Kottje-Birnbache L, Sachsse U: Das gemeinsame Katathyme Bilderleben in der Gruppe. Bern: Huber, 1986.
Leuner H: Lehrbuch des Katathymen Bilderlebens. Bern, Stuttgart, Toronto: Huber 1994.
Wilke E: Leuners Katathym-imaginative Psychotherapie (KIP). 6. Auflage. Stuttgart: Thieme 2004.
Weitere Literatur beim Verfasser

Anschrift des Verfassers:
Dr. med. Eberhard Wilke
Chefarzt der Curtius-Klinik
Neue Kampstraße 2
23710 Malente-Gremsmühlen
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