ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2005Calciumgabe ist mit weniger kolorektalen Adenomrezidiven assoziiert

MEDIZIN: Referiert

Calciumgabe ist mit weniger kolorektalen Adenomrezidiven assoziiert

Schünemann, H. J.

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LNSLNS Seit längerem wird spekuliert, ob durch orale Calciumgabe eine Karzinomprävention im Dickdarm möglich ist. Calcium soll dabei Galle und Fettsäuren binden und die Proliferation von Kolonepithelien hemmen.
Die Autoren führten eine Metaanalyse bislang publizierter Studien durch, in denen eine Calciumsubstitution zur Prävention rezidivierender Kolonadenome eingesetzt wurde. In der Literatur findet man drei Studien mit insgesamt 1 485 Probanden, bei den Kolonadenome endoskopisch entfernt worden waren. Die Studienteilnehmer erhielten entweder 1 200 bis 2 000 mg Calciumcarbonat beziehungsweise Calciumgluconolactat oder Placebo. Studienendpunkt war nach drei bis vier Jahren die Anzahl der diagnostizierten Adenomrezidive, wobei die Daten von 1 279 Patienten ausgewertet werden konnten. Unter der Calciumsupplementation lag die Zahl der Adenomrezidive signifikant niedriger (p = 0,004) als in der randomisierten Vergleichsgruppe. w

Shaukat A, ScourasN, Schünemann H J et al.: Role of supplemental calcium in the recurrence of colorectal adenomas: A metaanalysis of randomized controlled trials. Am J Gastroenterol 2005; 100: 390–394.

Dr. H. J. Schünemann, Department of Medicine, University at Buffalo, ECMC-CC 142, 462 Grider St., Buffalo, NY 14215,USA.

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