ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2005IGeL-Markt: Ungleichgewicht

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IGeL-Markt: Ungleichgewicht

Dtsch Arztebl 2005; 102(38): A-2546 / B-2149 / C-2028

Konietzke, Erich

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LNSLNS . . . Ich biete in meiner Praxis rundweg nur IGeL-Leistungen an, die als Leistungen beispielsweise auch in deutschen Kurkliniken zulasten der GKV den dort kurenden Menschen angeboten werden. Wieso werden die gleichen Leistungen in meiner Praxis kostenmäßig nicht von den Kassen übernommen? Ohne Zweifel gehört Scharlatanerie unterbunden – allerdings sind die Methoden der Heilung durchaus sehr unterschiedlich. Und ohne gleichzeitig einen intensiven Blick auf unsere nicht-ärztliche Umgebung zu werfen, dürfen IGeL-Leistungen von Ärzten nicht abqualifiziert werden. Im DÄ vermisse ich in der IGeL-Diskussion die Frage, was denn dem deutschen Bürger derzeit im Bereich der Versorgung durch zugelassene Therapeuten, ich meine Heilpraktiker, heutzutage alles geboten wird. Wo bleibt hier das Engagement der deutschen Ärzteschaft für unsere Patienten? Leistungen, die von Personen erbracht werden, die den Segen zum Therapieren ja ebenfalls staatlich erhalten haben, dürfen sich im Wildwuchs ergehen, ohne Nachfrage der Kosten oder der Sinnhaftigkeit, während sich die Ärzteschaft einmal wieder selbst geißelt – obwohl doch jeder einzelne Arzt für sein Tun geradestehen muss und dazu in der Regel auch bereit ist.
Dr. med. Erich Konietzke, Promenadenstraße 6–8, 64625 Bensheim
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