ArchivDeutsches Ärzteblatt33/2005Weniger Kontakt zum Abend: Stilblüten aus Reha-Entlassungsberichten der Rentenversicherung

VARIA: Post scriptum

Weniger Kontakt zum Abend: Stilblüten aus Reha-Entlassungsberichten der Rentenversicherung

Dtsch Arztebl 2005; 102(33): [104]

Wettig, Dieter

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Zeichnung: Oliver Weiss
Zeichnung: Oliver Weiss
Der Vater sei Geschäftsmann gewesen, habe zwei Sanitätshäuser geführt. Die Mutter habe mit im Geschäft gearbeitet. Die Patientin hat noch eine 4 172 Jahre jüngere Schwester.

. . . einem in Strukturen dem Vater ähnlichen zu, den sie auch tief liebte. Dieser enttäuschte sie aber schwer, indem er erstens starb und sich dadurch herausstellte, dass er das Versprechen, sie zu versorgen nicht gehalten hatte.

Er stamme aus dem „Sodetenland“, sei dort 1946 herausgeschmissen worden und lebe seit dieser Zeit im Raum Kassel.

Die Beziehung zu den Geschwistern wird als gut beschrieben, es gab ein Gewühle zu Hause, es wäre nie langweilig gewesen.

Als Mango in den Beziehungen sei für ihn gewesen, dass er sich nicht richtig mit den Frauen habe streiten können, sondern eher zugemacht habe.

Im siebten Lebensjahr der Patientin hat sich die Mutter scheiden lassen, worauf der Kontakt zum Abend weniger geworden sei.

Daraus folgende Funktionseinschränkungen in Alltag und Beruf: Gelegentlich bekomme er noch seifenartige Herzrhythmusstörungen meist in Ruhe.

1969 bis 1989 war die Patientin verheiratet. Ihr Sohn ist jetzt 26 Jahre alt, er lebt in einer behinderten Wohnanlage.

Die Beziehung zum Vater, der im Dreisichtdienst als Ingenieur bei Esso arbeitete, sei eher von Respekt geprägt gewesen, überhaupt war das gesamte Familienleben auf den Sichtdienst des Vaters ausgerichtet.

Die Patientin wuchs als jüngere von zwei Schwestern im Arbeitermilieu auf. Die Ehe der Eltern wird als sehr schwierig beschrieben, da die Mutter seit dem zehnten Lebensjahr alkoholkrank war. Davor sei sie häufig fremdgegangen.

Job als Verkäuferin/Kassiererin an einer Tankstellung

Die Mutter der Patientin ist mittlerweile 65 Jahre alt, wohnt 250 Kilogramm von ihr entfernt.

Bei der Beschreibung seines Arbeitsplatzes gibt er als seine Aufgaben an: Unsauberkeit, keine modernen Techniken, überalterte Maschinen.

Gesammelt von
Dr. med. Dieter Wettig
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema