ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2005Öffentlicher Dienst: ver.di unterschreibt Tarifvertrag

AKTUELL

Öffentlicher Dienst: ver.di unterschreibt Tarifvertrag

Dtsch Arztebl 2005; 102(38): A-2512 / B-2124 / C-2008

Flintrop, Jens

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Marburger Bund: Für Mitglieder gilt weiter der BAT.

Für die Beschäftigten bei Bund und Kommunen tritt zum 1. Oktober der neue Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) in Kraft. Bundesinnenminister Otto Schily, ver.di-Vorsitzender Frank Bsirske und der Präsident der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände, Thomas Böhle, unterzeichneten den Vertrag am 13. September.
Nach Rechtsauffassung des Marburger Bundes (MB) gilt für seine Mitglieder jedoch weiter der Bundesangestelltentarifvertrag (BAT), weil die Kooperation mit ver.di am 10. September beendet wurde. Auch die Uniklinikärzte werden weiterhin nach dem BAT vergütet. Deren Arbeitgeber, die Bundesländer, hatten sich frühzeitig aus den Verhandlungen zurückgezogen.
Nach Berechnungen des MB führt die Umstellung von BAT auf TVöD für fast alle Klinikärzte zu Einkommensverlusten. Einzig für 25-jährige ledige Berufseinsteiger bringe der neue Tarifvertrag Vorteile, sagte MB-Sprecher Athanasios Drougias dem Deutschen Ärzteblatt. Wer noch bis Ende September in den MB eintrete, für den gelte auch nach dem 1. Oktober der günstigere BAT – bis ein eigenständiger arztspezifischer Tarifvertrag vorliege.
Hintergund: Der MB will künftig eigenständige Tarifverträge für Krankenhausärzte mit den öffentlichen Arbeitgebern aushandeln. Am 15. September gab es erste Gespräche mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder. Die Atmosphäre sei positiv gewesen, so Drougias. Man hoffe, bald offizielle Tarifverhandlungen aufzunehmen. JF
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema